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Die Lehrer von morgen

Umgeworfene Pläne

Irgendwie habe ich ein Déjà-vu. Ein Studium unerwartet schnell und in genau definierter Zeit abschließen zu müssen – das kenne ich noch aus meinem ersten Bachelorstudium in Düsseldorf. Aber von vorne: Mein eigentlicher Plan war, in diesem Semester fast alle mir noch fehlenden Module für den Lehramtsbachelor in Bonn abzuschließen, mir rein aus Interesse „Komplexe Analysis“ anzuhören und die folgenden zwei Semester zu nutzen, um neben der Bachelorarbeit und einem Praktikum schon mal ein paar Mastermodule zu belegen.
Ich war davon ausgegangen, dass ich das genauso durchziehen kann, denn ich hatte eine Info auf der Website des Bonner Zentrums für Lehrerbildung (BZL) zu meinen Gunsten interpretiert. Gegen Ende der Semesterferien musste ich beim BZL nur einen Schein abgeben und fragte bei der Gelegenheit mal genauer nach, um festzustellen: Ich habe mich geirrt!
Entweder alles, was ich für den Bachelor tun muss, ist am 30. September abgeschlossen, abgegeben und erledigt, oder ich kann erst ein Jahr später, im nächsten Wintersemester mit dem Master anfangen. Mastermodule vorarbeiten könnte ich nicht, höchstens mich ein bisschen auf den Wahlpflichtbereich in Deutsch und die Vertiefungen für Mathe vorbereiten. Und das Sommersemester über Pause zu machen, um ins Ausland zu gehen oder zu arbeiten, finde ich auch blöd, denn gerade habe ich noch das Bedürfnis, mein Gehirn zu fordern!
Ich schlief eine Nacht darüber und sprach mit meinen Eltern und Freunden über meine Situation. Dann stand meine Entscheidung fest: Ich ziehe den Bachelor samt Bachelorarbeit schon in diesem – meinem vierten Semester in Bonn – durch! Schweren Herzens trennte ich mich also von „Komplexer Analysis“ und bin gerade dabei, mein Semester neu zu organisieren. Außerdem tüftele ich bereits an einem Thema für meine Bachelorarbeit und muss mir kurzfristig einen Platz für mein Berufsfeldpraktikum organisieren.
Das ist erstmal eine ganze Menge Stress und Eigenorganisation, die da auf mich zukommt! Wie ich das meistere? Ich halte euch auf dem Laufenden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 7, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 7, 2017

