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Medizin studieren

Erstiwoche

Puh, ich habe die Erstiwoche überlebt! Es war ganz schön anstrengend. Vielleicht fragt ihr euch: Was ist eigentlich die Erstiwoche? An den meisten Unis veranstaltet der Studierendenrat oder die Fachschaft sogenannte Orientierungs- oder Einführungswochen. Umgangssprachlich wird das ganze aber meistens Erstiwoche genannt. Aber was passiert da jetzt? Das habe ich mich auch bis vor einer Woche gefragt. Inzwischen habe ich Antworten:

Es geht hauptsächlich darum, sich kennenzulernen, herauszufinden, wo man hinlaufen muss, wenn man in diesem oder jenem Institut eine Veranstaltung hat, und was man sonst noch so alles über die Uni wissen muss.

Bei uns Medizinern gab es noch ein paar Infos über die Fächer, die wir jetzt die ersten beiden Jahre bis zum Physikum haben werden, welche Bücher wir brauchen und was für Prüfungen wann geschrieben werden.

Vormittags galt es also immer, eine Informationsflut zu bewältigen, nachmittags wurde das Programm lockerer. Es gab eine Stadtrallye und eine Radtour. Und abends waren wir auf Kneipentour. Diese Veranstaltungen haben definitiv geholfen, neue Kontakte zu schließen, trafen aber ansonsten überhaupt nicht meinen Geschmack.

Glücklicherweise gibt es da noch die „kritischen Einführungswochen“. Nicht nur, dass man sich hier über kritische Themen unterhält und alternative Einrichtungen besucht, sondern auch, dass so etwas natürlich ganz bestimmte Studenten anzieht.

Beispielsweise sind wir zu einer sogenannten Volksküche gegangen und haben zusammen gekocht und danach einen Film zum Thema des Nahostkonflikts angeschaut. Es gab einige Vorträge und Diskussionsrunden zum Neoliberalismus, zu rechten Strukturen in Leipzig, zum Wirtschaftswachstum, zu Bio-Produkten und so weiter. Aller relativ links, aber sehr spannend.

Nach einer Woche habe ich auf jeden Fall tausend Ideen, was man in dieser Stadt machen könnte und auch einige Punkte, die ich dringend erledigen muss.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Oct 23, 2013
Autor: Maja
Rubrik: studium
Oct 23, 2013

Medizin studieren

Studium?! Da war doch noch was!

Ich habe es das eine oder andere Mal sicherlich nebenbei erwähnt: Das zweite Semester – und wie ich gerade wehmütig feststellen musste, auch alle folgenden Semester – fängt direkt mit einer Prüfung an. Das bedeutet, dass die Semesterferien wohl tatsächlich nur eine sogenannte „vorlesungsfreie Zeit“ sind. Mit den Studieninhalten muss man sich nämlich weiterhin auseinandersetzen, schließlich wartet am Tag des Vorlesungsbeginns ein mündliches Testat zum passiven Bewegungsapparat auf mich. Die ganze Zeit über habe ich das vor mir hergeschoben, den Lernanfang immer weiter nach hinten hinausgezögert und, wenn ich mich dann tatsächlich zum Lernen hingesetzt hatte, Löcher in die Wand gestarrt. So komme ich aus Frankreich zurück und merke: Hoppla, das sind ja auch nur noch zwei Wochen, und dann muss alles sitzen! Also beschränke ich meine Freizeitaktivitäten auf ein Minimum und beschäftigte mich mit diversen Gelenken des menschlichen Körpers. Über die Effizienz kann man dabei streiten, aber das ist ein anderes Thema …

Tatsache ist, dass ich eine Woche später bei dem eigens für angehende Zweitsemester eingerichteten Tutorium endlich sehe, wie viel ich tatsächlich noch zu lernen habe. Aber wie sagt man so schön: „Ohne die letzte Minute würde wohl gar nichts fertig“. Und die letzte Minute rückt unaufhaltsam näher. Die Devise lautet nun: Fünf Tage Intensivlernen.

Wie das Ganze dann endet, werde ich morgen sehen. Meine einzige Hoffnung ist, dass ich kein Einzelfall, vielmehr der Normalfall bin. Irgendwie wird das schon laufen.

Neben dem Testat finden in der kommenden Woche auch alle meine anderen Veranstaltungen statt: Biochemie 1, medizinische Psychologie und der legendäre, heiß ersehnte Präparierkurs. Wie toll das letztlich wirklich wird, wird sich zeigen, schließlich ist es auch nicht jedermanns Sache, Leichen auseinanderzuschneiden.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Oct 17, 2013

Medizin studieren

Glück im Unglück

Seit über einer Woche bin ich mittlerweile wieder in Deutschland. Ich habe den Rückweg alleine mit meinem Bus zurückgelegt. Zunächst kam ich gut voran – ohne Staus, Baustellen oder irgendwas dergleichen. Dass ich wieder in Deutschland angekommen war, merkte ich weniger an dem Grenzschild, sondern vielmehr daran, dass der Verkehr innerhalb eines Kilometers um Welten chaotischer, vor allem jedoch aggressiver wurde. Rollt man in Frankreich einigermaßen entspannt über hunderte von Kilometern konstant vor sich hin, muss man in Deutschland tatsächlich wesentlich wachsamer sein. Dazu fallen mir spontan zwei Zitate ein. Tom Hanks hat über deutsche Autobahnen mal Folgendes gesagt: „No matter how fast you drive, there‘s always someone driving faster!“ Und mein australischer Austauschpartner meinte: „Autofahren in Deutschland sieht aus, als würden sich alle gegenseitig umbringen wollen!“

Und dann – kurz vor meinem Ziel – passierte es. Da fährt man 1.450 Kilometer durch Mitteleuropa, ohne einmal anhalten zu müssen und dann krachen 15 Autos auf der A6 ineinander. Ich stand dann eineinhalb Stunden, es ging keinen Millimeter vorwärts. Zahllose Rettungswägen, Notärzte und Feuerwehrzüge kamen vorbei. Nach 90 Minuten: endlich, Meter für Meter ging es weiter. Alle drei Spuren waren zwar gesperrt, glücklicherweise jedoch gibt es noch den Standstreifen.

Letztlich bin ich einfach nur überglücklich, nicht in den Unfall verwickelt gewesen zu sein! Ich stand knapp dahinter, 100 Meter trennten mich von der Katastrophe, zehn Autos sahen nach Totalschaden aus. Wer weiß, was passiert wäre, wenn die Pause bei McDonalds nur ein paar Minuten kürzer ausgefallen wäre?!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Oct 10, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Oct 10, 2013