interaktiv

Medizin studieren

Chemie: abgehakt

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

15.05.2013

Wie ihr sicherlich noch wisst, stand bei mir bis vor wenigen Stunden die lästige Chemie-Eingangsklausur an (die man bestehen muss, um in das Chemiepraktikum aufgenommen zu werden). Da ein Durchfallen eher unangenehme Konsequenzen zur Folge gehabt hätte, waren wir alle doch sehr darauf aus, die Klausur auf Anhieb zu bestehen. Entsprechend traf ich in den Wochen davor relativ viele Kommilitonen sogar sonntags in der Bibliothek an.

Im Prinzip ist der Stoff nicht sonderlich komplex, es ist vielmehr so, dass die schiere Fülle an Stoff mich ziemlich erschlagen hat. Besonders leid können einem dabei diejenigen tun, die noch nie in ihrem Leben Chemie hatten. Oder diejenigen, die seit Jahren mit der Schule fertig sind und über die Wartezeitquote an einen Studienplatz gekommen sind. Und so verbrachten viele von uns die letzten paar Tage mehr lernend in der Bib als sonst irgendwo. Eigentlich echt traurig, wenn man bedenkt, dass wir alle erst seit fünf Wochen studieren.

Besonders traurig wurde das Ganze dann, als ich die Klausur schließlich in Händen hielt und schnell feststellen mussten, dass ungefähr 60 Prozent der Zeit, in der ich mein soziales Leben hinten angestellt hatte, sinnlos genutzt war. Die Klausur war doch wesentlich einfacher als gedacht, sodass ein Großteil der Kommilitonen weit weniger als die uns zustehende Zeit gebraucht hatte. Aber gut, schließlich lernt man ja nicht für die Schule bzw. die Uni, sondern...

Und spätestens im Physikum in zwei Jahren müssen wir das alles eh wieder können. Doch ob wir uns dann an anorganische Chemie überhaupt noch erinnern können, wage ich zu bezweifeln.

Diesen Artikel teilen