interaktiv

Die Lehrer von morgen

Krimi-Dinner

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

30.06.2017

Meinen Bonner Freundeskreis liebe ich vor allem dafür, dass wir immer wieder neue Ideen für coole Aktionen haben – so zum Beispiel auch vergangenes Wochenende. Wir hatten einer Freundin zum Geburtstag ein Krimidinner geschenkt. Das Spiel funktioniert so, dass jeder der Teilnehmenden eine Rolle zugewiesen bekommt und Informationen nur über seinen Part in der Geschichte erhält. Die Situation ist dabei, dass jemand ermordet wurde und alle Verdächtigen sowie ein Kommissar versuchen, den Mord aufzuklären. Dabei hat jeder Mitspieler seine Geheimnisse und muss versuchen, diese auch geheim zu halten.

Als kleinen lustigen Zusatz hatten wir die Jungen- und Mädchenrollen getauscht, sodass die vier mitspielenden Jungs in Kleidern am Tisch saßen – besonders elegant sah die bärtige Schwester des Opfers aus, der Brusthaare aus dem Ausschnitt wucherten – während wir Mädchen in Anzügen und mit aufgemalten Bärten auftraten.

Beim Vier-Gänge-Menü mit Bruschetta, Spargelcremesuppe, Risotto und Tiramisu verdächtigten wir uns munter gegenseitig, deckten diverse Affären und Skandale auf und hatten eine ganze Menge Spaß, während wir versuchten, möglichst genau in unseren Rollen zu bleiben. Pia zum Beispiel spielte den Sohn des Opfers, der ein absoluter Trunkenbold war, und verkündete alle paar Minuten, sie habe dem Alkohol nun endgültig abgeschworen. Paul, der ein Model spielte, fragte bei jedem Gang, ob der denn auch kohlehydratarm und fettfrei sei, er müsse auf seine Linie achten. Rike als italienischer Geschäftsmann redete die ganze Zeit mit Akzent und Thomas, der die Haushaltshilfe darstellte, wurde sehr zu unserer Belustigung ständig dazu aufgefordert, doch bitte die Wasserkaraffe aufzufüllen oder den nächsten Gang zu servieren.

Meine Rolle bot leider nicht ganz so viel Spielraum für lustige Aktionen – als Anwalt der Familie musste ich die meiste Zeit ernst gucken und ab und an mit Thorsten flirten, der die skandalträchtige Party-Tante mimte –, aber insgesamt war es ziemlich amüsant. Bis nach Mitternacht dauerte das Krimidinner, dann musste in einer abschließenden Runde jeder mitteilen, wen er für den Mörder hielt und warum. Pia, Thorsten und ich lagen mit unserer Vermutung richtig und konnten darum so gerade eben dafür sorgen, dass der richtige Mörder gefasst wurde.

Ziemlich müde und vollgefressen ging es dann nach Hause – das war definitiv ein gelungener Abend!

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