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Studieren im Ausland

WG

Die ganze Woche über war ich total hibbelig und konnte mich gar nicht richtig konzentrieren, weil ich so aufgeregt war und mich am liebsten sofort mit Rafael getroffen hätte. Ich hoffte so, dass ich bei ihm einziehen könnte.

Am Samstagmorgen kam mein bester Freund Rapha schon relativ früh zu mir. Wir wollten zunächst zusammen frühstücken. Gegen elf würde dann Rafael vorbeikommen und mit uns zum Strand fahren. Wir hatten gerade den Tisch abgeräumt, als es klingelte. Ein strahlender Rafael stand vor der Tür. Während der Autofahrt erzählte er mir, was ihn nach Fortaleza verschlagen hatte. Ursprünglich kam er nämlich aus São Paulo. Allerdings war er bereits als kleines Kind nach Florianópolis gezogen. Dort war er zur Schule gegangen, hatte an der Bundesuniversität BWL studiert und nach dem Studium einige Jahre in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet. Seit zwei Jahren war er nun bei einer Firma angestellt, die Lasermaschinen verkaufte und hauptsächlich Kunden im Süden und Südosten Brasiliens hatte. Da das Geschäft gut lief, hatte seine Chefin vor einigen Monaten auch einige Vertreter in den Nordosten geschickt, um Kunden in dieser Region des Landes anzuwerben. Er wohnte allein und hatte wenig Kontakt zu anderen Menschen. Und was soll ich sagen? Wir verstanden uns prima und er sagte mir zu.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Apr 13, 2015

Studieren im Ausland

Wer ist euer bester Ratgeber?

Habt ihr schon mal eines dieser „So wirst du über Nacht zum Millionär“-Videos gesehen? Nein? Für ein paar Dollar, so das Versprechen, erfährt man dabei, was man in seinem Leben ändern muss, um erfolgreich zu werden. Ich bin glücklicherweise nicht darauf hereingefallen, aber das Video brachte mich zum Nachdenke: Ich dachte darüber nach, ob ich Mentoren in meinem Leben hatte?

Zuerst sind da natürlich meine Eltern und Großeltern. Dann Lehrer oder Trainer im Sportverein. Ich kann mich aber an niemanden erinnern, der sagte: „Manu, das ist deine Bestimmung. Ich weiß genau, was du mit deinem Leben anfangen solltest und wie du Erfolg haben wirst!“ Gut, da war der Handleser in Indien, der mir versprach, dass ich viel reisen und eine glückliche Familie haben werde. Aber das zählt natürlich nicht. Man muss sich wahrscheinlich eingestehen, dass die Idee eines Mentors, der einem alle Entscheidungen abnimmt, eine Illusion ist und wir leider selbst überlegen und abwägen müssen, was wir mit unserem Leben anfangen wollen. Ich weiß es aber sehr zu schätzen, was Freunde zu mir sagen. Sie sind meine Mentoren. Diejenigen, die einem wirklich nahestehen, sollten am ehrlichsten sein: „Könntet ihr euch vorstellen, dass ich Banker werde?“, könnte ich in die Runde schmeißen und würde wahrscheinlich nur Gelächter ernten, weil mich keiner ernst nehmen würde. Der Spott würde fragenden Gesichtern weichen, und ich müsste erklären, wieso ich denn jetzt auf diese Idee gekommen bin. Und selbst wenn ich Feuer und Flamme dafür wäre, hat ein Kumpel aus Gymnasialzeiten die Fähigkeit, mich aus dem Höhenflug wieder auf den Boden der Tatsachen zu befördern. Und seine Meinung hat bei mir schon sehr viel Wert. Er würde mir vermutlich raten, es mit Consulting zu probieren und ich würde ernsthaft darüber nachdenken.

Und dann ist da Jack, die so ganz anders argumentiert: „Hör auf zu lernen! Lernen ist wichtig, aber in unserer Gesellschaft meiner Meinung nach mittlerweile ein Fetisch. Wenn du die Welt verändern willst, musst du Dinge anpacken und einfach machen. Du hast die Bildung, den Willen und die Begeisterung, also tu es einfach. Folge nicht der Illusion, du könntest das System von innen heraus verändern!“ Sie selbst lebt in Bali und leitet ein Sozial-Unternehmen mit Hauptsitz in Edinburgh. Wem soll ich nun glauben, wenn meine eigene innere Stimme auch nur Verwirrung stiftet? Ich werde wohl mal eine Termin mit dem Karriereberater der Uni vereinbaren ...

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Apr 9, 2015

Studieren im Ausland

Perfekt für mich

Ich hatte eigentlich schon fast die Hoffnung aufgegeben, eine brasilianische Wohngemeinschaft zu finden, als mich mein bester Freund Rapha eines Nachmittags ganz aufgeregt anrief: Er hatte doch tatsächlich eine WG für mich aufgetan. Ein Bekannter von ihm wohnte alleine in einer Zwei-Zimmer-Wohnung und suchte nach einem Mitbewohner. Da er erst seit ein paar Monaten in Fortaleza war und noch nicht viele Freundschaften geschlossen hatte, freue er sich über jemanden, mit dem er auch mal was kochen und abends weggehen könnte, meinte Rapha.

Ich konnte mein Glück kaum fassen! Rapha diktierte mir die Nummer seines Freundes und erklärte mir, dass ich ihn jederzeit anrufen könnte, da er von zu Hause aus arbeitete. Ich wollte schon fast auflegen, als mir noch etwas einfiel: „Wie heißt denn eigentlich dein Bekannter?“ Er heißt auch Rafael, so wie mein bester Freund. Nur schreibt man ihn mit ‚f’ und nicht mit ‚ph’.

Als ich Rafaels Nummer wählte, war ich ganz aufgeregt. Ich hoffte so, dass wir uns gut verstehen würden. Außerdem hoffte ich, dass er deutlich sprechen würde, denn wenn die Leute nuscheln oder zu schnell sprechen, verstehe ich auf Portugiesisch immer noch nicht alles am Telefon. Es stellte sich aber schnell heraus, dass ich mir ganz umsonst Sorgen gemacht hatte. Wir telefonierten fast zwanzig Minuten miteinander und verabredeten uns schließlich fürs Wochenende. Rafael hatte ein Auto und schlug vor, zuerst zusammen mit meinem Rapha zum Strand zu gehen und anschließend zu ihm nach Hause zu fahren, sodass ich auch gleich seine (und vielleicht bald meine zukünftige) Wohnung kennenlernten konnte.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Apr 8, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Apr 8, 2015