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Bachelor live

Warum ein FSJ?

Erst kurz vor meiner Abiturphase habe ich mir Gedanken gemacht, wie es nach der Schule weitergehen soll. Manche Mitschüler und Mitschülerinnen hatten bereits Ausbildungs- und Studienplätze, ich war lange ratlos. Meine Liebe zum Theater bestand natürlich schon damals, aber wollte ich wirklich beruflich in diese Richtung gehen? Ich hatte bereits Schauspiel- und Bühnenerfahrung gesammelt, war in meiner Freizeit oft im Theater und mein Lieblingsfach war Deutsch, aber was hieß das schon? Viel Ahnung hatte ich nicht von diesem großen, komplexen und unübersichtlichen Theaterbetrieb. Durch Freunde erfuhr ich dann vom Freiwilligen Sozialen Jahr, das man nicht nur im ökologischen oder sozialen Rahmen, sondern auch mit kultureller Ausrichtung absolvieren konnte. Ich nahm mir ein wenig Zeit und las mir Erfahrungsberichte von FSJler*innen durch. Natürlich fand ich auch einige negative Erfahrungen im Internet. Manche berichteten davon, dass sie sich in ihrem FSJ über-, aber vor allem unterfordert fühlten und nur eintönige Aufgaben verrichten durften. Aber letztendlich überzeugten mich die positiven Berichte, in denen viele von dem ersten Einblick ins Berufsleben schwärmten. Jede Erfahrung ist subjektiv und ich wollte mir einen eigenen Eindruck verschaffen. Ich informierte mich also darüber, wie das Online-Bewerbungs-Verfahren abläuft. Ich fand mich sehr schnell zurecht, alle nötigen Unterlagen waren in kürzester Zeit zusammengesammelt und ich konnte mich bei verschiedenen FSJ-Stellen bewerben. Leider fand ich nicht sofort eine FSJ-Stelle, da die ersten Bewerbungsgespräche nicht erfolgreich verliefen. Zum Glück gab es jedoch Restplätze und so fand ich meine Stelle an einem Münchner Theater. Natürlich waren nicht all meine Aufgaben spektakulär, aber insgesamt war mein FSJ vielfältig, aufregend und fordernd und hat mich in meiner Entscheidung, beruflich in diese Richtung zu gehen, bestärkt.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Jul 29, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Jul 29, 2019

Bachelor live

Masterpläne

Ich habe lange Zeit überlegt, was ich nach meinem Bachelorstudium machen möchte. Praktikum? Berufseinstieg? Auslandsaufenthalt? Masterstudium? Möglichkeiten gibt es viele.
Nach drei Jahren Studium fühle ich mich bereit, endlich etwas Praktisches zu machen. Aber ich muss realistisch bleiben. Mit einem Bachelor im Fach Sozialwissenschaft bin ich zwar prinzipiell für viele verschiedene Tätigkeiten qualifiziert, aber gleichzeitig für keine so richtig. Ein Masterstudium bietet dafür die Möglichkeit, mich noch einmal zu spezialisieren und eine bestimmte Richtung einzuschlagen, womit mir die Jobsuche später vermutlich etwas leichter fallen wird. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen. Außerdem lassen sich Praktika und Auslandsaufenthalt ins Studium integrieren, sodass ich mich schlussendlich doch dazu entschieden habe, noch einen Master anzuhängen.
Bei der Suche nach dem richtigen Masterstudiengang wurde mir dann bewusst, dass es verschiedene Bereiche gibt, die mich interessieren. Zum einen ist da die Wirtschaftssoziologie, auf die ich bereits meinen Schwerpunkt im Bachelorstudium gelegt habe. Zum anderen interessiere ich mich für Kultur und Veranstaltungsmanagement, also die Art von Arbeit, die ich schon in meinem Freiwilligen Sozialen Jahr und in Praktika kennengelernt habe. Und zu guter Letzt bleibt noch der soziale beziehungsweise pädagogische Bereich, in dem ich durch meine Nebentätigkeit und ehrenamtliches Engagement aktiv bin. All diese Berufsfelder kommen für mich prinzipiell in Frage, weswegen es ziemlich schwierig ist, mich für eins zu entscheiden. Also habe ich mich für ganz unterschiedliche Masterstudiengänge beworben und warte nun auf die Rückmeldungen der verschiedenen Hochschulen.
Einerseits gefällt mir der Gedanke, dass ich so viele verschiedene Möglichkeiten habe. Andererseits macht mich diese Ungewissheit aber auch nervös. Ich bin gespannt, welche Richtung ich am Ende einschlagen werde!

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 24, 2019

Bachelor live

Reis oder Brot?

Mein eigenes Auslandssemester ist inzwischen einige Wochen her. Für Penny aus Taipeh geht es aber bald erst los: Sie wird ein Semester in München verbringen. Als ich in Taipeh angekommen bin, hat meine Gastuni mir das sogenannte Buddy-Programm vorgestellt: Taiwanische Studierende werden dort an Austauschstudierende vermittelt, damit sie ihnen bei der Eingewöhnung helfen können. Darüber habe ich Penny kennengelernt: Sie hat mir nicht nur geholfen, als mein Laptop kaputt ging und ich Hilfe mit der Sprache brauchte. Wir sind auch gemeinsam wandern gegangen und waren auf Karaokepartys.
Als ich in Taipeh ankam, hatte Penny bereits den Plan, ein Auslandssemester in Deutschland zu machen. Damals hatte sich noch nicht für eine Uni entschieden. Inzwischen steht aber fest, dass es für sie nach München gehen soll. Vorab gibt es eine Menge zu organisieren: Ich war mir gar nicht bewusst, dass taiwanische Studierende bereits zum Zeitpunkt ihres Visumantrags ein deutsches Konto haben müssen.
In Taiwan kam mir einiges ganz anders vor als in Deutschland. Wenn ich mit Penny über ihr Auslandssemester spreche, ist es daher umso interessanter zu erleben, wie sie dasselbe durchmacht – nur sozusagen andersherum. Während es für mich seltsam war, mindestens zweimal täglich Reis zu essen, hat sie eine andere Sorge: Brot. Dass manche Deutsche täglich Brot essen, ist für sie eher unverständlich. In taiwanischen Supermärkten gibt es aber vor allem abgepacktes, schneeweißes Toastbrot. Zweimal täglich könnte ich das auch nicht essen. Bei gutem Vollkornbrot sieht das schon anders aus.
Bei meinem Krankenhausbesuch in Taipeh wurde ich gefragt, ob ich Probleme mit dem warmen Essen in Taiwan hätte. Dass das Essen dort tatsächlich immer warm war, war mir bis dahin gar nicht aufgefallen. Tatsächlich gab es zum Beispiel morgens Spiegelei, mittags und abends Reis mit Gemüse und nachmittags mal einen Schokokuchen, der aber vorher oft in der Mikrowelle landete. Die Logik dahinter: Was warm ist, ist frisch. Ich finde, das stimmt nicht immer. Gespannt, wie es Penny in Deutschland gefallen wird, bin ich aber umso mehr!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 24, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jul 24, 2019