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Medizin studieren

Rund ums Blut

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

23.02.2017

Woraus setzt sich unser Blut zusammen? Wie schafft es der menschliche Körper, sich auf veränderte Umgebungsbedingungen einzustellen und leistungsfähig zu sein? Wann ist er übersäuert? Und wie verhindert man, dass Blut zu schnell gerinnt?
All diese Fragen und noch viele weitere sind Thema des zweiten Physiologie-Testates, das in Kürze bevorsteht. Mit der Gewissheit, dass dieses Fach nicht anstrengend ist, sondern einfach nur Spaß macht, gehe ich noch gelassen an diese Prüfung: Zwei Wochen vorher anfangen zu lernen, sollte reichen – oder eine, oder ein paar Tage. Mal sehen.
Interessant sind besonders die Praktika. Unter anderem dürfen wir untereinander Blut abnehmen, um dieses später noch für weitere Versuche zur Bestimmung der Hämatokrit-Werte (das bezeichnet den zellulären Anteil des Blutes) und Gerinnungsdauer zu nutzen. Dafür wählt man bei der Person den favorisierten Arm, tastet und schaut, welche Vene am besten für eine Blutabnahme geeignet ist. Nachdem man am Oberarm einen Stauschlauch angelegt hat, der den Rückfluss des Blutes verhindern soll, damit die Venen auch prall sind, desinfiziert man den Bereich, zückt die Butterfly-Nadel und versucht es einfach mal. Oft klappt es nicht auf Anhieb, sodass eine Kommilitonin am Ende des Tages mit fünf Pflastern auf ihren Armen herumlief. Das Blut gibt wirklich viel Aufschluss darüber, welche Krankheit ein Patient haben könnte. Entzündungswerte lassen sich messen, indem man Leukozyten (weiße Blutkörperchen) ermittelt, aber auch, wie schnell das Blut gerinnt. Gerinnt das Blut zu schnell, kann es bei Betroffenen zur Bildung von Thromben kommen, eine Zusammenlagerung von kleinen Blutteilen, die zu einer lebensgefährlichen Embolie der Lunge führen können. Gerinnt das Blut hingegen zu langsam, heilen Wunden nicht schnell genug. Dies kann dazu führen, dass man kleinere innere Blutungen erleidet.
Beim Thema Leistung überprüfen wir, wie der Körper reagiert, wenn er Belastung ausgesetzt ist, zum Beispiel wie sich Blutdruck und Puls verändern oder wie lange der Körper zur Regeneration braucht.
Begleitend zum Praktikum steht das Seminar an, in dem wir weitere Krankheitsbilder behandeln. So beispielsweise die Veränderungen der Blutgefäße durch eine übermäßige Zufuhr von Salz oder die Auswirkungen auf den Körper, wenn sein Säure-Base-Haushalt durcheinandergerät.

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