interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Mit dem Rucksack durch Dänemark

Autor:
Franziska

Rubrik:
orientieren

17.08.2015

Nach dem Abi wollte ich unbedingt etwas erleben. Vielleicht irgendein Abenteuer, das ich so schnell nicht mehr vergessen würde. Da es einer Freundin von mir ähnlich ging, haben wir kurzfristig beschlossen, zusammen nach Dänemark zu reisen. Ja, ich weiß. Dänemark klingt nicht nach dem puren Abenteuer. Aber wir haben gehört, dass es dort schön sei und die glücklichsten Menschen der Welt leben. Außerdem war der Reiseführer über Kopenhagen im Angebot. Meine Freundin und ich hatten einen groben Reiseplan im Kopf, wir buchten aber nur die Hin- und Rückreise sowie die ersten drei Nächte. Vier Wochen wollten wir weg bleiben, uns mit dem Rucksack vom Norden in den Süden vorarbeiten, bleiben, wo es schön war, couchsurfen, Leute und ein fremdes Land kennenlernen.

Dass Dänemark eins der teuersten Länder Europas ist, wussten wir von Anfang an. Deswegen machten wir uns auf nahezu alles gefasst, als wir zum ersten Mal einen dänischen Supermarkt betraten. Und der erste Schock war tatsächlich groß: „WAAAAS?! 35 Euro für ein Glas Nutella?!“ Das ist echt ganz schön teuer hier!«, stellte meine Freundin empört fest. Dass es sich bei dem Preis nicht um Euro, sondern um dänische Kronen handelte, fiel ihr im nächsten Moment dann selbst auf. Die umgerechneten Europreise waren dann zwar immer noch höher als in Deutschland, aber einigermaßen bezahlbar.

Am Ende des Monats waren wir insgesamt in elf verschiedenen Klein- und Großstädten. Wir sind mit dem Zug, dem Bus oder der Fähre quer durchs Land gefahren, haben viel Zeit in kleinen Küstenorten verbracht, aber auch in dänischen Studentenstädten. In Skagen haben wir am Strand gezeltet und gesehen, wo sich Nord- und Ostsee treffen. In Esbjerg gingen wir mit einigen dänischen Studenten Cocktails trinken, in Odense tanzten wir in coolen Clubs. In Kopenhagen schlenderten wir über die ellenlangen Einkaufsstraßen und sonnten uns im Park – wir genossen die Entspannung und die Unabhängigkeit sehr. Zwar war es manchmal anstrengend, kurzfristig Schlafplätze und eine Antwort auf die Frage „Was essen wir heute Abend?“ zu finden, aber trotzdem hatten wir am Ende jede Nacht ein Dach über dem Kopf und ein selbstgekochtes Essen auf dem Teller.

Diese Reise durch Dänemark war definitiv ein Abenteuer, das ich ganz sicher nicht so schnell vergessen werde. Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben und würde jederzeit wieder meinen Rucksack packen und ohne festen Plan in ein fremdes Land reisen. Und ich kann verstehen, wieso in Dänemark die glücklichsten Menschen der Welt wohnen: Das Land ist wirklich wunderschön und vielseitig!

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