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Barrierefrei studieren?

Glück im Unglück

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

24.02.2009

Der Weg zu einer bestimmten Teilbibliothek war natürlich nicht der Einzige, den ich im vergangenen Semester gesucht habe. Solche und ähnliche Situationen gehören zu meinem Leben einfach dazu, vor allem zu meinem Uni-Leben. Sie wiederholen sich beispielsweise immer dann, wenn es eine Raumänderung gibt. So ist die Vorlesung „Geschichte der Tondokumente" schon kurze Zeit nach Semesterbeginn umgezogen. Denn der Raum, in dem sie zuerst stattgefunden hatte, war zu klein dafür. Oder anders ausgedrückt: Das Interesse an der Vorlesung war zu groß. Es fanden nicht alle einen Sitzplatz.

Also wurde abgestimmt, ob wir lieber ein anderes Zimmer aufsuchen wollten. Leider konnte die Dozentin nur eines bekommen, das sich in einem Gebäude befindet, welches ich noch nicht kannte. Also stimmte ich dagegen. Ich wusste natürlich, wie egoistisch das war. Und ich wusste auch, dass meine Stimme eine der wenigen, wenn nicht sogar die einzige sein würde, die sich gegen eine Raumänderung aussprach. Denn wer sitzt schon gerne neunzig Minuten lang auf dem Fußboden oder auf dem Fensterbrett?

Und welcher Blinde meldet sich freiwillig dafür, wieder umständlich einen neuen Weg zu lernen?

In Bezug auf diese Vorlesung hatte ich Glück: Ich fand schnell eine Kommilitonin, für die es kein Umweg war, wenn sie mich in der Nähe meiner Wohnung abholte. Den Rest der Strecke bis zu dem neuen Zimmer gingen wir dann gemeinsam. Und nach der Vorlesung begleitete sie mich auch wieder zurück. Aber so viel Glück hat man eben nicht jedes Mal.

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