interaktiv

Die Lehrer von morgen

Forschungsprojekt zum Thema Mobbing - 2

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

06.12.2017

Mit 30 Schülern haben wir für unser Forschungsprojekt zuerst einen allgemeinen Sprachtest durchgeführt, dann einen, der explizit die rezeptiven Fähigkeiten testen sollte. Zum Schluss füllten sie einen Fragebogen zum Thema Mobbing aus. Dieser wurde auch vom Klassenlehrer beantwortet, sodass wir die Selbst- und Fremdeinschätzung berücksichtigen können.
Die Anzahl von 30 Kindern war dabei relativ knapp für unsere Erhebung, denn unsere Professorin wollte von uns beiden WA-Schreiberinnen, dass wir je die Ergebnisse von 15 Kindern für die entstehende Excel-Tabelle beitragen. Das Problem: Von diesen 30 können wir nur diejenigen werten, die in dem ersten Sprachtest „schlecht genug“ abgeschnitten haben, denn sonst wäre das Kriterium der Sprachspezifischen Sprachstörung (SSES) nicht gegeben. Komplett ausgewertet haben wir die Tests noch nicht, bisher steht aber schon ein Kind fest, dass wir nicht berücksichtigen können. Ich hoffe sehr, dass wir maximal noch ein weiteres Kind herausnehmen müssen. Dann hätte jeder von uns 14 Kinder zur Tabelle beigetragen und unsere Professorin würde hoffentlich ein Auge zudrücken.
Ansonsten war das Testen ganz schön aufwendig und anstrengend. Ich habe gefühlt fünf Tage hintereinander nur das Gleiche geredet. Außerdem war es eine komische Situation, da wir von den Kindern ganz eigennützig ihre Mitarbeit eingefordert haben und ihnen überhaupt keinen Sinn hinter dem Ganzen versprechen konnten. Viele haben gefragt, warum wir das machen, und ich habe immer nur gesagt, dass wir das eben für unsere Forschung brauchen und es uns ganz arg hilft, wenn sie gut mitmachen. Damit haben sich zum Glück alle zufrieden gegeben, aber leid taten sie mir trotzdem. Denn die Tests dauerten teilweise bis zu 30 Minuten in der Eins-zu-eins-Situation mit einer fremden Person, also mir oder meiner Freundin – das war auch für sie sehr anstrengend. Ich bin froh, dass diese Phase nun vorbei ist und es nur noch ans Auswerten, Interpretieren, Literatur lesen und Runterschreiben geht. Das wird noch ein sehr langer Weg, aber ich habe das Gefühl, einen sehr großen Teil schon erledigt zu haben. Und es war trotzdem schön, mal wieder in der Schule gewesen zu sein. Die Arbeit mit den Kindern macht mir unglaublich Spaß und ich freue mich schon sehr auf mein Referendariat, auch wenn das bestimmt ganz anders anstrengend wird.

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