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Was tun nach dem Abi?

"... Wannabe-teacher?!"

Jeden Montag und Dienstag gebe ich Nachhilfeunterricht in Englisch, Französisch und Mathe. Als ich gestern bei Nele war, um mit ihr für die bevorstehende Mathearbeit zu lernen, hielt sie mir freudestrahlend ihre Englischarbeit unter die Nase: „Guck mal, Jacqueline, ich hab eine Drei geschrieben!"

Als sich ihre Mutter vor knapp einem Jahr bei mir meldete (ich hatte damals einen Aushang im örtlichen Supermarkt gemacht), zählten vor allem Fünfen zu ihren gängigen Noten. Es gab Einiges nachzuholen: Ich hatte ihr extra spezielle „Lernzettel" angefertigt, auf denen ich alle Zeiten von „past perfect" bis „will-future" samt Bildungen, Regeln, Beispielsätzen und Signalwörtern tabellarisch aufgelistet hatte.

Mit Nele fing alles an. Kurze Zeit später bekam ich einen zweiten Anruf: Mein neuer Nachhilfeschüler hatte sich das Ziel gesetzt (seine Mutter hatte sicherlich auch großen Einfluss darauf), seine Hauptschulabschlussprüfung in Englisch, seinem absoluten Hassfach, mit einer Drei zu bestehen. Auch in diesem Fall wurde ich - was mich sehr freute - in meiner Lehrmethode bestätigt. Und heute Abend kommt Lisa. Sie geht auf die Realschule und ich gebe ihr seit den Sommerferien Nachhilfe in Englisch.

Nachhilfe geben macht mir wirklich ungemein Spaß und die Erfolge, die mir meine Schüler regelmäßig vorzeigen, motivieren mich zudem, meinen Fuß auf die Brücke zum Lehramtstudium zu setzen. Wäre es nicht toll, wenn ich genau das beruflich (erfolgreich) machen könnte, was mir am meisten Spaß macht?

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 22, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 22, 2008

Was tun nach dem Abi?

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Die Abiprüfungen rücken immer näher und wir sind auch schon alle fleißig dabei, sämtliche Dinge von Abizeitung über Abiklamotten bis hin zur Abifahrt zu regeln. Heute wurden die Stichwortlisten eingesammelt, in der jeder Schüler zu jedem Jahrgangsmitglied ein paar Worte schreiben sollte, wie zum Beispiel: „Martina - Sommerfanatikerin, liebt Schokokuchen, redet wie ein Wasserfall". Bis nächsten Freitag haben wir Zeit, Bilder von uns rauszusuchen, die möglichst unser ganzes Leben einmal im Schnelldurchlauf dokumentieren sollen. Aus diesem und noch weiterem Material wird die Abizeitungs-Gruppe schließlich eine bestimmt äußerst amüsante Zeitung kreieren.

Gestern habe ich außerdem - wie jede/r andere aus meinem Jahrgang auch - eine Email bekommen: Wir sollen doch bitte einen kurzen Text zum Thema „Was tun nach dem Abi" verfassen. Das hat mich sofort an diese Blogsparte hier erinnert, für die ich schreibe: Das ist ja genau das, was mich schon seit längerem beschäftigt! Der Eintrag für die Abizeitung soll allerdings eher kurz sein. Das heißt, ich muss meine tausend verschiedenen Zukunftsperspektiven möglichst zu EINER mehr oder weniger klaren Aussage zusammenfassen. Das wird gar nicht so leicht!

Aber wenigstens habe ich im Gegensatz zu anderen etwas, worüber ich schreiben kann, denn in meinem Jahrgang gibt es ziemlich viele, die noch überhaupt keinen blassen Schimmer davon haben, wie es nach dem Abi weitergehen soll. Ich bin schon sehr auf die Einträge gespannt und was sich die „Unwissenden" so alles aus den Fingern saugen werden!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 16, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 16, 2008

Was tun nach dem Abi?

Von Werbung und "Herzileins Erdbeerkuchen"

Wenn ich mittags mit dem Bus von der Schule nach Hause fahre, dann komme ich immer an Unmengen von Werbesäulen vorbei. Sobald ich den Fernseher einschalte, lande ich mitten in einer Werbepause: Sei es, dass eine neue Kaffeesorte auf den Markt gekommen ist oder dass man(n) mit nur einem Internetklick das perfekte Weihnachtsgeschenk für die Liebsten ergattern kann. Kurz gesagt: Die Werbung begleitet uns auf Schritt und Tritt.

Sollte ich mich also nun endgültig dafür entscheiden, beruflich in der Werbebranche Fuß zu fassen, dann würde meine Arbeit praktisch überall zu sehen sein. Ziemlich aufregend. Und vor allem ziemlich interessant: Ich könnte meine Kreativität voll ausleben und mir die verrücktesten Ideen einfallen lassen, um beispielsweise einen einfachen Erdbeerkuchen mittels eines raffinierten Werbeslogans so zu vermarkten, dass alle Welt sämtliche Läden stürmt, um eben diesen Kuchen zu kaufen. So wird aus einem unbekannten Produkt etwa eine unvergessliche Schlemmerreise in Herzform: „Herzileins Erdbeerkuchentraum - weil Genuss der Schlüssel zum Herzen ist..."

Um der Werbekampagne zu einem einschlagenden Erfolg zu verhelfen, müsste ich mir unter anderem folgendes überlegen: Welche Zielgruppen gibt es? Welche Farben und welches Hintergrundmotiv unterstreichen die Botschaft des Slogans?

Eine Menge Fragen, aber nur eine Antwort: Fühl ich mich dem gewachsen? Ja!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 5, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 5, 2008