interaktiv

FSJ in Nicaragua

Ein Tag auf der Finca (Teil 4)

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

03.08.2009

Die toten Hühner schleppte Ceci in die Küche, wo sie von Eddy in das kochende Wasser getaucht wurden. „So kann man die Hühnchen leichter rupfen!", erklärte er mir.

Als alle Hühner auf einem Tisch bereit lagen, begannen wir mit der Arbeit. Und ich kann euch sagen: Es dauert, bis man ein ganzes Tier so weit hat, dass schließlich kein einziges Federchen mehr daran zu finden ist! Ich saß über eine halbe Stunde an meinem ersten Huhn! Und wenn es endlich fertig gerupft ist, muss man auch noch die ganzen Innereien herausnehmen, denn die werden in Nicaragua ebenfalls verkauft. Hier wird wirklich alles verwertet: vom Kopf bis zu den Füßen. Aus so etwas wird dann eine Suppe gemacht, die von den Leuten gegessen wird, die es sich nicht leisten können, die anderen Teile des Huhns zu kaufen.

Es war wirklich interessant zu sehen, wie hier noch alles mit der Hand gemacht wird. Und es ist unvorstellbar für mich, dass man für so eine Schweinearbeit - sprich die Aufzucht, das Futter, das man ja auch noch kaufen muss, und dann eine ganze Stunde Arbeit -nur zwei Euro pro Huhn bekommt.

 

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