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Studentenleben live

Leipzig — Stadt der Musik — auch für Studenten

Leipzig ist vielleicht DIE Musikstadt in Deutschland. Keine andere Stadt kenne ich, in der es zwei große Orchester gibt – das Gewandhausorchester und das MDR Sinfonieorchester. Dazu hat es hier eine ganz ordentliche Oper, ein Bau aus DDR-Zeiten, der gar nicht mal so schlecht aussieht. In der Thomaskirche, wo Johann Sebastian Bach als Kantor wirkte, singen die berühmten Thomaner, und aus der Felix Mendelssohn Bartholdy Musikhochschule hallt es auf die Straße – Orgel, Gesang, Klavier, Cello, etc. Täglich sehe ich riesige eingepackte Kontrabasse und die kleineren Celli auf dem Rücken fleißiger Fahrradfahrer. Dazu auch anders geformte Koffer, die auf Trompete, Horn, Geige und ähnliches schließen lassen.

In wenigen Tagen fangen die internationalen Mahler-Musikfestspiele an und im Juni ist dann wieder das Bachfest. So geht es in einem fort. Seit letztem Herbst hat die Oper Leipzig wieder einen Ballett-Direktor. Für nur sechs Euro bekommt man hier als Student mit der sogenannten JuniorCard eine Restplatzkarte. Ballett klang für mich zuerst nicht besonders aufregend. Ich dachte da früher immer an Tutu, Schwanensee und die grazilen Spagatsprünge zerbrechlich wirkender Tänzerinnen. Doch da hatte ich mich total geirrt. Ballett ist hier und heute vielmehr eine Mischung aus – natürlich Ballett – aber auch Akrobatik, Breakdance und ein Tanz, wie ich ihn mir auch bei irgendwelchen Urvölkern vorstelle. So war ich bisher in jeder dieser fantastischen Inszenierungen, meist in der allerersten Reihe – Plätze die sonst 50 bis 70 Euro kosten.

Musik, Gesang und Tanz machen das Leben schöner. Schön, dass man hier in Leipzig sogar als armer Student noch daran teilhaben kann!

Autor:   |  Rubrik: studium  |  May 19, 2011
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May 19, 2011

Studentenleben live

Von der Raupe zum Schmetterling

Ich bin eine Raupe. Jedenfalls jetzt im Moment, was das Berufliche betrifft. Dadurch, dass ich direkt nach dem Abitur mit dem Studium begonnen habe und auch sonst weiter keinen Nebenjob ausgeübt habe, habe ich in etwa so viel Berufserfahrung gesammelt wie eben eine Raupe Erfahrungen mit dem Fliegen hat. Doch so langsam rückt das Praxissemester immer näher: Dann heißt es erst einmal für einige Monate „Bye bye Hörsaal und hello Arbeitswelt!“ Bei diesem Gedanken macht sich bei mir eine Mischung aus Spannung, Freude, aber auch Angst und Unbehagen breit.

In der letzten Zeit wurde ich immer häufiger vor dem „Haifischbecken“ Werbewelt gewarnt. „Du kommst als erstes und gehst als letztes!“ war ein oft genannter Satz- genauso wie „Du wirst bis aufs Innerste ausgenommen!“ Pfiffige Gedanken entstehen nun einmal im Inneren, und zwar im Gehirn. Natürlich, alles immer in Maßen, wie man so schön sagt. So wie ich mich allerdings kenne, kann ich relativ gut mit Druck und Stresssituationen umgehen (bisher zumindest).

Seit mehreren Jahren träume ich nun schon davon in der Werbewelt mitzumischen. Vor Kurzem habe ich entdeckt, dass meine für das Praxissemester favorisierte Werbeagentur für meinen absoluten Lieblingswerbespot verantwortlich ist – wenn das mal kein gutes Zeichen ist! Jedenfalls werde ich nach dem Prinzip „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“ verfahren und mich demnächst um Bewerbungen kümmern. Ehrlich gesagt habe ich ein wenig Bammel, dass man mich aufgrund mangelnder Berufserfahrung schon gleich zu Anfang aussortieren könnte, ohne vorher mein ganzes „präberufliches“ Potenzial zu begutachten. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt – so what…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 18, 2011

Studentenleben live

Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt — Studenten schrauben selber

Es ist Hochfrühling hier in Leipzig, ja, es fühlt sich schon wie Sommer an. Und in der ganzen Stadt ein Gewusel von Fahrrädern. Selbst jene, die schon im Herbst auf die Straßenbahn umstiegen und eigentlich nur im Sommer fahren wollen, haben ihre Räder endlich aus dem Keller geholt. Doch ein Fahrrad will gepflegt werden und muss ab und an auch repariert werden. Kein Problem! Das Studentenwerk der Leipziger Hochschulen hat in der Stadt zwei wunderbare Selbsthilfewerkstätten eingerichtet. Hier gibt es einfach alles, was man für ein gutes Fahrrad braucht – Werkzeug vom einfachen Schraubenschlüssel über den alten Gepäckträger bis hin zu Flex und Schweißgerät. Außerdem sind immer ein paar nette Kerle da, die hier einen Teil ihrer Lehre als Fahrradmechaniker absolvieren und hilfsbereit bei der Suche nach den Fehlern und der Reperatur helfen. Dabei haben sie immer im Hinterkopf, dass wir keine normalen Kunden, sondern Studenten mit kleinem Budget sind. Bevor sie mir epfehlen, gleich ein neues Lager einzubauen oder den alten Schlauch mit dem kleinen Loch wegzuwerfen, schauen sie ob nicht schon der ein oder andere Handgriff oder ein einfacher Flicken es auch tut. So komme ich auch gerne öfter in die Selbsthilfewerkstatt, um mein Fahrrad aufzubocken und hier und dort etwas zu ölen, fetten, auszutauschen, zu reinigen und Tipps für die bessere Einstellung der Gangschaltung oder den richtigen Winkel für den Sattel zu bekommen.

Diese Selbsthilfewerkstatt ist ein wunderbares Element des Studentenlebens. So braucht sich nicht jeder eigenes Werkzeug zu kaufen, dass er eh nur einmal im Jahr benutzt, und hier bekommen wir eben Hilfe zur Selbsthilfe. Inzwischen habe ich so viel über Fahrräder gelernt, dass ich auch anderen bei Problemen mit ihren Fahrrädern helfen kann. Das Studium gewinnt so für mich etwas umfassenderes – das gefällt mir.  

Autor:   |  Rubrik: studium  |  May 11, 2011
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Rubrik: studium
May 11, 2011