interaktiv

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Superbowl 51

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

21.03.2017

Zum Superbowl, dem Finale der US-amerikanischen Football-Liga, ist es in meinem Freundeskreis zur Tradition geworden, sich in der Heimat zu treffen und gemeinsam bei Rippchen, Nachosalat und Eissplittertorte auf den Kickoff hinzufiebern. So auch vor einigen Wochen wieder und zudem mit freundlicher Unterstützung der Skype-Dienste, schließlich befindet sich einer von uns in Tansania.
Da der Superbowl hierzulande erst um 0.30 Uhr gestartet ist, saßen zwei von uns in einer Zwickmühle: Einer musste um 5.30 Uhr raus, um pünktlich eine Stunde später im Zug zu sitzen, der andere musste nicht nur pünktlich, sondern auch putzmunter um 8 Uhr in der Uni sein, um eine Klausur zu schreiben. Da keine ihrer favorisierten Mannschaften im Superbowl stand, entschieden sich beide, verfrüht den Heimweg anzutreten. Ich selbst hatte zwar am nächsten Tag einen meiner seltenen Pflichttermine, musste dafür aber weder großartig ausgeschlafen noch früh wieder in Aachen sein und konnte so mit den anderen bis 4.30 Uhr ein grandioses Spiel sehen, dass kurz vor Ende durch eine unglaubliche Aufholjagd bis in die Verlängerung hinein noch Geschichte schrieb. Etwas widerwillig musste uns unser Freund in Tansania wenige Minuten vor Ende verlassen, da er dank weiterer zwei Stunden Zeitverschiebung zur Arbeit musste. Natürlich verpasste er so den entscheidenden Touchdown des Spiels – so ein Pech!
Nach etwa vier Stunden Schlaf machte ich mich auf den Rückweg nach Aachen, um dem letzten Pflichtmodul dieses Semesters meine Aufwartung zu machen. Ein außerplanmäßiger Aufenthalt am Kölner Hauptbahnhof gab mir ausreichend Gelegenheit, mich über meine großzügige Zeitkalkulation zu freuen und das Material für das anstehende Modul durchzugehen. Leider konnte ich nicht wie geplant einschlafen. Deshalb griff ich zum ultimativen Schlafmittel: dem Werkstoffkundeskript.
Angenehmer Nebeneffekt war, dass ich dabei schon für die erste Klausur lernen konnte. Die steht nämlich bald an und flößt mir dauerhaftes Unbehagen ein.

Diesen Artikel teilen