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Medizin studieren

Glück im Unglück

Autor:
Mila

Rubrik:
studium

04.04.2016

Das Bewerbungsverfahren für ein Medizinstudium ist gar nicht so leicht zu durchschauen. Wie ihr vielleicht wisst, bewirbt man sich zentral über die Plattform hochschulstart.de. Die Studienplätze werden dann nach drei Quoten verteilt: 20 Prozent gehen an die besten Abiturienten, 20 Prozent gehen nach Wartezeit und 60 Prozent werden durch hochschulinterne Auswahlverfahren vergeben. Für jede der Quoten gibt man seine drei Wunschuniversitäten an. Zu erwähnen ist dabei, dass die Studienplatzvergabe auch genau in dieser Reihenfolge verläuft. Das bedeutet, wenn man zum Beispiel in der ersten Quote an einer der drei Wunschhochschulen angenommen wird, fliegt man automatisch aus dem weiteren Bewerbungsverfahren – selbst, wenn diese Universität eigentlich nur die zweite oder dritte Wahl war. Genau in diese Situation kam ich schließlich selbst.

Da ich die letzten zwei Jahre vor meiner Bewerbung studiert hatte und somit mein Wartesemesterkonto auf null stand, fiel die zweite Quote bereits im Vorfeld für mich weg. Für die erste Quote hegte ich keine Hoffnung. Schließlich hatte ich mich direkt nach dem Abitur schon einmal für ein Medizinstudium in Köln beworben und damals eine Absage erhalten. Blieb also noch eine Möglichkeit übrig, die Vergabe der Studienplätze nach hochschulinternen Auswahlverfahren. Da ich eigentlich in Köln bleiben wollte, schrieb ich die Universität zu Köln als Wunschuniversität in mein Ranking. Das tat ich auch für die erste Quote. Um sicherzugehen, dass ich am Ende auf jeden Fall einen Studienplatz kriege, entschied ich mich dazu, dort Leipzig als Alternative anzugeben. Die Stadt hatte mir sehr gut gefallen, als ich dort mal eine Freundin besuchte, und wie erwähnt, rechnete ich nicht damit über die „Besten-Regel“ einen Platz zu ergattern.

Entgegen meiner Erwartung geschah dann aber genau das: Ich erhielt einen Brief aus Leipzig, meiner Zweitwahl, die mich beglückwünschte, in diesem Jahr aufgenommen worden zu sein. Somit flog ich automatisch aus dem weiteren Bewerbungsverfahren. Zuerst ärgerte ich mich etwas, da ich lieber in Köln studiert hätte, doch mittlerweile bin ich glücklich darüber, in dieser bezaubernden grünen Stadt leben zu dürfen.

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