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Studieren im Ausland

Man muss es positiv sehen

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

15.11.2013

Als sie die Tür aufmachten, erkannte ich die Wohnung von Fotos, die mir Thais geschickt hatte. Nur hatten sie die letzten Mieter (auch Austauschstudenten) in einem schrecklichen Zustand hinterlassen. Es war eine zwei Zimmer-Wohnung, in der jeweils ein Doppelbett, ein Schrank, ein Schreibtisch und ein Stuhl standen. Dazu kam eine große Küche, bereits voll ausgestattet, die gleichzeitig auch Aufenthaltsraum war. Sie war wirklich schön, nur leider unglaublich schmutzig. Doch nachdem ich für die nächsten zwei Tage eh noch nichts vor hatte – ich kannte ja noch niemanden und die Uni würde erst in einer Woche beginnen – beschloss ich, meine ersten Tage in Brasilien putzend zu verbringen.

Mit lauter Musik, viel Energie und guten Mutes schrubbte ich stundenlang die Wände, den Boden, das Klo und die Kacheln, bis unter der braunen Schicht langsam der weiße Originalton zum Vorschein kam. Zuerst war ich ein bisschen traurig, da ich mir meine Ankunft während des Karnevals in Brasilien etwas anders vorgestellt hatte. Doch versuchte ich es positiv zu sehen. Die letzten Tage in Deutschland waren so stressig gewesen. So hatte ich zumindest jetzt ein bisschen Zeit nur für mich, um nachzudenken, zu lesen, Musik zu hören – und zu putzen.

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