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Bachelor live

Praktikum beim Fernsehen

In den letzten Wochen hatte ich keine Zeit, von meinem Alltag zu berichten, obwohl ich es mir immer wieder vorgenommen hatte. Was war los? Seit vier Wochen mache ich ein Praktikum bei der Fernsehredaktion der Hessenschau des Hessischen Rundfunks und bin total begeistert, aber auch total beschäftigt. Lange Tage sind der Standard und so wirklich durchatmen steht nicht auf dem Programm. Stattdessen recherchiere ich, führe Interviews, organisiere und leite Drehs. Ich sitze im Schnitt und bin direkt an der Produktion der Fernsehbeiträge beteiligt. In anderen Worten: Ich lebe meinen absoluten Traumjob. Schon beim ZDF hatte ich das Gefühl, das Richtige gefunden zu haben und beim HR hat sich dieser Gedanke noch mal verfestigt. Der große Unterschied zwischen meinem jetzigen Praktikum und dem beim ZDF liegt darin, dass ich hier in Frankfurt von Anfang bis Ende beim Entstehen der Beiträge dabei bin. In Berlin habe ich letztes Jahr hauptsächlich Beiträge zugeliefert, das heißt, ich habe für verschiedene ZDF-Studios weltweit Interviews gedreht und diese dann weitergegeben. Dadurch habe ich oft globale Themen bearbeitet und einflussreiche Menschen interviewen können. Hier beim HR mache ich Regionalfernsehen. Statt der Terrorattacken in Neuseeland werden hier Themen wie marode Schulen, der Start der hessischen Abiturprüfungen und Landespolitik abgebildet. Nach vier Wochen Praktikum kann ich sagen, dass der HR ein sehr guter Arbeitgeber ist und, dass auch Regionalfernsehen sehr viel Spaß machen kann. Ich habe gelernt, wie viel spannender ich einen Beitrag über ein augenscheinlich nicht ganz so mitreißendes Thema machen kann, wenn ich meine eigenen Ideen einbringe. Positiv fällt mir außerdem das kollegiale Miteinander auf – egal ob zwischen Chef und Praktikant oder in der Redaktion selber. Leider habe ich nur noch zwei weitere Wochen bei der Hessenschau, bis ich zurück nach Heidelberg muss, um meine Bachelorarbeit zu schreiben. Bis dahin hoffe ich auf weiterhin tolle und spannende Tage!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2019
Autor: Bo
Rubrik: studium
Mar 27, 2019

Bachelor live

Paris

Nach den Prüfungen des ersten Semesters, hatte ich ungefähr eineinhalb Monate frei, bis ich wieder zur Hochschule musste. Diese Zeit wollte ich nutzen und hatte bereits im Dezember mit ein paar Freunden einen Kurzurlaub für Paris gebucht.
Da ich häufig von meiner tollen Zeit als Au-pair in Paris schwärmte, wollte eine Freundin mit mir dort hinfahren. Spontan gesellten sich noch drei weitere Freunde hinzu.
Wir fuhren mit dem Fernbus über Nacht nach Paris. Dort angekommen, kauften wir uns Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Wir sind zwar viel zu Fuß gelaufen, aber ohne die Metro geht in Paris nichts, da die Sehenswürdigkeiten zum Teil recht weit auseinander liegen.
Da ich bereits in Paris gewohnt hatte, fiel es mir leicht, mich in dieser Großstadt zurechtzufinden. Daher spielte ich die Reiseführerin für meine Freunde.
Uns gelang es gut, Sightseeing und Entspannung miteinander zu vereinbaren. Wir setzten uns zum Beispiel auf die Stufen vor der Sacré-Cœur, im Jardin de Tuileries oder am Centre Pompidou und genossen das perfekte Wetter, die Aussicht und den Moment.
Morgens haben wir in der Sonne gefrühstückt – natürlich mit frischem Baguette und Croissants. Tagsüber haben wir zwischendurch einen Kaffee getrunken oder Crêpes gegessen und abends sind wir essen gegangen.
Am Abend zeigte ich meinen Freunden das Pariser Nachtleben. Nachdem wir am Eiffelturm und an der Seine entlang spaziert sind, haben wir uns in eine Piano Bar mit Livemusik gesetzt, die ich bereits kannte. Wir waren ohnehin begeistert von dem Pianisten und dem Sänger, der dann auch noch anfing, sehr beeindruckend Stepptanz zu tanzen. Die gesamte Atmosphäre erinnerte uns ungemein an den Film „La La Land". Zum Abschluss gingen wir noch zum Tanzen in einen Irish Pub. Auf dem Weg zur Unterkunft gingen wir am Notre Dame vorbei und am Quai der Seine entlang. Nach nur wenigen Stunden Schlaf, da wir den nächsten Tag ausnutzen wollten, genossen wir wieder das Wetter und sahen uns Paris an.

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2019
Autor: Pia
Rubrik: studium
Mar 25, 2019

Bachelor live

Die Kapelle Hiss

Als ich mich vor zwei Jahren an der Filmhochschule in München beworben habe, musste ich für meine Bewerbungsmappe drei Aufgaben erledigen. Die Fotografie-Aufgabe bereitete mir besonders großes Kopfzerbrechen. Aufgabenstellung war, ein Ereignis fotografisch darzustellen, indem nur das Vorher und Nachher abgebildet werden durfte. Zwei Ideen hatte ich bereits versucht umzusetzen – mit dem Ergebnis war ich jedoch unzufrieden.
Dann aber kündigte sich eine ganz besondere Band in Halle an: Die Kapelle Hiss. Die aus Stuttgart stammende Polka-Band mit ihren witzigen Texten und extrem tanzbaren Melodien sind immer ein Highlight für mich und meine Familie. Deshalb fragte ich bei ihnen an, ob ich vor und nach dem Konzert Aufnahmen von ihnen machen dürfte. Das war damals meine Rettung, denn die Fotos konnten beim Bewerbungsverfahren überzeugen.
Am Wochenende spielten Hiss wieder in Halle. Es war ein großartiges Konzert in einer kleinen aber feinen Location. Wir standen zwei Meter von der Bühne und den Musikern entfernt und tanzten stundenlang zu Liedern mit so klangvollen Namen wie „Friedhofspolka“, „Von Sansibar nach Santa Fé“ oder „Sibirische Liebe“.
Die Band versteht es sehr gut, sich selbst als durch die weite Welt tanzende Nomaden, Zigeuner und Seefahrer zu inszenieren. Ihre deutschen Texte sind gespickt von fantastischen Erzählungen, wobei immer eine leichte Ironie mitschwingt.
An diesem Abend ging ich nach der Show natürlich noch zum Merchandise-Verkauf, den der Bassist und der Mundharmonikaspieler leiteten. Ich sagte ihnen, wie wichtig es damals für mich war, sie zu fotografieren und wie dankbar ich ihnen deswegen immer noch bin. Wir unterhielten uns nur kurz, da sie mit Abbau und Verkauf noch alle Hände voll zu tun hatten. Zum Abschied gaben sie mir einen festen Händedruck und wünschten mir viel Glück. An meinen Namen konnten sie sich sogar noch erinnern und so beendete ich diesen Abend mit dem seligen Gefühl eines Fans und der erneuten Erkenntnis, dass ich mich mit meinem Studium für den richtigen Weg entschieden habe.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Mar 22, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
Mar 22, 2019