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100 erste Tage an der Uni

Eine Frage der Motivation

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

21.03.2013

Ja, die vorlesungsfreie Zeit dauert zwei Monate. Ja, von diesen zwei Monaten sind keine zwei Wochen mehr übrig. Ja, es waren nur zwei Seiten Redeanalysen und fünf Arbeitsblätter (drei davon fast fertig, der Rest muss nur noch sauber abgeschrieben werden), die ich erledigen muss. Nein, ich habe noch kein bisschen mit meinen Aufgaben angefangen …

Eigentlich hätte ich Zeit, denn mal abgesehen davon, dass ich mal wieder aufräumen könnte, steht nichts Wichtiges an. Trotzdem schaffe ich es nicht, mich zum Schreibtisch zu schleppen und ein paar Aufgaben ordentlich auf Papier zu bannen oder die Rede-Aufzeichnungen auf meinem USB-Stick nach einem einfachen Arbeitsblatt zu bewerten und diese Bewertung in vollständige Sätze zu fassen.

Selbst für einen notorisch faulen Menschen wie mich sollte es doch eigentlich zu schaffen sein, diese wenige Arbeit mal eben nebenher zu erledigen. Es geht schließlich darum, Beteiligungsnachweise zu erbringen, damit ich weiter studieren kann. Die Zeit rinnt mir davon und noch immer liegen die Materialien unberührt auf dem Tisch.

Oh nein, jetzt bloß keinen Zeitdruck machen, sonst klappt das nicht, erinner dich an dein Chemie-Abi, liebe Janna. Versuch es lieber mit positiven Verstärkern. Wenn du die paar fehlenden Arbeitsblätter fertig hast, darfst du die verpasste Folge „Germany’s next Topmodel“ gucken. Vorher nicht! Und das halbe Kilo Weintrauben hier darf auch nur während der Arbeit gegessen werden.

Na gut, liebe Motivation. Ich werde es versuchen. Aber mach mir keinen Strich durch die Rechnung, indem du wieder verschwindest, sobald ich am Schreibtisch sitze.

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