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Bachelor live

Bäume umarmen

Es ist Februar, ich sitze vor aufgeschlagenen Lehrbüchern und wundere mich, wo die Zeit schon wieder geblieben ist.
Eigentlich wirkt es auf mich so, als hätte das Semester gerade erst angefangen, doch tatsächlich endeten meine Vorlesungen letzte Woche und nun sitze ich vor einem riesigen Wissenshaufen, der pünktlich zu den Klausuren in meinen Kopf muss.
Immer wieder Fragen mich Leute halb im Scherz: „Du studierst Forstwissenschaft? Was macht man da? Bäume umarmen?“ Denen würde ich am liebsten ein „Schön wär‘s“ entgegenrufen.
Zugegeben: Unsere erste Prüfung entsprach dem Klischee in gewisser Weise. Anhand von ausgesägten Holzproben und abgeschnittenen Zweigen, mussten wir ungefähr vierzig unterschiedliche Gehölze erkennen können. Was sich jetzt ein bisschen wie Waldkindergarten anhören mag, ist in Wahrheit gar nicht so einfach. Die Holzunterschiede zwischen Rot- und Weißeiche liegen zum Beispiel nur in etwas welliger verlaufenden Poren. Und Berg- und Feldulme erkennt man nur an der Farbe des Flaums, der auf den Knospen wächst
Tatsächlich war das Lernen auf diese Prüfung aber sehr witzig. Sobald ich mit meiner Mitbewohnerin und Kommilitonin den Fuß vor die Tür setzte, hielten wir nach fehlenden Zweigen für unsere Sammlung Ausschau. Umarmungen gab es aber keine. In der mündlichen Prüfung zu Wald- und Forstgeschichte galt es, alles rund ums Thema auf Karteikarten zu bannen und solange zu lernen, bis es zu den Ohren wieder rauskam. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Begriff Nachhaltigkeit von einem sächsischen Oberberghauptmann geprägt wurde? Doch das dicke Ende kommt noch in Form von BWL und VWL nächste Woche, dicht gefolgt von der Chemieklausur, ehe mich dann im April Bio langsam wieder in das neue Semester führt.
Und ich? Habe meine Lehrbücher inzwischen zugeschlagen und träume lieber von den großen Wäldern in den Nationalparks Polens, dort werde ich nämlich die Semesterferien mit einem Kumpel verbringen.

Autor: Hannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 20, 2020

Bachelor live

Neustart Hobby

Mit dem Beginn meines Studiums an der Filmhochschule machte ich mein größtes Hobby zu meinem Hauptlebensinhalt. Das war und ist großartig, führte allerdings auch dazu, dass mir eine zentrale Freizeitbeschäftigung als solche abhandenkam. Beim Thema Hobbys sieht es bei mir deshalb seit geraumer Zeit etwas rar aus. Die viele Arbeit und die häufigen Ortswechsel hatten in letzter Zeit zur Folge, dass ich meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gar nicht mehr wahrnehmen konnte. Als Ausgleich konzentrierte ich mich allein auf das Suchen und Hören von Musik. Viele Abende verbrachte ich auf Musik-Streaming-Diensten und suchte teils exzessiv nach neuen Bands und Liedern. Aber auch der Besuch von Konzerten, einer Beschäftigung, der ich in München anfangs noch öfter nachging, wollte sich seit langem partout nicht mehr ergeben.
Im neuen Jahr sollte das anders werden – so nahm ich es mir vor. Deshalb war ich ganz Feuer und Flamme, als ich ein Januarwochenende entdeckte, an dem gleich zwei spannende Konzerte stattfanden. Das lange musikalische Stöbern sollte sich also auszahlen. Ich überzeugte einen guten Freund, mich zu begleiten und schnell waren die Karten gekauft. Beides waren eher kleinere Clubkonzerte, von deutschsprachigen Bands, die gerade ihre ersten Alben herausgebracht hatten. Während das erste Konzert am Freitag von den Düsseldorf Düsterboys sehr rockig und sogar witzig war, kam Tristan Busch am Sonntagabend für uns in einer komplett reduzierten Solo-Akustik-Variante auf die Bühne. Das waren beides ganz unterschiedliche und schöne musikalische Abende.
Beflügelt durch diese Konzerterlebnisse und auch auf Grund des zunehmenden Freiraums im Seminarplan meiner Hochschule, entschloss ich mich daraufhin, endlich wieder ins Fitnessstudio zu gehen. Das erste Mal nach einer längeren Pause ist immer äußerst mühsam und die Tage danach durchaus schmerzhaft. Ich freute mich aber auf diesen Kater der gesunden Art und die vitalisierende Wirkung des Sports. Je regelmäßiger ich dem nachgehe, desto besser wird es. Auch das kann ein Antrieb sein.
Ich bin jedenfalls froh, wieder zu meinen alten Hobbys gefunden zu haben und hoffe, dabei zu bleiben.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Feb 17, 2020
Autor: Conny
Rubrik: studium
Feb 17, 2020

Bachelor live

Hallo Bachelorarbeit!

Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir im ersten Semester unsere Bachelorarbeit anmelden mussten: Mit der eigentlichen Arbeit hatte das nichts zu tun. Stattdessen war es nur ein formeller Antrag, den alle Studierenden am Anfang ihres Studiums stellen müssen. Damals fühlte sich die Bachelorarbeit noch Ewigkeiten entfernt an.
Unzählige Klausuren und Hausarbeiten später hat sich das verändert: Langsam wird es Zeit. Wann die Bachelorarbeit geschrieben wird, ist vom Studienverlaufsplan abhängig: In einigen Studiengängen muss sie zum Beispiel während des sechsten Semesters geschrieben werden, weil sie von einem Kurs begleitet wird oder zuvor in einem Praktikumssemester Daten gesammelt werden müssen. In anderen Studiengängen – und so auch bei mir – kann man sie eigentlich immer schreiben, egal ob im Semester oder in den Wochen dazwischen.
Schritt 1 auf dem Weg dahin: die Themenfindung. Bei meinen Hausarbeiten fand ich oft, dass das der schwerste Schritt war. Themensuche bedeutet, unheimlich viel Literatur zu lesen, die man später gar nicht unbedingt braucht. Schließlich braucht es zuerst einmal einen soliden Überblick über die Literatur, die es zu dem Thema schon gibt, bevor man sich dafür oder dagegen entscheiden kann.
Was für mich auch eine Rolle spielte war die Fächerwahl. In meinem Zwei-Fach-Bachelor kann ich mir aussuchen, in welchem Fach ich meine Bachelorarbeit schreiben möchte, also entweder in der Medienwissenschaft oder in der Politikwissenschaft und Soziologie. Letztendlich kann das aber Auswirkungen darauf haben, für welche Masterstudiengänge ich zugelassen werde: Viele fordern, dass Studierende eine Mindestanzahl an Punkten in einem bestimmten Studienbereich im Bachelorstudium erworben haben. Weil dazu auch die Bachelorarbeit zählt, sind das immerhin zwölf Punkte, bei denen ich frei entscheiden kann, in welchem Fach ich sie belegen möchte.
Die letzten Tage habe ich daher in der Bibliothek damit verbracht, Literatur zu wälzen: Noch habe ich mich weder auf ein Fach, noch auf ein Thema festgelegt. Ein wenig spiele ich mit dem Gedanken, einen Essay, den ich während meines Auslandssemesters geschrieben habe, noch einmal aufzugreifen. Bis ich mich dafür entscheiden kann, heißt es aber zuerst einmal: noch jede Menge lesen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 14, 2020
Autor: Marie
Rubrik: studium
Feb 14, 2020