interaktiv

Barrierefrei studieren?

Meine Rechte im Deutschen Bundestag Teil 2

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

08.05.2008

Praktikanten im Bundestag werden nicht überfordert. Sie übernehmen häufig kleine Aufgaben wie z.B. die Post zu holen und vorzusortieren. Es ist kaum zu glauben, wie viel Post jeder einzelne Abgeordnete täglich bekommt und wie viel Zeit es schon in Anspruch nimmt, diese auch nur zu überfliegen. Ich konnte das selbstverständlich nicht tun. Ich wurde auch nicht - wie andere - mit Abspülen beauftragt. Vielmehr erledigte ich immer wieder Recherchearbeiten im Internet oder führte ab und zu ein Telefonat.

Auch überprüfte ich Herrn Rohdes Homepage auf Barrierefreiheit, so gut ich das eben konnte, nachdem ich mir dafür ein wenig Vorwissen angeeignet hatte. Diese Arbeit kostete mich viel Zeit und zahlreiche Nerven, da die Website für Blinde eine mittlere Katastrophe ist.

Zudem schrieb ich mehrere Texte, darunter zwei Reden; natürlich keine, die Herr Rohde im Plenum halten sollte. Und doch war es diese Beschäftigung, die mir am meisten Spaß machte und für mich gleichzeitig die größte Herausforderung darstellte. Was sagt man in einer Ansprache über jemanden, der geehrt wird, wenn sich über seine Person kaum Informationen finden lassen und wenn bei der Veranstaltung noch fünf weitere Redner zu Wort kommen? Und wie schafft man es ein Grußwort zu verfassen, solange man zu der Gruppe, für die es geschrieben werden soll, nicht einmal ansatzweise einen Zugang findet?

Erwartet mich im Arbeitsleben nicht genau das? Schon jetzt praktische Erfahrungen zu sammeln, ist also das A und O.

 

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