interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

31 Stunden

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

02.04.2015

Langsam muss ich mich entscheiden, welche Stadt ich bei meiner Bewerbung für einen Medizinstudienplatz als liebste angeben soll. Zur Wahl stehen Magdeburg, Lübeck und Münster. In Magdeburg war ich schon, deshalb guckte ich mir neulich Münster an. Glücklicherweise habe ich einen Bekannten in Münster, der im dritten Semester Jura studiert und momentan an einer Hausarbeit schreibt. Er wohnt im Südwesten Münsters in einem Studentenwohnheim unweit des Aasees und zahlt 350 Euro zuzüglich Strom. Ihm gehören ein Zimmer, eine Küchenzeile und ein eigenes Bad mit WC und Dusche. In seiner Wohnung leben außerdem zwei Mitbewohnerinnen. Jede hat ihren eigenen Bereich, sie teilen sich lediglich den Eingangsbereich und einen Gemeinschaftsraum. Es handelt sich aber wirklich um eine reine Zweck-WG, viel Kontakt untereinander besteht nicht.

Mein Freund kennt sich in Münster sehr gut aus, sodass er mich gut herumführen konnte. In der Wohnung waren wir wirklich nur zum Schlafen. In 31 Stunden schauten wir die Überwasserkirche an, besuchten die daran angrenzende Diözesanbibliothek und gingen an der Aa entlang. Er zeigte mir die Grillplätze der Studenten, wir aßen in der Mensa, besuchten den St.-Paulus-Dom und die Mauritzkirche, flanierten in den Münster-Arkaden, tranken einen Kaffee im Aegidiimarkt, durchwanderten den gewaltigen Mediziner-Campus, bestaunten die Bettentürme (das Universitätsklinikum Münsters), überquerten den Prinzipalmarkt an der Lambertikirche, liefen die Promenade, die um die Innenstadt herum verläuft, ab und bewunderten das fürstbischöfliche Schloss Münster mit seinem großen Schlossgarten.

Mein Reiseführer erzählte mir vom Studentenleben, der Lebendigkeit der Stadt und von Kneipen und Clubs. Er war stets darum bemüht, mich vollends von Münster zu überzeugen. Es schien beinahe so, als sei er dafür bezahlt worden. Schlussendlich bin ich aber tatsächlich von der Stadt überzeugt. Einziges Problem ist die durchschnittliche Miete in Münster, die doch recht hoch ist. Hier muss ich mich rechtzeitig darum bemühen, eine preisgünstige Unterkunft zu finden.

Mein Fazit: Münster ist eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Stadt, die allerlei Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet. Darüber hinaus ist die Universität sehr gut ausgestattet und der Mediziner-Campus kompakt gebaut. Auch gefällt mir, dass man schnell im Grünen ist und die Natur genießen kann. Ein Studienstandort, der mich wirklich überzeugt hat!

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