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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Rückreise Teil 2

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

02.12.2016

Bei meiner Rückreise aus Rumänien wurden alle Fluggäste, die sich schon halb auf dem Rollfeld befanden, wieder in den Sicherheitsbereich zurückbeordert. Ohne Informationen saßen wir ratlos etwa eine Stunde da, bis wir freundlich darauf hingewiesen wurden, dass der Flug um etwa sieben Stunden verspätet starten würde. Diese Information führte dazu, dass ich mich erstmal in den Duty-Free-Bereich verkrümelte. Da ich aus irgendeiner übermotivierten Stimmung heraus nur ein Shakespeare-Drama mitgenommen hatte, mein Handy gestohlen worden war und ich deshalb auch keine Musik oder Hörspiele mehr dabei hatte, wurden die sieben Stunden ziemlich lang. Als das Flugzeug endlich abhob und zwei Stunden später in Brüssel landete, waren die Schwierigkeiten aber natürlich noch nicht vorbei.
Mein Plan war, gemütlich mit dem City-Shuttlebus zum Hauptbahnhof zu fahren und dort in den nächsten Zug nach Aachen zu steigen, was mich nochmal etwa drei Stunden gekostet hätte. Und bis zum Hauptbahnhof schaffte ich es sogar unter ähnlich gemütlichen Umständen, wie ich mir das gedacht hatte. Vor Ort wurde es dann aber ungemütlich, denn es fuhr kein Zug mehr nach Aachen. Bis 2 Uhr nachts musste ich in dem zwar kalten, aber immerhin überwachten Bahnhof warten. Meine Suche nach einer 24-Stunden-Bar oder einem Nonstop-Imbiss war leider erfolglos. Dafür kramte ich erfolgreich ein paar Sätze Französisch heraus, um mich mit den Wachmännern zu unterhalten, die mir erklärten, der Bahnhof würde in fünf Minuten schließen und ich solle draußen bloß auf mich und mein Portemonnaie aufpassen und mich nicht zu weit vom Gebäude entfernen. Die Gegend sei gefährlich. Hervorragend, dachte ich, immerhin musste ich nicht mehr auf mein Handy achten. Bis der Bahnhof wieder aufmachte, lief ich ein paar Runden durch den Regen, wurde dabei von den Wachmännern aufgelesen und netterweise doch in den Bahnhof gelassen, sodass ich das Shakespeare-Drama noch bis zur Hälfte schaffte. Um 6 Uhr morgens machte endlich der Ticketschalter und ein Café auf, sodass ich mir die restliche Wartezeit an einer heißen Zitrone die Zunge verbrennen konnte. Ich war unendlich froh, als ich endlich im Zug saß.

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