Die Lehrer von morgen

Beklaut und entführt

„Diese Nachricht ist der volle Ernst, wir erlauben uns wirklich keinen Scherz: Wir wurden entführt“ – so begann die Nachricht, die ich vor Kurzem spätabends erhielt und die wohl nervenaufreibendsten 15 Stunden dieses Jahres einleitete. Absender waren Alex und Felix, zwei meiner besten Freunde in Bonn, die zwei Wochen zuvor losgereist waren, um trampend Osteuropa zu erkunden. Ich hatte ihnen vorher gesagt, sie sollten auf sich aufpassen, die Jungs hatten „jaja“ geantwortet und nur zugesagt, ab und zu Bescheid zu geben, dass es ihnen gut geht. Nach vier Tagen waren sie in Sankt Petersburg, ein paar Tage später in Moskau und das alles klang nach sehr viel Spaß.
Dann kam besagte Nachricht mit allen Informationen, die die beiden mir über ihre derzeitige Situation geben konnten– eine Wohnung in Odessa, Ukraine, gestohlenes Geld von der Kreditkarte, beide Jungs aber soweit unverletzt an Leib und Seele – sowie die Anweisung, ihre Eltern und die Polizei zu informieren, sollten sie sich am nächsten Tag nicht melden. Dann nämlich wollten die Entführer sie freilassen.
Meine erste Reaktion war erst einmal, mir heulend das Schlimmste auszumalen. Einer der zwei Freunde aus Bonn, die Felix und Alex ebenfalls informiert hatten, überzeugte mich anschließend davon, dass die Nachricht nur ein Scherz gewesen sein sollte. Schlafen konnte ich trotzdem nicht. Was, wenn es doch kein Scherz war und die beiden Hilfe brauchten?
Ich rief die Polizei an. Da mir dort gesagt wurde, dass ich persönlich vorbeikommen müsste, strampelte ich mitten in der Nacht durch halb Bonn zur Polizeiwache in der Innenstadt, um dem diensthabenden Polizisten die Nachricht zu zeigen. Er nahm mich zum Glück ernst, konnte mir aber auch erst einmal nicht helfen, weil dafür das Kriminalkommissariat im Haus sein müsse, das nur tagsüber besetzt sei.
Am nächsten Morgen wurde klar, dass es Ernst war, als ich von Alex eine SMS mit den Koordinaten bekam. Am späteren Vormittag kam dann die erlösende Nachricht von Alex, sie seien frei und in Sicherheit. So richtig entspannen konnte ich allerdings erst, als Alex und Felix wieder in Bonn ankamen. Dann erfuhr ich die ganze Geschichte: In Odessa, Ukraine, nahmen sie zwei Männer im Auto auf. Doch statt die Jungs einfach nur ein Stück mitzunehmen, fuhren die Männer in eine dunkle Gasse und knöpften ihnen Handys und Kreditkarten ab. Nachdem die Entführer Geld von den Kreditkarten abgehoben hatten, gaben sie Alex und Felix die Handys zurück, brachten sie in eine Wohnung, aßen genüsslich zu Abend und gaben dem Vermieter die Anweisung, die beiden erst am nächsten Tag um 12 Uhr freizulassen. Die Entführer waren bereits über alle Berge, als der Vermieter den beiden die Reisepässe zurückgab und sie aus der Wohnung ließ. Das entwendete Geld haben sie mittlerweile auch wieder dank Versicherung. Wer die Entführer genau waren, ob das organisiert war und so weiter, wird man wohl nie erfahren. Zum Glück ging die Sache glimpflich aus. In solchen Situationen merkt man erst, wie wichtig einem Freunde sind und wie froh ich bin, dass den beiden nichts Schlimmeres passiert ist.

 

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 31, 2017

Die Lehrer von morgen

Wir schreiben ein Buch

In diesem Semester muss ich noch einige letzte Leistungsnachweise erbringen, bevor ich auf die wissenschaftliche Arbeit und die Examensvorbereitung zusteuern kann. Vielleicht wird es noch einmal etwas eng. Ein bisschen bereue ich, einen so langen Urlaub gebucht zu haben – die drei Wochen könnte ich nun zum Arbeiten für die Uni gebrauchen.
Aber meine Leistungen sind zum Glück nicht immer Hausarbeiten. Eine Prüfungsleistung wird zum Beispiel sein, dass ich mit zwei Kommilitoninnen ein Kulturarbeitsprojekt durchführe und dokumentiere. Wir haben uns dafür ausgedacht, einen Kurs für kreatives Schreiben in einer Schule anzubieten.
Genauer gesagt: Wir möchten mit einer Schulklasse zusammen ein Bilderbuch schreiben und gestalten. Dafür haben wir uns eine dritte Klasse an einer Waldorfschule für geistig behinderte Kinder ausgesucht. Bisher haben wir die Klasse nur in zwei Hospitationsbesuchen kennengelernt, aber ich kann mir die Umsetzung unseres Projekts dort sehr gut vorstellen. Ganz so frei ist das mit den Kindern vermutlich nicht möglich, deshalb möchten wir erst Figuren einführen, mit denen sie dann eine Handlung konstruieren können. Mit Hauptfiguren und einer Ausgangssituation, die wir auch vorgeben werden, ist es auf jeden Fall einzelnen Kindern der Klasse gut möglich, sich eine Geschichte auszudenken. Konkret haben wir die „Olchis“ ausgewählt, kleine grüne Wesen aus der Feder des Kinderbuchautors und Illustrators Erhard Dietl, von denen wir den Kindern schon zwei, drei Geschichten präsentieren, um dann davon ausgehend eine neue Olchi-Geschichte entwickeln zu können. Am besten soll das mündlich im Klassenverband passieren. Vielleicht können wir die Gespräche aufzeichnen und zu einer Geschichte zusammenschreiben, die die Kinder dann illustrieren. Was dabei herauskommt, kann ich hoffentlich bald berichten. Wir wollen noch bis nach den Pfingstferien warten, bis wir mit dem Hauptteil des Projekts starten.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  May 23, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
May 23, 2017