zum Inhalt

Kopfbereich

interaktiv

Hauptbereich

Medizin studieren

Ich lerne es wohl nie

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

21.09.2017

Es ist extrem unbefriedigend, sich zu viel vorgenommen zu haben. Einerseits für einen selbst, denn man wollte ja so viel mehr schaffen und steht am Ende mit vielleicht der Hälfte da. Andererseits für beteiligte Personen, die man im Eifer des Gefechts auf die eine oder andere Dummheit scharf gemacht hat, dann aber doch im Regen stehen lassen muss. Und das Schlimmste: die Flexibilität bleibt auf der Strecke. Ich haste dem, was ich mir vorgenommen habe, panisch hinterher, in der Bemühung „Schaden zu begrenzen“ und brenne dabei irgendwie aus.
So auch wieder dieses Jahr: Nur noch schnell in den letzten vier Laborwochen so viel reißen wie in den vier Monaten davor, die Klausurenphase früh einläuten, damit das entspannter vonstattengeht als sonst, dabei ganz viel Sport treiben, damit man ausgeglichen bleibt, und natürlich viele Unternehmungen mit Freunden.
Doof, wenn allein Punkt eins schon sechs Tage der Woche voll in Anspruch nimmt und man den Rest auf den letzten Tag packen muss.
Zu allem Überfluss habe ich zu Semesterbeginn, da ich fest entschlossen war, mir für das Semesterende mehr Zeit zu verschaffen, all meine Arbeitstermine als Tutor in Physiologie auf die letzten zwei Wochen vor der Abschlussklausur gelegt. Denn – so meine dumme Ansicht im April – dieses Jahr würde ich ja auch kurz vor den Klausuren nur noch entspannen können, so engagiert und strukturiert würde ich vorher gelernt haben – naja, dass es anders gekommen ist, dürfte nicht überraschen.
Den Stress habe ich jetzt, aber auch damit werde ich wohl klarkommen. Ich nehme mir jedenfalls vor, mir weniger vorzunehmen!

Diesen Artikel teilen