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Die Lehrer von morgen

Erwachsen werden

Ich befinde mich gerade in einer seltsamen Phase. Eine sehr gute Freundin hat dieses Jahr geheiratet, eine andere ist verlobt. Das ist ein merkwürdiges Gefühl für mich, denn ich lebe immer noch im Studentenwohnheim in einer WG, führe eine Fernbeziehung und bin nicht einmal so sehr in die Familie meines Freundes integriert, dass wir gemeinsam Weihnachten feiern. Dabei bin ich eigentlich gedanklich gar nicht so weit von diesem Erwachsenenleben entfernt. Ich bin aus dem WG-Alter raus und freue mich, wenn meine Mitbewohnerinnen mal außer Haus sind und ich die Wohnung ganz für mich habe. Ich sehne mich danach, allein oder mit meinem Freund zusammen zu wohnen.
Gestern hat mich ganz spontan eine Freundin nach ihrer Examensprüfung besucht und ich habe mehrere Stunden mit ihr verbracht. Durch diese Spontaneität habe ich mich wie im ersten Semester gefühlt, weil meine Tage nun normalerweise durchstrukturiert sind mit ausgemachten Treffen, Arbeit und Uni. Freunde in weiter entfernten Städten habe ich schon länger nicht mehr gesehen – in den ersten Semestern war das einfacher. Da hatte ich noch keinen Nebenjob und keinen Stress und ich war fast verbissen darauf, Menschen kennenzulernen und mir ein Umfeld aufzubauen. Jetzt bin ich voll und ganz hier angekommen und suche wo es geht nach Freiräumen, nach Zeit für mich. Das ist in meiner aktuellen Situation ziemlich schwierig, da meine Mitbewohnerin und gute Freundin gerade ihr Examen absolviert und im Anschluss für ihr Referendariat nach Freiburg ziehen wird – da müssen wir die verbliebene gemeinsame Zeit nutzen.
Na ja, wahrscheinlich ist diese Phase gar nicht so seltsam. Wir werden erwachsen und setzen das eben unterschiedlich gut um. Wirklich seltsam ist nur die Vorstellung, dass zwei meiner Freundinnen diesen Herbst ihr Studium beenden und dann nicht mehr im Raum Stuttgart wohnen werden. Nach dem Abi habe ich zu vielen Freunden den Kontakt verloren. Wie sich das mit Freunden aus dem Studium verhält, kann ich noch nicht einschätzen – und davor habe ich wirklich ein wenig Angst.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Oct 17, 2017

Die Lehrer von morgen

Von Enden und Anfängen

In der vorigen Woche ist Zweierlei zu Ende gegangen: zum einen meine stressige Hausarbeitenphase, in der ich zum Glück alles fristgerecht abgeben konnte, zum anderen die Kooperationsbereitschaft meines Laptops. Den letzten Leistungsnachweis habe ich bereits auf dem Notebook meines Freundes geschrieben, weil mich mein eigenes so sehr genervt hat, dass ich es nicht mehr aushielt. Das Schlimme ist: Es ist nicht mal ganz kaputt. Im Grunde funktioniert es noch ganz gut, aber zwischendurch hakt es bei alltäglichen Dingen. Das ist meistens gut zu verkraften. Aber mit dem Wissen, dass vor mir die wissenschaftliche Arbeit liegt und es im Anschluss ins Examen geht, ich nächstes Jahr eventuell ein Buchprojekt starte und dann auch schon das Referendariat kommt, brauche ich einen PC, auf den ich mich verlassen kann. Deshalb habe ich einen neuen Laptop gekauft. Der wird vermutlich morgen geliefert und ich hoffe, wir werden gute Freunde und Lernpartner. Meinen alten Laptop kauft mir zum Glück mein Papa ab, in der Hoffnung, an ihm noch herumbasteln zu können. Das ist für mich eine riesige Hilfe, an jemand anderen hätte ich ihn nicht guten Gewissens verkaufen können (oder zumindest für nicht viel mehr als den symbolischen Euro). So konnte ich ein bisschen mehr Geld für den Neuen ausgeben und mir etwas Ordentliches kaufen. Ob sich damit auch die wissenschaftliche Arbeit und alles andere wie von selbst schreiben lässt, verrate ich euch demnächst.
Auch in meinem Nebenjob wurde auf diese intensive Uni-Phase sehr viel Rücksicht genommen: Meine Chefin ist meinem Wunsch nachgekommen, mich so wenig wie möglich einzuplanen, weshalb ich derzeit nur einmal die Woche arbeite. Dazu kommen vier wöchentliche Veranstaltungen und ein Kompaktseminar – die restliche Zeit kann ich ausschließlich dem Schreiben widmen. Allerdings habe ich noch nicht einmal mit der Literatursuche angefangen … Aber die Zeit läuft offiziell erst ab dem 15. Oktober. Aktuell genieße ich die Herbsttage und freue mich, dass ich die restlichen Aufgaben alle so gut erledigt habe.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Oct 10, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Oct 10, 2017

