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Die Lehrer von morgen

Versteckte Nachrichten

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

20.03.2017

Kennt ihr das, wenn ihr nach langer Zeit wieder einmal einen alten Karoblock von euch findet und vergangene Dinge entdeckt? Diese Woche erging es mir so. Auf der Suche nach Papier stieß ich auf einen alten Block aus meiner Realschulzeit. Wir befassten uns damals anscheinend mit Poetry Slam. Einige ständig überarbeitete Zeilen ohne Überschrift ließen mich innehalten. Es war ein kleines Gedicht beziehungsweise ein kleiner Poetry Slam, den ich verfasst hatte, der aber aus meiner heutigen Sicht noch ausbaufähig ist:
Puzzleteile formen sich verschieden, zeichnen eine durchweg individuelle Struktur. Ein Gemälde voller Glanz – berauschende Schönheit im Strichetanz. Verschieden und eigen lässt es sich binden und im Ganzen zeigen, eine Kunstform außerhalb jeglicher Norm. Aus einzelnen Teilen erstreckt sich eine zusammengesetzte Illustration, eine wunderschöne, liebevolle Paarungsform. Aus den kleinen Teilen meiner selbst. Striche meiner Fehler. Farben meines Charakters und den Formen meines Wesens. Meine kleinen, zierenden Einzelteile als Vollbild zusammengesetzt …
Ich erinnere mich, dass mich damals Poetry Slam unheimlich fasziniert hat. Ich begann, Gefallen am Schreiben zu finden. Jedoch verblasste diese Leidenschaft, als ich für mich bemerkte, dass andere richtig gute, bessere Texte verfassten – dann legte ich die Sache auf Eis. Eventuell ergreift mich die Lust irgendwann mal wieder. Hier zum Abschluss ein paar weitere Zeilen, die ich gefunden habe:
Ein bekanntes unbekanntes Gesicht. Ganz nah warst du, dennoch brauchte ich ein Fernglas für dich. Konnte deinen Herzschlag kaum noch fühlen. Sah dich in dunkelsten Schattierungen in deinem makellosen Ich vor mir verschwinden.

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