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Zwischen Schule & Beruf

Die letzten Züge der Freiheit

In ziemlich genau einem Monat fängt mein neuer Lebensanschnitt als Studentin an. Die letzten Wochen der Freiheit will ich noch auskosten. Der Mietvertrag für die neue Wohnung ist unterschrieben, meine Sachen sind gepackt und ein großer Teil sogar schon in meinem neuen Zuhause. Der Papierkram ist größtenteils abgearbeitet und mein Studentenausweis ist auch schon angekommen. Also steht einer ausgiebigen Deutschlandreise nichts mehr im Weg.

Die Route Göttingen – Düsseldorf – Berlin – Münster – Heidelberg – Berlin – Paderborn werde ich in den nächsten drei Wochen abfahren und bei jedem Halt steht mir ein volles Programm bevor. Zugegeben, viel werde ich nicht von den Städten sehen, aber ich kann es kaum erwarten, endlich wieder was zu tun zu haben. Die Zeit der Muße ist großartig, aber nach einer gewissen Zeit suche ich wieder nach einem Sinn und nach Beschäftigung.

In Göttingen werde ich zwei bis drei Tage einer Freundin aus Amerika helfen, sich einzugewöhnen und Behördengänge zu erledigen. Sie kann kein Wort Deutsch, wird hier aber auf Englisch studieren können. In der Anfangsphase ist es aber wohl doch gut, jemanden zu haben, der die Sprache spricht und weiß, welche Versicherungen man in Deutschland abschließen muss und dass man unbedingt im Einwohnermeldeamt vorbeischauen sollte.

In Düsseldorf werde ich ein Seminar besuchen, worauf ich mich irgendwann – vielleicht auf der Zugfahrt – auch vorbereiten sollte. Und dann ruft meine Lieblingsstadt Berlin. Darauf freue ich mich besonders, da meine beste Freundin dort hingezogen ist. In Münster werde ich ein Wochenendseminar leiten und dann steht schon der finale Umzug bevor. Den Tag darauf verschwinde ich dann wieder für eine Woche nach Berlin und das Wochenende danach findet ein großer Kongress in Paderborn statt, bis schließlich das Semester beginnt. Es kommt also einiges auf mich zu, aber ich freue mich sehr, wieder viel unterwegs zu sein.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 23, 2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
Sep 23, 2015

Zwischen Schule & Beruf

Abschied

In Wochentakt kommen momentan Einladungen für Abschiedsfeiern bei mir an. Eine meiner Freundinnen ist im australischen Outback ein Jahr lang in der Wildnis unterwegs, eine andere arbeitet ein Jahr lang in Amerika als Au-pair. Jetzt ist wohl die Zeit gekommen, um Tschüss zu sagen. Natürlich versprechen sich alle, sich spätestens nach der Rückkehr so früh wie möglich zu treffen, aber eigentlich ist allen Beteiligten klar, dass das nur eine Floskel ist. Ich möchte wirklich nicht generalisieren, aber ich habe schon sehr oft erlebt, dass ein Treffen nicht ganz so leicht zu organisieren ist. Auf der einen Seite sind die meisten über ganz Deutschland verstreut und auf der anderen Seite ist man an ganz verschiedenen Punkten im Leben. Für die einen stehen Klausuren und Hausarbeiten an, was auch ein Großteil des Lebens ausmacht. Daneben schwelgen die "Zurückgekehrten" noch in Auslandserinnerungen und es wirkt auf sie befremdlich, wie sehr sich der Lebensschwerpunkt der anderen verändert hat.

Natürlich vermisse ich jetzt die Leute, die weg sind. Wann werden wir uns wiedersehen? Beim Altschülerinnentreff, wo eigentlich niemand so wirklich hin will? Wenn die Leute einen tatsächlich besuchen, und man zwar die Lust aber nicht die Energie und Zeit hat, ihnen die Stadt zu zeigen und wie früher nächtelang zu quatschen? Vielleicht habe ich momentan auch einfach zu wenig Stress und mache mir deshalb solche Gedanken.

