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Schülerleben live

Hipp hipp hurra, Italia!

Autor:
Nele

Rubrik:
orientieren

09.04.2013

Nagut, ich gebe es ja zu: der Titel ist vielleicht ein wenig kitschig. Aber er passt zu meiner Stimmung. Geplant war das alles ursprünglich nicht. Wobei man bei mir sowieso nie vom Planen reden sollte, ich bin eher eine Chaotin. Aber ich erzähle es euch am besten von Anfang an.

Also, nachdem ich mir darüber klar war, dass ich mir eigentlich nicht darüber klar bin, wie es jetzt weitergehen soll, hatte ich beschlossen, mir mindestens ein halbes, wenn nicht sogar ein ganzes Jahr Auszeit zu gönnen. Aber: Was will ich machen? Wo will ich hin? Wie kann ich Kosten minimieren? Suche ich mir eine Agentur oder übernehme ich alles in Eigenregie?

Die Idee mit der Agentur habe ich schnell wieder verworfen, dafür bin ich schlicht und ergreifend zu sprunghaft. Stellt euch meine Gedankengänge ungefähr so vor: Heute will ich nach China, morgen nach Mexiko und übermorgen doch lieber nach Österreich. Außerdem habe ich von vielen, die bereits ein Auslandsjahr hinter sich haben, gehört, eine Agentur sei unnötig. Nachdem das geklärt war, ging es an die Länderauswahl. Eigentlich wäre ich gerne für zwei bis drei Monate nach Ungarn oder Norwegen geflogen, daraus wurde (wie ihr bei dem Titel vielleicht schon erraten habt) nichts. Und das hängt mit der Kostenminimierung zusammen. Es gibt diverse Websites, wo man sich registrieren und Gastfamilien im gewünschten Land suchen kann. Dort arbeitet man ein paar Stunden am Tag gegen Kost und Logis. So weit so gut. Also habe ich angefangen, Gastfamilien aus Norwegen und Ungarn anzuschreiben. Allerdings habe ich bis jetzt keine Antworten erhalten. Deshalb musste ich umdenken und meine Ansprüche bezüglich der Länderauswahl über Bord werfen. Das einzige Suchkriterium war jetzt ein Land in Europa. Und dann ging die Schreiberei von vorne los: Wer kann/will mich wie lange aufnehmen?

Gelandet bin ich am Ende bei einem Konvent mit einem tausend Jahre alten Garten, in dem ich mithelfen darf. Auch gut, fliege ich eben nicht nach Norwegen oder Ungarn, sondern nach Sardinien. Inzwischen freue ich mich richtig darauf. Ich habe zwar keine Ahnung was auf mich zukommt, aber genau das wollte ich: Abenteuer und Freiheit!

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