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Medizin studieren

Paradise Valley

Nach einer Woche ohne Reisekameraden kamen schließlich zwei Kollegen aus Frankreich sowie zwei Freunde von ihnen nach Marokko. Obwohl das Surfniveau nicht einheitlich war – zwei Anfänger waren mit von der Partie – und wir nur einen Mietwagen hatten, gab es keine Reibereien und jeder von uns kam auf seine Kosten.

Als uns an einem Donnerstag das Meer im Stich ließ, beschlossen wir, uns das Landesinnere etwas genauer anzusehen. Zufällig stießen wir dabei auf eine Schlucht, die als Paradise Valley bekannt ist. Das eigentlich enorm trockene Land wurde, je weiter wir uns ins Landesinnere vorarbeiteten, immer grüner.

Schließlich fanden wir einen Parkplatz und mussten den Weg zu Fuß fortsetzen. Im ausgetrockneten Flussbett fanden wir immer häufiger Pfützen, bis wir schließlich an einem kleinen Bächlein entlang wanderten. Am Ufer wuchsen Palmen und unter den Palmen Bananenstauden. Schließlich verwandelte sich das Tal in eine steinige Schlucht, der man ansah, dass hier früher wohl weit mehr Wasser geflossen sein musste. Ehemalige Wasserfälle hatten das Flussbett tief ausgehöhlt und luden an manchen Stellen, wo der Bach genug Wasser führte, zum Klippenspringen ein. Das komplette Tal schien von Menschen unberührt.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 20, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 20, 2014

Medizin studieren

Touristenabzocke in Jogginhose

Die erste Woche Marokko verging wie im Flug. Kaum angekommen hatte ich mich schon mit dem äußerst angenehmen Klima angefreundet. Es waren tagsüber 25 Grad und nachts kühl und sternenklar. Umso befremdlich war es, die Marokkaner in dicken Daunenjacken herumlaufen zu sehen. Die langarmigen Klamotten liegen zwar teilweise auch an der religiösen Kultur – bekanntermaßen ist der Islam eher wenig freizügig – in diesem Fall haben sie wohl wirklich gefroren. Kein Wunder, immerhin sind sie bis zu 50 Grad im Sommer gewöhnt. Ein weiteres lustiges Merkmal im Kleidungsstil der Marokkaner ist die fast schon obligatorische Jogging- oder Pyjama-Hose. Schätzungsweise 70 Prozent laufen hier mit diesen Dingern rum, die aussehen als seien sie das letzte Mal vor einem Jahr gewaschen worden. Die restlichen 30 Prozent tragen Anzughosen, egal ob Bauarbeiter oder Kiosk-Verkäufer.

Die Amtssprache in Marokko ist Französisch, obwohl nicht alle es wirklich gut beherrschen. Das ist aber gar nicht so schlimm: Ich bin nämlich auch nicht so gut. Letzten Endes ist das aber nicht allzu tragisch, schließlich ist eine ausgestreckte, nach oben geöffnete Hand ein recht internationales Zeichen. Vor allem in den ersten Tagen bin ich ziemlich oft auf die Touristen-Abzocke reingefallen. Egal, wo man hinkommt, man wird von irgendwelchen Leuten angequatscht, die versuchen, einem Teppiche, Nüsse, Schmuck oder Gebäck zu verkaufen. Da diese Händler sehr aufdringlich sein können, habe ich zu Beginn definitiv mehr gekauft als nötig gewesen wäre. Aber im Laufe der Zeit kriegt man den Dreh raus, Leute ohne schlechtes Gewissen einfach zu ignorieren.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 12, 2014

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Semesterende

Das Kopf-Hals-Testat verlief wider Erwarten für meine Gruppe aus dem Präparationskurs hervorragend, nur einer konnte den Anforderungen unseres Prüfers nicht ganz genügen. Damit war Semester zwei von zwölf auch endlich komplett gemeistert und wir konnten uns unseren wohlverdienten Semesterferien zuwenden.

Zunächst einmal hieß es allerdings, das Ende gebührend zu feiern. In einer kleinen Runde ging es daran, Burger zu machen, anschließend besuchten wir die berühmte „ Ex(s)itus-Party“, die von der Mediziner-Fachschaft speziell für die Zweitsemester zum Ende des Präpkurses organisiert wird. Die folgenden Tage verbrachte ich damit, den bevorstehenden Surftrip nach Marokko vorzubereiten. Wie vor einiger Zeit bereits erwähnt, hatte ich beschlossen, vor dem Physikum nochmal auf Reisen zu gehen, ohne dabei irgendwelche Verpflichtungen zu haben. Keine Surfcamps, bei denen ich Anfänger betreuen sollte – diesmal wollte ich mich in die Wellen stürzen.

Ein Blick auf die Internetseite des Auswärtigen Amtes ließ mich allerdings zu Beginn etwas zweifeln, wurde doch in den ersten drei Sätzen vor Terroranschlägen, Entführungen und Geiselnahmen gewarnt.

Aber gut, der Flug gebucht, ein Rückzieher war nicht drin. Außerdem beschränkten sich die Reisewarnungen auch eher auf die Grenzgebiete und da wollte ich ja nicht hin.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 6, 2014