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Studieren im Ausland

Es riecht nach Abschied

Noch eine Woche bis zur Abschlussfeier. Das Thema Abschied begleitet mich überall. Schon vor Wochen kamen die ersten E-Mails mit Dingen, die wir für das Ende des Studienjahres berücksichtigen müssen, mit Informationen, letzten Umfragen zu den Kursen und dem Studienjahr. Einladungen zu Abschlusspartys häuften sich.
Insbesondere von der Verwaltung bekommt man klar vermittelt, dass unser Abschied keine Lücken hinterlassen wird: Auszug ist am Montag in einer Woche; spätestens um 10 Uhr morgens muss ich mein Zimmer geräumt haben – keine Zeit zum Ausschlafen, für ein Frühstück mit Freunden oder um ein letztes Mal sentimental durch Zimmer und Wohnheim zu schlendern. Auch die anderen E-Mails mit den Informationen, was wir noch alles erledigen müssen, sind nüchtern gehalten. Kein warmes Wort des Abschieds; kein Verständnis dafür, dass einigen diese Zeit des Abschieds vielleicht schwerfällt. Wobei, einigen fällt es anscheinend überhaupt nicht schwer, sie sind teilweise schon abgereist.
Wenn man Erzählungen vom College vor 30 Jahren mit unserer Situation heute vergleicht, habe ich schon etwas Wehmut à la „die guten alten Zeiten“: Damals waren es 80 Studierende, der Rektor saß inmitten seiner Schüler beim Abendessen und hat fleißig mitdiskutiert. Insgesamt schien in dieser kleineren Gruppe ein viel größerer Zusammenhalt und Austausch zu herrschen. Das ist zwar nicht völlig verloren gegangen, aber ich habe das Gefühl, dass auch das Europakolleg unter Rationalisierung und den Zwängen des Kapitalismus gelitten hat. Es wirkt auf mich manchmal wie ein Durchschleusen von Studierenden zu kommerziellen Zwecken. Wie viele sind tatsächlich noch aus idealistischen Gründen hier und wie viele nur, um Karriere bei der EU zu machen? Zwar kann man sich mit vielen gut unterhalten, aber nur über gesellschaftliche, politische Themen. Philosophische, moralische oder persönliche Unterhaltungen hatte ich weniger als erhofft.
Klar, es liegt immer an jedem Jahrgang, etwas aus der Zeit am College zu machen. Aber durch die steigende Zahl an Studierenden und der Sachlichkeit der Verwaltung glaube ich, dass einiges an Atmosphäre und Potenzial des Colleges im Laufe der Jahre abhandengekommen ist.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 6, 2018

Studieren im Ausland

Mein Reiseführer ist da!

Welch ein Gefühl! Nach zwei Jahren des Schreibens, Recherchierens und Fotografierens ist mein Prag-Reiseführer erschienen.
Das Projekt begann – wie alles – klein: „Hast du ein paar Tipps für Prag?“, wurde ich immer wieder von Freunden gefragt, mehr und mehr aber auch von Leuten, die ich nur über drei Ecken kannte. Weil ich stets Dasselbe erzählte, begann ich, meine Tipps für die Goldene Stadt aufzuschreiben. Dabei legte ich schon früh Wert auf meine persönlichen Highlights abseits der ausgetretenen Touristenpfade.
Diese Sammlung wuchs und wuchs. Irgendwann meinte jemand zu mir, dass ich sie doch auch veröffentlichen könnte. Überzeugt von der Idee machte ich mich auf die Suche nach einem Verlag und fand schließlich einen passenden Partner. Ich recherchierte parallel weiter für meine Prag-Tipps, fügte mehr Orte, mehr Informationen hinzu. Während meiner Aufenthalte in Prag zog ich mit der Kamera durch die Straßen, um Bilder für das Buch einzufangen.
Und nun? Ist er da, mein Reiseführer. „Prag: Am Puls der Stadt“ heißt das gute Stück, das über Amazon und auf Nachfrage im Buchhandel verfügbar ist. Es ist ein Reiseführer, der anders ist, als die anderen über Prag – das hoffe ich zumindest. Er richtet sich an ein junges Publikum, das sich nur bedingt für die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt interessiert, sondern sich vielmehr ganz auf den Ort einlassen und nah an die Einheimischen heran kommen möchte. Vielmehr als die klassischen Orte im Prager Stadtzentrum stehen also alternative Kneipen, Cafés, Theater, Aussichtspunkte oder ungewöhnliche, aber sehenswerte Orte wie Friedhöfe oder die größte Plattenbausiedlung der Stadt im Fokus. Darüber hinaus gibt es einen Sprachführer, Tipps zum Weiterreisen in Böhmen, Mähren und Schlesien sowie wissenswerte Infos zu Tschechien und Prag.
Ich bin gespannt, wie mein Buch ankommt und hoffe, dass es vielen Reisenden eine Hilfe bei ihrem Besuch in Prag sein wird.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 3, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 3, 2018

Studieren im Ausland

Nicht persönlich nehmen

Das Ende des Colleges rückt mit riesigen Schritten näher. Und meine Kommilitonen und ich sprechen viel darüber, wie wir das Jahr fanden. Die Meinungen umfassen ein breites Spektrum: Manche können es kaum erwarten, dass das Jahr zu Ende geht, andere wollen sich das Leben nach dem College gar nicht vorstellen: Ich bin irgendwo zwischendrin.
Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, sind die Menschen. Mit allen kann man über gesellschaftliche oder politische Themen reden; die meisten sind sehr gut informiert, haben eine eigene Meinung und können einem die Lage in ihrem Land näherbringen. Und bei 50 Nationalitäten, die hier vertreten sind, deckt das wirklich viel ab! Die Themen reichen dann von den Gründen des Ramadan, den Abspaltungsversuchen in Spanien bis hin zu der Teilnahme an „Albanian Idol“. Erst heute Morgen saß ich mit ein paar Italienern beim Frühstück und habe über die schwierige Regierungsbildung in Italien gesprochen.
Nach einem Jahr hier fühle ich mich definitiv europäischer, und ich fand es sehr interessant und wichtig, mich tagtäglich mit der EU auseinanderzusetzen – einer Organisation, die einmalig ist und so viele Auswirkungen auf unser Leben hat.

Autor: Luisa  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 28, 2018
Autor: Luisa
Rubrik: orientieren
Jun 28, 2018