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Streik

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

11.04.2008

Die ersten zwei Wochen lief alles rund - na ja, fast alles. Ich fuhr jeden Morgen mit dem Bus zum Bundestag und am Abend wieder zurück. Aber dann fingen die Berliner Verkehrsbetriebe an zu streiken und wir suchten eine Lösung.

Mitfahrgelegenheit? Wäre eine Möglichkeit gewesen, aber sie fiel uns zu spät ein. Zudem war es hauptsächlich die Verwaltung, die online auf dem Schwarzen Brett des Bundestages so etwas anbot; die Mitarbeiter dort begannen ihren Tag regelmäßig 2 bis 3 Stunden früher als ich.

Ein anderer, flüchtiger Gedanke war, dass MdB Jörg Rohde mit seinem Fahrdienst einen Umweg fuhr und mich mitnahm. Was ihn eine Dreiviertelstunde gekostet hätte und auch nicht immer möglich gewesen wäre. Zum Beispiel nicht, wenn er mit dem Flugzeug aus Nürnberg kam und von dort direkt zu einem Termin musste.

Dritte Idee: Ich fahre mit dem Taxi. Aber es stellte sich bald heraus, dass auch das ausgeschlossen war. Denn entweder waren die Leitungen andauernd besetzt oder es war kein freies Taxi mehr zu haben. Kein Wunder, wenn Busse, U- und Straßenbahnen streiken! Ich hatte weder ein Auto oder Fahrrad, noch wäre es mir möglich gewesen, die Strecke zum Büro zu Fuß zurückzulegen. Dagegen sprach neben meiner Blindheit die große Entfernung.

Ich brauchte also noch eine vierte Möglichkeit. Und wie sah die wohl aus? Das Büro meinte, ich könnte auch einmal zu Hause bleiben. Aber das wollte ich auf keinen Fall, schließlich hatte ich ohnehin nur zwanzig von diesen aufregenden Tagen. Nur, was dann?

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