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Au-pair

Einsame Weihnachten

Wie schön war es, sich letztes Jahr an Weihnachten vorzustellen wie mein nächstes, amerikanisches Weihnachtsfest wohl aussehen würde. Ich hatte meine Bewerbung bei der Au-pair Agentur gerade eingereicht. Ja, ich war mir 100-prozentig sicher, dass mein Weihnachten 2008 geprägt sein würde von amerikanischen Traditionen, zum Beispiel, dass die Geschenke am ersten Weihnachtstag und nicht am Heiligabend geöffnet würden, das gemütliche Zusammensein mit der ganzen Familie, das Singen amerikanischer Weihnachtslieder... Ich dachte wirklich, dieses Weihnachten würde unvergesslich werden.

Auf eine bestimmte Art und Weise ist mein Weihnachten 2008 wirklich unvergesslich gewesen: Ich habe das Fest nämlich ohne meine Gastfamilie, die sich zu der Zeit in Schweden aufhielt, verbringen müssen! Meine Gastfamilie hatte also genau das Weihnachten, das ich mir vorgestellt hatte, aber ohne mich! Da meine schwedische Gastmutter seit 25 Jahren in Amerika lebt, hat sie es sich zur Tradition gemacht, jedes zweite Weihnachten zu ihren Eltern und ihrer Schwester nach Stockholm zu fliegen. Zum Glück jedoch hatte ich Anne, die von ihrer Gastfamilie ebenfalls „alleine gelassen" wurde. Wir haben es uns also zu zweit gemütlich gemacht, in dem wir an Heiligabend in eine Gospel-Kirche gegangen sind. Außerdem haben wir zusammen gekocht und es uns bei einem Videoabend gemütlich gemacht. Aber wie Weihnachten fühlte es sich natürlich nicht an... Schade!

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 7, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 7, 2009

Au-pair

Hello, Boston

Gerade zurück aus der Karibik, schon wieder der nächste Trip in Planung! Ja, als Au-pair kommt man wirklich rum. Als ich meine Freundin Janine besuchte, um sie mit Schwärmereien meines Traumurlaubes neidisch zu machen, hat sie mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, sie auf ihrem Weekend-Ausflug nach Boston zu begleiten. Erst war ich ein wenig skeptisch, schließlich war der Karibik-Urlaub für meine Au-pair Verhältnisse nicht gerade günstig gewesen. Der Flug hat mich fast 900 Dollar gekostet. Aber als sie mir erzählte, wie billig der geplante Ausflug sei, konnte ich einfach nicht ablehnen! 40 Dollar für die Busfahrt und 80 für drei Nächte im Hostel. „Wow, das ist ja nicht einmal ein Wochengehalt!", staunte ich. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das Reisen hier in den USA so günstig sein kann!

Janine hat sich gleich mit mir an den PC gesetzt und mir beim Buchen geholfen. Echt toll, endlich die Chance zu haben, mehr von den USA zu sehen. Und Boston scheint eine sehr faszinierende Stadt zu sein. Was wir wohl alles besichtigen werden? Harvard, den „Freedom Trail", den „Prudencial Tower"... Das wird sicherlich ein unvergesslicher Ausflug, denn Janine und ich werden uns nicht alleine auf die Reise machen, sondern es kommen noch sechs weitere Au-pairs mit! Das wird sicherlich ein lustiger Mädels- Ausflug! Und eine sehr gute Gelegenheit, neue Freundschaften zu knüpfen, denn wir kennen uns nicht alle untereinander. Ich bin gespannt!

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 29, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 29, 2008

Au-pair

Ade, Karibik

Aruba war ein Traum! Ich bin wirklich ein Glückspilz, denn ich durfte ganze sieben Tage Sonne tanken, um mich für die kalte Jahreszeit aufzuwärmen. Ja, zwischen Kinderhüten und Dinner vorbereiten, hatte ich auch ein wenig Zeit für mich und die habe ich voll ausgekostet. Es verging kein Tag, an dem ich nicht am Strand lag oder es mir im Pool gut gehen ließ. An einem Abend hatten meine Gastfamilie und ich sogar Dinner am Strand. Es war wie im Märchen, sich am weißen Strand, nur wenige Schritte vom lauwarmen Meer, bedienen zu lassen. Daran könnte ich mich gewöhnen.

Ich darf nur nicht vergessen, dass nicht nur der Urlaub, sondern auch mein Au-pair Jahr zeitlich begrenzt ist. Wenn ich zurück in Deutschland bin, wird all das buchstäblich ganz weit weg sein. Nicht nur geographisch, denn wer kann sich so einen Traumurlaub als Studentin schon leisten? Gut, dass ich all das während des Urlaubs vor Augen hatte und jeden Moment genossen habe.

Genauso wird sich auch mein Leben in Deutschland von dem in den USA unterscheiden, wenn ich wieder zurückgekehrt bin. Denn meine Gastmutter ist wohlhabend und erfüllt nicht nur den Kindern, sondern in vieler Hinsicht auch mir jeden Wunsch. Hm, es wird eine ganz schöne Umstellung werden, in Deutschland vergleichsweise „arm" zu leben. Aber daran muss ich im Moment noch nicht denken, ich habe noch fast acht Monate vor mir, bis ich im Sommer 2009 wieder zurück in mein „echtes" Leben kehre. Aber meine Erinnerungen und Erfahrungen während dieses Jahres, einschließlich des Traumurlaubes in der Karibik, kann mir keiner mehr nehmen. Sie werden mich sicher zu einem reicheren Menschen machen. Auch wenn mein Leben weniger luxuriös sein wird.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 17, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 17, 2008