interaktiv

Die Lehrer von morgen

Turbulenzen

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

18.10.2018

Vergangene Woche lief einiges schief: Schon der Start in die Woche begann holprig. Ich wollte Sonntagabend mit dem Zug nach Nürnberg fahren. Nachdem meine S-Bahn ausfiel, hoffte ich auf die nächste. Doch diese verspätete sich erst um zehn Minuten, dann um eine Stunde und fiel schließlich ganz aus. Die S-Bahn danach ebenso, denn ein Unwetter brachte den Zugverkehr zum Erliegen. Ich hockte also am Bahnhof und war ratlos, wie ich nach Nürnberg kommen sollte. Montagmorgen sollte ich zwei Stunden Mathematik und zwei Stunden Kunst halten. Also beschloss ich, wieder nach Hause zu gehen und früh mit dem ersten Zug um 5.14 Uhr zu fahren.
Unglücklicherweise fuhren die Züge auch am nächsten Tag noch nicht vom gewünschten Bahnhof ab. Ein Baum war auf die Gleise gestürzt und noch nicht beseitigt worden. Also musste mich meine Mutter bis nach Ansbach fahren. Erleichtert stieg ich dort in den Zug ein und ließ mich in den Sitz fallen. Etwas verschlafen hielt ich meine Schulstunden ab und gönnte mir nachmittags ein kleines Schläfchen.
Doch meine Pechsträhne hielt an: Als ich mit meinem Fahrrad wenige Tage später wegfahren wollte, stand dieses nicht mehr im Fahrradständer. Ich hastete wild umher und guckte um die Ecke. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich es dort stehen sah. Das Fahrradschloss lag geknackt auf dem Sattel. Bis heute ist es mir unerklärlich, weswegen es verschont geblieben ist. Vielleicht wirkte ja meine riesige Melonenklingel sympathisch auf den Dieb. Nun gehe ich immer auf Nummer sicher und stelle es im Hinterhof ab. Die Treppen, die ich mit dem Fahrrad nach oben und wieder nach unten nehmen muss, nehme ich gerne in Kauf.
Da ja bekanntlich aller guten Dinge drei sind, verlief auch meine Heimfahrt am Ende der Woche nicht reibungslos: Mein Zug hatte 30 Minuten Verspätung. Aber das war halb so wild, denn ich ließ mir in meiner Wartezeit die Sonne ins Gesicht scheinen. Man muss einfach das Beste draus machen.

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