Die Lehrer von morgen

Semesterticket auf der Kippe

Koalitionsverhandlungen im Bundestag? Was für eine Lappalie! Das Studierendenparlament tagte nun zu einer viel gravierenderen Angelegenheit: dem Semesterticket.
Seit fünf Jahren genieße ich die Vorzüge des Semestertickets: In ganz Nordrhein-Westfalen nutze ich den öffentlichen Personennahverkehr, nach 9 Uhr und am Wochenende darf ich auch mein Fahrrad in Bus und Bahn mitnehmen und nach 19 Uhr und am Wochenende eine weitere Person. In Bonn brauche ich das Ticket eher weniger, denn mit dem Fahrrad bin ich schneller. Aber spontan nach Köln oder in sonstige relevante Städte fahren zu können, ist schon ganz nett.
Dieses Ticket stand jetzt auf der Kippe. Der hiesige Verkehrsverbund Rhein-Sieg (kurz: VRS) hatte angekündigt, im neuen Vertrag nicht nur die übliche Preiserhöhung (dieses Mal ging es um 1,70 Euro Mehrkosten pro Semester) umzusetzen, sondern auch die Fahrradmitnahme einzuschränken. Das gefiel dem AStA – dem Allgemeinen Studierendenausschuss – nicht und es wurde angedroht, den Vertrag nicht zu unterschreiben. Das hätte bedeutet, dass es im nächsten Semester kein Semesterticket gegeben hätte, was den meisten Studierenden natürlich bitter aufstieß.
Auf der Studierenden-App Jodel ging es tagelang nur um dieses Thema. Neben ernsthaften Diskussionen wurde es auch durch den Kakao gezogen mit Beiträgen wie „Eilmeldung: AStA will Gepäckträger der Fahrradkuriere ab jetzt für den öffentlichen Nahverkehr einsetzen“ oder „Eilmeldung: AStA will eigenes Busunternehmen gründen, um VRS weiter unter Druck zu setzen“.
Abends kam dann die Entwarnung: Der Vertrag ist unterzeichnet, ab nächstem Semester darf das Fahrrad allerdings nur noch abends und am Wochenende kostenlos in der Bahn mitfahren.
Ich habe durch den Vorfall mal darüber nachgedacht, was es für mich bedeuten würde, kein Semesterticket zu haben. Ich kam zu dem Schluss, das wäre gar nicht so schlimm: In Bonn möchte ich nur dann nicht auf den Bus verzichten, wenn ich nach Hause oder zum Blutspenden ins Uniklinikum auf den Venusberg hochfahre. Denn das würde mich ohne Ticket 22 Euro kosten, bei durchschnittlich einem Heimatbesuch pro Monat und zweimal Blutspenden pro Semester etwa genau so viel wie die 140 Euro, die das Semesterticket kostet. Trotzdem bin ich froh, dass der AStA an der Stelle klein beigegeben hat. Das NRW-Ticket bringt einem schon eine ganze Menge Freiheit!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 9, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 9, 2017