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Auszeit vom Studium

Vielfalt auf kleinstem Raum

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

23.11.2017

Das Wort „kompakt“ beschreibt das Areal von Shanti in Kathmandu sehr gut. Zwischen Kindergarten, Krankenhaus, Schmiede, Schreinerei, Weberei und Wohnbereich liegen nur wenige Meter. Allerdings: Es arbeiten unzählige Menschen in diesem kleinen Gebiet. Es ist unglaublich, zu sehen, wie alles Hand in Hand geht. Da sind einerseits die einzelnen Klassenzimmer der Schule. Ein älterer Herr bringt nach und nach Brickets, die zum Kochen verwendet werden. In der Malerei arbeiten leprakranke Menschen an Wandtüchern, die wunderschön verziert sind. Sie verschönern Postkarten, Kartons und Möbelstücke mit detailreichen Zeichnungen. Außerdem fertigen sie Mappen aus kleinen Streifen Zeitungs- und Buchpapier. Gegenüber der Malerei arbeitet ein Silberschmied an individuellen Schmuckstücken.

Das Herzstück Shantis ist die Klinik, die vor einigen Jahren erbaut wurde. Hier werden nicht nur Kranke behandelt, sondern sie bietet auch Wohnraum und Betreuung für beeinträchtigte Menschen, die es in der nepalesischen Gesellschaft nicht leicht haben, oder sogar verstoßen werden. Auf insgesamt drei Etagen werden sehr viele Menschen von einigen Pflegerinnen und Pflegern und einem Arzt betreut. Die Versorgungslage mit medizinischen Mitteln ist in Nepal eine viel schwierigere als in Deutschland. Ebenso auch ist die Ausbildung in Pflege und Medizin eine andere.

Die Freiwilligen befinden sich irgendwo zwischen diesen Schauplätzen. Somit sind wir ständig mittendrin, werden von allen begrüßt und erkannt. Ein paar Wortwechsel hier, ein Lächeln dort. Wir können uns überall und nirgendwo einbringen, ganz, wonach uns ist, war die Ansage zu Anfang. Es sind einige Dinge zu tun, die aber selbstbestimmt in die Hand genommen und gemacht werden müssen, was zumeist nicht ganz einfach ist. Oft sind wir bei den beeinträchtigten Kindern und spielen oder lernen mit ihnen.

Die Welt von Shanti ist für mich eine ganz besondere. Und nun bin ich ein Teil davon.

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