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Was tun nach dem Abi?

Ankunft in Südafrika

„Wir beginnen in Kürze mit unserem Landeanflug auf Kapstadt. Bitte vergewissern Sie sich, dass Ihr Gepäck sicher verstaut ist und bringen Sie Ihren Sitz sowie Ihren Tisch in eine aufrechte Position. Die Temperatur in Kapstadt beträgt zurzeit 15 Grad."

Für manche nur eine x-beliebige Ansage im Flugzeug. Mich versetzt sie in eine schwer zu definierende Stimmung. Selbstverständlich bin ich nervös. Andererseits jedoch vollkommen ruhig. Ich frage mich, ob ich meine ehemalige Heimat noch erkennen werde.

Der Flughafen hat sich verändert. Seit der Fußballweltmeisterschaft 2010 steht an der Stelle des ehemals provinziell anmutenden kleinen Flughafens ein Betonklotz. Der erste Mentalitäts-Unterschied zwischen Südafrikanern und Deutschen zeigt sich bereits in der Warteschlange am Bezahlautomat für das Parkhaus: Ich unterhalte mich dort völlig selbstverständlich mit einer älteren, nett aussehenden Dame, der ich erkläre, dass ich soeben aus Deutschland angekommen bin. Auf der Autobahn werde ich an Südafrikas Geschichte als britische Kolonie erinnert, denn es herrscht Linksverkehr. Erst als ich das südafrikanische Englisch wieder höre, wird mir klar, wie sehr ich es vermisst habe. Als ich Gefahr laufe, mich zu sicher zu heimelig zu fühlen, mache ich mir klar, dass ich in Afrika bin und nicht in Europa. Das bedeutet, ein paar Sicherheitsregeln einhalten zu müssen: Lass niemanden sehen, dass / wie viel Geld du dabei hast. Trage lieber wenig bis gar keinen Schmuck, wenn du unterwegs bist. Bewege dich nachts nicht alleine und schon gar nicht zu Fuß fort.

Bevor ich irgendjemanden in Panik versetze: Südafrika ist ein wunderschönes Land. Und gewissen Regeln muss man ja auch in Deutschland einhalten – nur eben nicht so penibel wie hier.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 27, 2013
Autor: Nele
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Sep 27, 2013

Was tun nach dem Abi?

Urlaub in den schwarzen Bergen

Nein, wir waren nicht in irgendeinem Märchenland, wir waren in Montenegro, was angeblich seinen Namen den Italienern verdankt, die bei der Entdeckung ihres Nachbarlandes auf der anderen Seite des Meers von den schwarzen Bergen beeindruckt waren.

Wir waren das auch. Die Berge sind nämlich ziemlich hoch und enden erst direkt am Meer. Vielerorts ist nicht mal mehr Platz für einen Strand. Zwischen Berg und Wasser quetscht sich noch eine Küstenstraße von der aus man ins Wasser hüpfen kann, wenn man baden möchte. Zum Trocknen legt man sich dann am besten auf den Bürgersteig, wenn es einen gibt.

Gezeltet haben wir im Garten eines älteren Mannes – umringt von unzähligen Feigenbäumen. Beim Frühstück neben dem Zelt hatten wir sogar Meerblick. Von unserem Standort aus konnten wir hervorragende Tagesausflüge starten. Auf unserem Weg nach Perast haben wir erfahren, was Gastfreundschaft bedeutet. Wir wollten die vier Kilometer zur Fähre eigentlich laufen, haben uns aber spaßeshalber am Trampen versucht. Spaßeshalber, weil wir zu viert waren und man da ja eigentlich nicht so gute Chancen hat. Aber tatsächlich hat das erste Auto gehalten! Der Fahrer war Serbe und hat lange Zeit in Deutschland gelebt. Er hat sich total gefreut, Deutsch reden zu können. Und obwohl es gar nicht auf seinem Weg lag, hat er darauf bestanden, mit uns auf die Fähre zu fahren und uns das Stück auf der anderen Seite, das wir eigentlich mit dem Bus zurücklegen wollten, zu fahren. In Perast angekommen wollten wir uns mit einer Einladung auf einen Kaffee zumindest ein bisschen revanchieren, aber er ließ es nicht zu und bezahlte schließlich für uns.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 24, 2013
Autor: Maja
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Sep 24, 2013

Was tun nach dem Abi?

Ab nach Südafrika

Habt ihr jemals bei einer euch unbekannten Fluggesellschaft gebucht? Bei mir stellt sich dann immer so ein komisches Gefühl in der Magengegend ein, obwohl unbekannt ja nicht generell gleichbedeutend ist mit schlecht. Anders eben. Nach der ganzen Freiwilligenarbeit in Europa habe ich mich entschieden, endlich nach Südafrika zu fliegen. Ägypten war mir dann doch zu gefährlich. In Südafrika werde ich von Bekannten abgeholt und bin ausnahmsweise die ganze Zeit nur privat unterwegs. Ich möchte dort Freunde besuchen, Urlaub machen und eine schöne Zeit verbringen.

Da sich die Gelegenheit kurzfristig ergab, durfte ich bei der Fluglinie nicht allzu wählerisch sein. Ich habe Verbindungen in Betracht gezogen, die ich sonst nie und nimmer buchen würde. Jetzt bin ich statt zwölf, 19 Stunden unterwegs und muss zweimal umsteigen. Aber das Gefühl, von jemandem erwartet zu werden, entschädigt für vieles. Wobei ich so meine Zweifel habe, ob wir uns am Flughafen auch gleich erkennen werden. Hoffentlich laufe ich nicht direkt an ihnen vorbei, das wäre mir ganz schön peinlich.

Ob ich keine Bedenken hatte, so ganz alleine nach Südafrika zu fliegen? Ehrlich gesagt nicht, ich bin es gewohnt, alleine zu fliegen, weil ich das als Kind bereits zweimal getan habe und mich dabei immer gut aufgehoben fühlte. Ein bisschen Angst habe ich vor einem Kulturschock. Ich war schon so lange nicht mehr in Südafrika. Hat sich dort viel verändert? Wie sehen meine Freunde jetzt aus? Werden wir uns immer noch so gut verstehen wie früher? Selbstverständlich weiß ich, dass Menschen sich ändern, ich habe mich schließlich auch verändert. Es wird schon werden.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 19, 2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
Sep 19, 2013