Was momentan wirklich schwierig ist, ist Abschied von meinen Eltern zu nehmen. Ich hatte nie Heimweh oder das Bedürfnis, ewig lange zu Hause zu wohnen, aber es ging alles so schnell! Die letzten achtzehn Jahre kommen mir vor wie ein Jahr! Das sind die Menschen, mit denen ich den größten Teil meines Lebens verbringen durfte! Wen soll ich in blanker Panik rufen, wenn sich eine Spinne in mein Zimmer verirrt hat? Wer soll für mich den nervigen Papierkram übernehmen? Ich schätze mal, dass jetzt das gemütliche Leben aufhört und stattdessen die Realität beginnt.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 16, 2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
Sep 16, 2015

Zwischen Schule & Beruf

Ein neuer Anfang

Hallo, ich heiße Nadine, komme aus der Nähe von Mainz und habe dieses Jahr Abitur gemacht. Eines meiner Lieblingsfächer in der Schule war Deutsch. Ich habe einfach Spaß am Schreiben, weshalb ich mich auch dazu entschieden habe, einen Blog zu starten. Zu meinen Hobbys gehören neben dem Zeichnen auch das Fotografieren und fotografiert werden, Sport – vor allem Tanzen – und ganz besonders das Reisen.

Und weil das so ist, war mir klar, dass ich die Zeit nach dem Abi dazu nutzen will, mehr von der Welt zu sehen. Das Reisen finanziere ich mir selbst. Dafür habe ich mir direkt nach dem Abi einen zweiten Nebenjob gesucht. Ich arbeite nun seit einiger Zeit, neben meinem Minijob in einer Vinothek, regelmäßig in einem kleinen asiatischen Restaurant als Servicekraft. Mit dem Job bin ich sehr zufrieden. Die Arbeit macht Spaß, das Geld stimmt, die Leute sind herzlich und es gibt immer etwas Leckeres zu essen. Da ich vorher noch nie so viel Geld verdient habe, konnte ich endlich einige Reisewünsche in die Tat umsetzten. Innerhalb der letzten fünf Monate war ich an einem See campen und besichtigte Amsterdam, London und Berlin. Momentan befinde ich mich in Kroatien. Auf all meinen Reisen habe ich wahnsinnig viel erlebt und eine Menge Spaß gehabt.

Eigentlich sah mein Plan für die freie Zeit nach dem Abi ursprünglich jedoch ganz anders aus. Gut, reisen wollte ich schon immer, und das habe ich auch ganz gut in die Tat umgesetzt. Mit der Zeit danach hadere ich aber noch. Nach einigen Auslandsaufenthalten wollte ich eigentlich zum Psychologiestudium nach Berlin. Heute, gute fünf Monate nachdem ich mein Abiturzeugnis erhielt, kommt mir dieser Plan nicht mehr annähernd perfekt vor. In meiner Vorstellung war doch irgendwie alles viel leichter und mir wird langsam klar, dass ich viel zu blauäugig in meine Zukunft geschaut habe. Wieso? Grob zusammengefasst scheiterte es daran, dass ich erstens mit der Planung ein bisschen zu spät dran war und zweitens auch wahnsinnig viel Pech hatte. Trotz vieler Bewerbungen um einen Studienplatz an den verschiedensten Unis in ganz Deutschland regnete es für mich in den letzten Wochen ausschließlich Absagen. Somit muss ich mich nicht nur von Berlin, sondern generell von dem Wunsch verabschieden, zum Wintersemester 2015/16 ein Studium zu beginnen. An diesem Punkt stehe ich also momentan. Ich konnte meinen Plan nicht so umsetzen, wie ich mir das vorgestellt habe, und blicke daher ein wenig ratlos in die Zukunft. In meinem Blog wird es also um meine bisherigen Erfahrungen zum Thema Auslandsjahr und Studienwahl gehen, und darum, wo mich die Zukunft hinführen wird. Wenn ihr wollt, könnt ihr mich gerne auf meinem Weg begleiten.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 8, 2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Sep 8, 2015