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100 erste Tage an der Uni

Füller versus Hightech

Seit ich vor ca. vier Wochen meine ersten Vorlesungen in Psychologie besucht habe, stelle ich mir vor allem eine Frage: Wie bereite ich all dieses Wissen für mich verständlich auf?
Im Hörsaal kann man schon beim Mitschreiben verschiedenste Techniken beobachten: Von handschriftlichen Notizen auf dem klassischen Collegeblock über ausgedruckte Foliensätze bis hin zu modernen Tablets und Notebooks. Die Frage nach der besten Methode löst jedes Mal hitzige Debatten unter uns „Erstis“ aus.
Mangels geeignetem Laptop versuchte ich während der ersten Wochen, den gesamten Inhalt der Folien sowie zusätzliche Notizen handschriftlich festzuhalten. Ganz klassisch – mit Füller auf kariertem Papier. Doch spätestens als die ersten Krämpfe in der Hand einsetzten, wurde mir klar, dass dieses Unterfangen bei den meisten Professoren aufgrund der schieren Masse an Information zum Scheitern verurteilt ist.
Inzwischen drucke ich mir die Foliensätze meist aus dem Onlineportal der Universität aus und ergänze meine Notizen direkt darauf.
Ganz glücklich bin ich mit diesem System zwar nicht, doch das Ausdrucken ist bisher die einzig praktikable Möglichkeit, um nicht Stunde um Stunde mit dem bloßen Abschreiben von Definitionen, Versuchsbeschreibungen und Tabellen zuzubringen.
Daher werde ich mir auf jeden Fall einen neuen Laptop zulegen, um in manchen Veranstaltungen mittels Zehnfingersystem schneller – und vor allem ordentlicher mitschreiben zu können. Aber für alle Vorlesungen eignet sich diese Methode meiner Meinung auch nicht, da zum Beispiel in Statistik und Biologischer Psychologie viele Formeln und Skizzen zu Blatt gebracht werden müssen, die auf dem Laptop oder Notebook schlecht erfassbar sind.
Ich hoffe, dass ich bald eine gute Lösung für mich finde, alle Informationen gut und geordnet festzuhalten – und zwar nicht nur während der Vorlesungen, sondern vor allem auch bei der Nachbereitung.

Autor: Anna  |  Rubrik: studium  |  Nov 13, 2019
Autor: Anna
Rubrik: studium
Nov 13, 2019

100 erste Tage an der Uni

Vier Umzugskartons

Mein siebzehnjähriges Ich hat es kaum abwarten können, endlich auszuziehen und in einer anderen Stadt neu anzufangen. Ich habe damals Leute etwas belächelt, die sich mit dem Ausziehen schwerer getan haben. Nun aber bin ich zwei Jahre alter geworden und stand tatsächlich vor dem großen Schritt, nach Konstanz zu ziehen. Mein siebzehnjähriges Ich wäre wahrscheinlich sehr enttäuscht von mir gewesen. Während andere schon Wochen vor ihrem Auszug angefangen haben, ihre Umzugskartons zu packen, konnte ich mich erst wenige Tage davor dazu aufraffen. Ich gebe zu, ich wollte in diesem Moment, mein Zuhause und damit meine gewohnte Umgebung und meine Freunde nicht gerne verlassen. Auch hatte ich Angst vor dem Neuen, was kommen wird, schließlich hatte ich noch nie studiert und ich hatte panische Angst irgendwelche Fehler zu machen. Doch meine Freunde und meine Familie beruhigten mich und nahmen mir ein wenig die Bedenken. So habe ich mich wieder gefangen und packte all meine Kleidung in einen großen Koffer und alle Einrichtungsgegenstände, Bücher, Schallplatten und Dekoartikel, die mir wichtig waren, in vier Umzugskartons. Da ich keine Möbel brauchte, da ich diese von meinem Vormieter übernommen hatte, war es ein eher kleiner Umzug. Mit der Hilfe meiner Mutter konnte ich also ohne Probleme und Stress umziehen. Innerhalb von drei Stunden war ich umgezogen und spendierte zur Feier des Tages meiner WG eine Runde Pizza. In den darauffolgenden Tagen habe ich mich schon richtig gut eingelebt und mein Zimmer zu meinem eigenen gemacht. Meine WG hat mich super aufgenommen und dafür gesorgt, dass ich mich Zuhause fühle. Es ist nicht schlimm, sich vor dem Auszug aus dem Elternhaus zu fürchten und jeder, der einem hochnäsig dafür belächelt, weiß es wahrscheinlich selbst noch nicht besser, genauso wie ich vor zwei Jahren die Tragweite eines so großen Schritt nicht erkennen konnte.

100 erste Tage an der Uni

Aller Anfang ist schwer

Mittlerweile studiere ich schon seit drei Wochen in Innsbruck. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen: Die Themen im Studium interessieren mich überwiegend, obwohl es natürlich immer Vorlesungen gibt, die weniger interessant sind. Allerdings habe ich mir das Studium ganz anders vorgestellt, als es ist. Zum Beispiel ging ich nicht davon aus, dass es so sehr der Schule ähnelt. So ist eine aktive Teilnahme in den Sprachkursen unbedingt nötig, um eine gute Note zu bekommen. Damit verbunden ist das Erledigen der Hausaufgaben und das Abgeben von schriftlichen Arbeiten per Mail. Da bei mir die Schule schon ein Jahr her ist, musste ich mich erst wieder daran gewöhnen. Es ist eben nicht so, dass man acht Stunden arbeitet und danach abschalten kann, wie es zuvor bei meinen Praktika der Fall war. Jetzt habe ich 14 Stunden Vorlesungen und Sprachkurse in der Woche. Doch der Großteil der Arbeit kommt danach zu Hause: In den meisten Fächern bekommen wir am Ende der Stunde ein Dossier mit beispielsweise einem Grammatikthema und Übungsblättern ausgeteilt. Diese werden dann in der nächsten Stunde besprochen, dann gibt es auch schon wieder das nächste Dossier. So hat sich also jetzt schon eine Art Routine eingespielt. Immer noch verwirren mich die drei verschiedenen Fächer, die man in jeder Sprache belegen muss. Es geht entweder um Texte, Grammatik oder um die Sprache an sich. Oft kommt es zu Überschneidungen der Themen und man blickt nicht mehr durch, in welchem Unterricht man eigentlich sitzt. In der Zwischenzeit bin ich auch im Studentenwohnheim besser angekommen und es haben sich Freundschaften entwickelt. Der einzige Nachteil ist das Zweibettzimmer, in dem ich schlafe. Leider kann ich mich zu zweit im Zimmer nicht so gut konzentrieren und man muss viele Kompromisse eingehen, was die Schlafenszeit anbelangt. Meistens verziehe ich mich in die Bibliothek, um dort ungestört lernen zu können.