interaktiv

Medizin studieren

Lernalltag

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

05.02.2015

Nach den Weihnachtsferien hatte ich nur noch eine Veranstaltung. Dabei stand ein letztes Testat der Physiologie über Blut, Blutgerinnung, Kreislauf und Leistung an, danach war es geschafft: Ich war scheinfrei. Auch mein Nebenjob im Präparations-Saal neigte sich mit dem Semester dem Ende entgegen. Dem Physikum stand also nichts mehr im Weg.

Nichts sollte mich vom Lernen abhalten, schließlich war ich sowieso schon ein paar Tage hinter meinem Lernplan. Aber mal ehrlich: So ein Tag kann ganz schön lang werden, wenn man die ganze Zeit über Büchern brütet. Jeden Tag nehme ich mir vor, mal um Mitternacht schlafen zu gehen und um acht Uhr morgens ausgeschlafen am Schreibtisch zu sitzen, mache die Rechnung aber leider ohne die Feier nebenan oder andere unkalkulierbare Ablenkungen. Jedenfalls sitze ich dann erst um neun am Tisch und bin alles andere als fit. Die kommenden Stunden ziehen sich folglich noch mehr in die Länge, ich muss manche Sätze zehnmal lesen und komme einfach voran.

Ehe man sich’s versieht, ist es auch schon wieder dunkel, ich muss noch einkaufen und kochen – ein Hoch auf Tiefkühlkost – und irgendwie muss ja auch noch sportlicher Ausgleich her ... Also raus in die Nacht, mit mieser Laune und denkbar schlechter Motivation. Dann mache ich mich an den „Endspurt“, der deprimierenderweise doch noch einmal zwei Stunden dauert. Gegen elf schlage ich alle Bücher zu und bin eher aggressiv denn erleichtert. Viel Schönes habe ich tagsüber nicht getan, aber zum Glück geht das ja auch nur noch zwei Monate lang so weiter …

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