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Medizin studieren

Was kann ich heute für Sie tun?

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

24.10.2018

Während meines Praktikums lerne ich am meisten in der Sprechstunde oder im Operationssaal. In der Sprechstunde wird jeden Tag ein anderer Fachbereich abgedeckt, es gibt Zeiten für Arbeitsunfälle, Knie- und Hüftprothesen, Sportverletzungen und Fußerkrankungen sowie für Nachbehandlungen nach erfolgter Operation. Ich habe es leider noch nicht in jede Sprechstunde geschafft, aber das wird noch.
Zuerst war ich bei einem Oberarzt dabei, der mir sehr sympathisch ist. In seiner Sprechstunde ging es vor allem um die Frage, ob jemand eine Prothese bekommen soll oder nicht. Also habe ich den ganzen Tag Knie und Hüften gebeugt und gestreckt und mir Röntgenbilder dazu angeschaut. Relativ schnell erhält man einen Blick dafür, ob eine Operation nötig ist oder nicht. Die meisten Patientinnen und Patienten sind erleichtert, wenn sie hören, dass sie ein neues Knie bekommen. Für viele ist es der einzige Weg von den Schmerzen und der eingeschränkten Bewegung wegzukommen. Dann wird ein Termin für die Operation gemacht und nach zehn Minuten ist schon wieder alles vorbei.
Arbeitsunfälle weisen hingegen ein deutlich größeres Spektrum an Krankheitsbildern auf, aber auch eine größere Anzahl von Patientinnen und Patienten. Der einzige Facharzt der Station kümmert sich um diese Patienten. Er arbeitet so schnell, dass ich kaum dazu komme, eine Frage zu stellen. Schnell werden Röntgenbilder oder Computertomographieaufnahmen angeordnet, die Bilder innerhalb von Sekunden ausgewertet, dem Patient die Diagnose mitgeteilt und die Weiterbehandlungsmaßnamen besprochen. All das macht er zielstrebig und effizient, wirkt dabei aber so kompetent und souverän, dass sich die Patienten nicht vernachlässigt fühlen.

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