Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Master live

Studieren ohne Papier


In meinem Studium muss ich sehr viel lesen. Für fast jedes meiner Seminare bereite ich wöchentlich teilweise sehr lange Texte vor, sodass schnell einige Seiten zusammen kommen. Einige Semester lang habe ich die Texte immer fleißig ausgedruckt. Ich fand es angenehmer, mit Bleistift und Textmarker Seite für Seite durchzuarbeiten, anstatt die Texte am Computerbildschirm zu lesen. Das hatte allerdings den großen Nachteil, dass ich so sehr viel Papier und Druckertinte verbraucht habe. Viele Texte eines Seminars bauen zudem aufeinander auf, weswegen es sich bewährt hat, immer alle Texte dabei zu haben, um noch mal etwas nachlesen zu können. Das bedeutete wiederum, dass ich das ganze Papier mit mir rumschleppen musste und mein Ordner immer schwerer wurde. Aus diesen Gründen bin ich in diesem Semester auf ein Tablet umgestiegen. Darauf kann ich alle Texte laden, ohne ein einziges Blatt Papier zu benötigen. Mit einer App, die speziell zur Organisation eines Studiums gedacht ist, habe ich zudem Ordner für die verschiedenen Seminare angelegt. Statt in einer ganzen Zettelwirtschaft zu versinken, die sich sonst auf meinem Schreibtisch befunden hat, kann ich nun auf alle Texte direkt zugreifen, ohne den Überblick zu verlieren. Anfangs musste ich mich allerdings daran gewöhnen, die Texte nicht in Papierform vor mir zu haben, sondern auf dem Bildschirm lesen zu müssen. Mit einem passenden Stift für das Tablet kann ich allerdings genauso Randnotizen machen und Textstellen markieren. Zusätzlich habe ich die Möglichkeit, Suchbegriffe einzugeben, was es mir erleichtert, bestimmte Stellen wiederzufinden. Angenehm finde ich es auch, dass mein Tablet sehr handlich ist und überall mit hingenommen werden kann. Dadurch fällt es mir leichter, Texte auch unterwegs zu lesen. Der einzige Nachteil an dem Tablet ist, dass es nicht gerade günstig war. Wenn ich allerdings bedenke, wie viel Geld ich dadurch für Druckerpatronen und Papier spare, ist es schon gar nicht mehr so teuer. Die Anschaffung hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Nov 20, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Nov 20, 2019

Master live

Was sind Medien?

Immer, wenn mich jemand fragt, was ich studiere, weiß ich, dass es nicht bei dieser einen Frage bleiben wird. Dann geht das meist so in der Art weiter: „Und was ist das Europäische an Europäischen Medienwissenschaften?" „Was genau machst du denn da?“ „Also studierst du Journalismus beziehungsweise Kommunikation?“ Mein absoluter Favorit ist jedoch „Du studierst also irgendwas mit Medien!". Nachvollziehen kann ich die Frage und die Reaktionen ja schon. Ich meine, in Berlin oder Potsdam etwas mit Medienschwerpunkt zu studieren ist nicht besonders exotisch. Wenn man sich mit jungen Menschen aus Berlin unterhält, dann arbeiten auffällig viele Menschen als freischaffende Medienmacher. In einer meiner Einführungsveranstaltungen hat ein Professor uns gefragt, was genau Medien sind. Wir müssten es ja schließlich wissen, wenn wir es studieren. Auf einmal war es sehr still und auch die Kommilitonen, die vorher breit über den Autoren XY und jenen oder diesen neuen Essay diskutiert haben, waren plötzlich etwas verloren. Ja, was sind diese Medien eigentlich? Einige fingen zaghaft an. Das Wort Kommunikation fiel oft, Vermittler, alte Medien und digitale Medien. Wir fingen an, Formen von Medien zu beschreiben, aber eine richtige Definition gelang keinem. Genau das hatte unser Professor beabsichtigt. Er sagte schließlich, dass so ziemlich alles Medien sein können. Natürlich kennt man die gängigen Medien wie Fernsehen oder Radio, aber auch ein Tagebuch ist ein Medium. Wir als Personen können Medien sein oder von einem Medium zur Thematik gemacht werden. Es haben sich schon viele Menschen bemüht, eine Definition zu finden, doch etwas Allgemeingültiges gibt es bis heute nicht. Genau das reizt mich aber an diesem. Ich habe die grenzenlose Freiheit, mich nicht auf etwas festnageln zu müssen. Dieses Semester mache ich einen Kurs zum Thema „Smart Farming“. Ich hatte keine konkrete Vorstellung, worum es dabei gehen soll und genau deshalb habe ich ihn gewählt. Vor Ort erfuhr ich dann, dass die Landwirtschaft seit längerer Zeit eine Art digitale Revolution erfährt. Von virtuellen Zäunen, die der Bauer per App steuert oder unkrautvernichtenden Robotern hatte ich zuvor nie gehört. Auch das ist ein Feld der Medienwissenschaft und diese Vielfalt fasziniert mich. Natürlich gibt es dennoch persönliche Präferenzen und meinen Hintergrund aus der Kunstgeschichte will und werde ich nicht loswerden, aber was mir hier geboten wird, ist einmalig. Ja ich studiere irgendetwas mit Medien, nein den völligen Durchblick habe ich noch nicht, aber ich liebe es!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Nov 20, 2019

Master live

Plagen auf zwei Rädern - Teil 2

Warum ich E-Scooter problematisch finde, habe ich schon in meinem letzten Beitrag geschildert. Ich möchte den technischen Fortschritt gar nicht generell verteufeln. Auch E-Mobilität hat ihre Berechtigung. Zum Beispiel in der ländlich geprägten Oberpfalz, in der ich zuletzt drei Monate leben durfte. Dort eröffnen E-Bikes neue Möglichkeiten und ersetzen für viele Menschen bereits das Auto. Aber der E-Roller ist nun wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss. Wer auf einen steigt, sollte sich überlegen, was das für Folgen hat, für ihn und seine Stadt. Ein Mensch, der sich mit Verkehr auskennt, hat mir mal gesagt, dass das beste für eine Stadt nicht ist, Verkehr umzuleiten oder zu elektrifizieren, sondern Verkehr zu verhindern. Der E-Roller kommt dem radikal entgegen.
Ich erinnere mich an den Kampf gegen Segways in Prag, der noch vor ein paar Jahren in Tschechien Schlagzeilen machte. Es wurden Verbotszonen für Segways eingerichtet. Vermieter, die dagegen verstießen, wurden bestraft. Die entsprechenden Schilder prägen noch heute das Stadtbild. Für den Roller gibt es bisher keine Verbotszonen, er hat überall freie Fahrt.
Doch mein Zetern hilft wohl wenig. Der E-Roller wird sich seinen Platz im Stadtbild in den nächsten Jahren erkämpfen. Solange die Politik nicht handelt, wird er von den Menschen genutzt werden. Bis es das nächste, neue, vermeintlich bessere Fortbewegungsmittel geben wird. In Prag hat das Magistrat nun jüngst ein Zeichen gesetzt: Das Memorandum mit dem Rollerunternehmen wurde nicht verlängert, man wolle ein Zeichen setzen. Gegen zu hohe Geschwindigkeiten, den Gehweg versperrende, parkende Roller und Alkohol auf den Gefährten.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 18, 2019
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 18, 2019