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Master live

Vom Gleichsein und Anderssein

Vor Kurzem habe ich an einem Workshop zum Thema Diversität teilgenommen. In der Bildungsarbeit mit Freiwilligen, in der ich neben dem Studium tätig bin, steht die gesellschaftliche Vielfalt nämlich oft im Vordergrund.
Zu Beginn des Workshops teilten wir uns in Gruppen auf. Wir bekamen die Aufgabe, uns sowohl Eigenschaften zu überlegen, die jeweils nur auf ein Gruppenmitglied zutreffen als auch Gemeinsamkeiten, die alle teilen, aufzuschreiben. Obwohl die Gruppe wild zusammengewürfelt wurde, war es wesentlich einfacher, Gemeinsamkeiten festzustellen, als individuelle Eigenschaften herauszufinden. So wurde deutlich, dass Menschen oft viel mehr gemeinsam haben, als sich auf den ersten Blick vielleicht vermuten lässt.
Außerdem sprachen wir lange über die persönliche Identität und die damit verbundenen Privilegien. Der eigene Name spielt dabei eine wichtige Rolle – in der Regel sucht man ihn sich nicht selbst aus und trägt ihn ein Leben lang mit sich, zudem ist es oft das erste, das andere Menschen von einem erfahren. Im Gespräch mit der Gruppe habe ich festgestellt, wie viel Glück ich habe, dass ich einen Namen trage, der von den meisten Menschen auf Anhieb richtig verstanden, ausgesprochen und geschrieben wird. Andere, die einen ungewöhnlicheren Namen haben, erzählten von alltäglichen Problemen und willkürlich zugeschrieben Eigenschaften, die sie aufgrund ihres Namens erfahren.
Man sagt, Privilegien sind unsichtbar für diejenigen, die sie innehaben. Das wurde für mich deutlich, als es darum ging, wie unsere Gesellschaft oft abgebildet wird. Schon in Bilderbüchern für Kinder sind fast immer lachende Menschen mit weißer Hautfarbe abgebildet, die sich scheinbar eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen. In den seltensten Fällen zeigen die Illustrationen jedoch Menschen im Rollstuhl, mit Kopftuch oder einer anderen Hautfarbe.
Ich finde, niemand sollte aufgrund bestimmter Merkmale, sei es die Religion, das Geschlecht oder die Herkunft, Nachteile erfahren. Denn wie man es dreht oder wendet, wir sind alle Menschen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2020
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jan 23, 2020

Master live

Disko, Disko

Der Besuch einer befreundeten DJane führte mich unlängst in die Wiener Plattenläden. Anstatt den Prater zu erkunden, die Spitze des Stephansdoms zu besteigen oder Schnitzel zu essen, zog es sie nur in die Welt des Vinyls. Dadurch habe auch ich meine Leidenschaft für die Schallplatte neu entdeckt. Denn anders als bei Streamingdiensten gibt es mit Schallplatten Musik zum Anfassen. Das Auflegen der Platten macht Spaß und die Covergestaltung kommt hier erst zur Geltung. Zudem schaffen das investierte Geld und der betriebene Aufwand eine ganz andere Beziehung zur Musik, als wenn man nur auf einen Download-Button klickt. Statt einer personalisierten „Playlist der Woche“ durchstöbert man im Plattenladen die LPs und kann so neue Musik entdecken, auf die man sonst wohl nie gekommen wäre. Und natürlich ist der Sound um Welten besser.
Die Wiener Plattenläden, die wir erkundeten, hätten wohl kaum unterschiedlicher sein können – von Läden mit ein paar unsortierten Kisten bis hin zu hippe „Record Stores“. Vor allem im 7. Bezirk wird dem Vinyl-Liebhaber so einiges geboten. In einem Laden läuft Jazz, im nächsten Hip-Hop und im dritten wechselt der Verkäufer hinter dem Tresen alle Genres wild durcheinander und unterhält sich mit der Stammkundschaft. Die Kunden sind so vielfältig wie die Cover der Platten.
Und auch ich werde schließlich fündig. Meine bereits bestehende Sammlung konnte ich um einige österreichische, deutsche und tschechische Neuerwerbungen erweitern – wobei ein bisschen Tschechien ja in fast jeder Schallplatte steckt: Der Großteil der heute hergestellten Schallplatten stammt nämlich aus einem Werk in Lodenice bei Prag.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2020

Master live

Durchatmen, durchstarten

Nach ein paar ziemlich stressigen Dezemberwochen kamen mir die drei unifreien Wochen rund um Weihnachten und Neujahr sehr gut gelegen. Die Weihnachtsfeiertage habe ich wie jedes Jahr bei meiner Familie in der Heimat verbracht. Diese Zeit konnte ich nutzen, um einfach mal durchzuatmen, meine Unisachen ein paar Tage liegen zu lassen und mich stattdessen mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht und alte Freunde und Bekannte wieder getroffen. Nach dem ganzen Weihnachts- und Feiertagstrubel bin ich dann zusammen mit sechs Freunden nach Dänemark gefahren. Dort haben wir uns ein kleines Ferienhaus an der Küste gemietet, in dem wir knapp eine Woche wohnten. Wir haben jeden Tag zusammen gekocht, Karten- und Brettspiele gespielt, Spaziergänge bei Wind und Wetter am Strand gemacht und schließlich Silvester gefeiert. Es war schön, eine Woche lang täglich ausschlafen zu können, keine Termine oder Verabredungen zu haben und rund um die Uhr gute Freunde um sich zu haben!
Mittlerweile bin ich wieder zurück in Frankfurt. Die Ferien sind vorbei und der Unialltag geht weiter. Das Semester neigt sich zwar allmählich dem Ende zu, aber die letzten Wochen haben es noch einmal in sich. Auf meiner To-do-Liste stehen so einige Punkte, die so bald wie möglich angepackt und abgehakt werden müssen: Seminartexte lesen und Essays schreiben, ein Thema für die Hausarbeit finden, eine Fragestellung für meinen Forschungsbericht entwickeln und noch einmal sämtliche Stellenportale durchsuchen, um endlich einen neuen Nebenjob zu finden.
Dank der Feiertage und der kleinen Auszeit in Dänemark habe ich viel Energie sammeln können, sodass ich mich für den Semester-Endspurt und die bevorstehende Prüfungsphase gewappnet fühle. Eine kleine Verschnaufpause kann wirklich Wunder bewirken!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2020
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jan 17, 2020