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Bachelor live

Berufsorientiert studieren

Meine Uni veranstaltet jährlich die sogenannten Hochschulerkundungstage. An zwei Tagen finden zahlreiche Infoveranstaltungen zu den verschiedenen Studienfächern und Themen an der Uni Marburg statt.
Als studentische Hilfskraft in der Zentralen Allgemeinen Studienberatung der Uni war ich in die Vorbereitungen für die Hochschulerkundungstage involviert und wurde sogar gefragt, ob ich nicht Lust hätte, zusammen mit einer anderen studentischen Hilfskraft einen Vortrag zum Thema Berufsorientierung zu halten. Ich sagte kurzentschlossen zu und wir fingen an, Informationen für unseren Vortrag zu recherchieren. Warum ist Berufsorientierung eigentlich so wichtig? Welche Möglichkeiten gibt es, sich während des Studiums beruflich zu orientieren? Was sind die Vorteile von Praktika? Welche Angebote, beispielsweise Workshops und Infomessen, bietet die Uni an? Und welche persönlichen Tipps haben wir für den Prozess der Berufsorientierung?
Obwohl wir unseren Vortrag immer wieder übten, war ich ziemlich nervös, als der Tag dann schließlich gekommen war. Es kamen viel mehr Zuhörer als erwartet. Ich ermahnte mich, ruhig zu bleiben. Außerdem rief ich mir ständig in Erinnerung, bloß nicht zu schnell zu reden, nichts zu vergessen und laut und deutlich zu sprechen. Kaum hatte ich die ersten Sätze gesprochen, legte sich glücklicherweise meine Aufregung und es verlief alles nach Plan. Die Zuhörer schienen uns wirklich interessiert zuzuhören, was uns natürlich sehr freute. Am Ende hat es mir sogar Spaß gemacht, so vielen Menschen auf einmal etwas zu vermitteln und offene Fragen beantworten zu können.
Obwohl ich zuvor auch schon das ein oder andere Mal vor Gruppen gesprochen habe, war so ein offizieller Rahmen an der Uni doch etwas anderes. Daher bin ich froh, diese persönliche Herausforderung angenommen zu haben und auch ein bisschen stolz auf mich.

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 6, 2019

Bachelor live

Fitness-Tempel

Ich bin in München bei einer Fitnessstudiokette angemeldet. Von der Kette bin ich großer Fan, weil sie modern und sauber ist und meiner Meinung nach ein hohes Niveau bietet in Bezug auf die Geräte und die Betreuung. Für die Mitgliedschaft zahle ich im Monat 25 Euro und kann dafür alle sechs Studios nutzen, die in München zu der Kette gehören. Jedes Studio ist anders aufgebaut, hat andere Geräte und eine andere Atmosphäre. Diese Abwechslung finde ich toll.
Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich zu Weihnachten von meinem Mitbewohner einen Gutschein für eine andere Fitnessstudiokette bekommen habe. Kürzlich bin ich dann dazu gekommen, den Gutschein einzulösen. Es ist das größte Fitnessstudio der Stadt, was man bereits von außen erahnen kann. Hier wird auf drei Etagen und 3.000 Quadratmetern trainiert. Die Anmeldung lief ganz unkompliziert. Aber auf dem Weg zu den Umkleiden verirrte ich mich fast. Einen ellenlangen Gang, eine über zwei Stockwerke reichende Wendeltreppe und ein paar Abzweigungen später stand ich dann doch in einer Höhle aus Schließfächern im Keller des Gebäudes.
Das Studio ist unglaublich verzweigt. Um von einem Trainingsbereich in den nächsten zu gelangen läuft man locker ein paar hundert Meter – ein kleines Workout zwischen den Workouts. Leider habe ich den Fehler begangen, um 19.30 Uhr hinzugehen, denn zu dieser Zeit herrscht der größte Ansturm. Hätte man am Hauptbahnhof ein paar Geräte aufgestellt, wäre die Atmosphäre nicht anders gewesen. Ununterbrochen liefen Leute an mir vorbei und beinahe jedes Gerät war besetzt. Bei so vielen schwitzenden und atmenden Menschen ist es außerdem eine gute Idee, ab und an ein Fenster zu öffnen, selbst im Winter. Das war leider nicht möglich, was zur Folge hatte, dass ein saunaähnliches Klima herrschte. Beim Training traf ich dann zufällig zwei Kommilitonen, die mir erzählten, dass noch mehr aus unserem Studienjahrgang in dieses Studio gehen.
Ich für meinen Teil habe durch diesen Tapetenwechsel aber herausgefunden, dass ich mit meiner Kette doch sehr zufrieden bin. Die zehn Euro Ersparnis beim Monatsbeitrag ist mir das andere dann doch nicht wert. Lieber zahle ich etwas mehr und fühle mich beim Training wohl.

 

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Mar 4, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
Mar 4, 2019

Bachelor live

Freud und Leid

Vor dem Beginn meines Physikstudiums in Jena belegten wir Erstsemester einen Vorbereitungskurs. Was als Auffrischungskurs gedacht war, bot jedoch viel mehr Neues als erwartet. Da wurde plötzlich von komplexen Zahlen philosophiert, Polynomdivision gepaukt und vieles mehr – Dinge, von denen ich das erste Mal hörte. Entsprechend überfordert fühlte ich mich in den ersten drei Tagen.
Zum Glück ging es nicht nur mir so, beinahe alle angehenden Physikstudierenden machten diese Erfahrung. Das Gute daran war, dass uns diese Situation zusammenschweißte.
Doch trotz dieses Gemeinschaftsgefühls hatten wir, noch bevor die „richtigen“ Vorlesungen überhaupt losgingen, die ersten Verluste zu beklagen. Einige fühlten sich vom Vorbereitungskurs so abgeschreckt, dass sie die Reißleine zogen – ein Trend, der sich im weiteren Verlauf des Semesters fortsetzen sollte.
Als es richtig losging, wurde unser Stundenplan mit einem Grundpraktikum, Algebra und Analysis komplettiert, diese Fächer stellen sozusagen unseren Werkzeugkasten dar.
Den Rest des Semesters schwankte ich zwischen Faszination und Verzweiflung. Fasziniert war ich häufig von den Gesetzen der Physik: Habt ihr zum Beispiel gewusst, dass man sich mathematische Körper bauen kann, in denen 1 + 1 = 0 ist? Oder das sich reibungsfrei gelagerte Gewichte tatsächlich auf Grund von Gravitation anziehen? Verzweiflung erfuhr ich hingegen wegen der Fülle an Aufgaben, dem endlosem Durchforsten von Mathe-Foren im Internet auf der Suche nach der richtigen Lösung und den kryptischen Tafelaufschrieben des Analysis-Profs.
Jetzt, am Ende des Semesters kann man wohl sagen, dass sich die ganze Plackerei in Anbetracht des neuen Wissens doch gelohnt hat. Ob sich das nun auch in meinen Noten widerspiegelt, bleibt abzuwarten: Die Klausuren stehen noch an.

 

Autor: Hannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2019
Autor: Hannes
Rubrik: studium
Feb 25, 2019