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Studentenleben live

Der Weg zum richtigen Weg

Wenn ich meine Überschrift noch einmal genauer überdenke, dann klingt sie doch sehr poetisch. Aber sie ist einfach passend: Gerade in den letzten Monaten ist mir bewusst geworden, wie dankbar ich eigentlich dafür bin, relativ früh erkannt zu haben, wo mich mein Lebensweg später einmal hinführen soll. Im Vergleich zu vielen anderen wusste ich immer schon einen Schritt vorher, was ich als nächstes machen wollte und tun musste, um dieses Ziel sicher anzusteuern. Natürlich gibt es keine hundertprozentige Sicherheit dafür, dass ich dieses Ziel exakt so wie in meiner damaligen Vorstellung erreichen werde. Inzwischen haben sich selbstverständlich auch einige – ich nenne es – Modulationsprozesse ergeben. Der Kern ist jedoch gleich geblieben.

Sicherlich wäre es jetzt interessant, wenn ich sagen würde „Mein Lebensziel ist es, …“ – aber jetzt mal ehrlich: Was bringt euch das? Würde es euch persönlich weiterbringen? Wohl eher nicht. Deshalb möchte ich euch folgenden Rat mit auf den Weg geben: Macht eine Liste. Schreibt auf, was ihr bisher gemacht habt, was ihr derzeit macht und was ihr später machen wollt. Notiert euch auch eure Stärken und Schwächen, eure Hobbys, eure Interessen – einfach alles. Lasst dann alles für eine Weile ruhen. Nehmt die Notizen nach ein paar Tagen wieder zur Hand, leitet eure Ziele daraus ab und in einem zweiten Schritt schließlich geeignete Maßnahmen, wie ihr diese Ziele erreichen könnt (z.B. Praktika, Ferienjob etc.). Wenn ihr diese Maßnahmen „ausprobiert“ habt, dann schreibt auf, wie es euch dabei ergangen ist. Macht eine Pro-/Contra-Gegenüberstellung und wägt daraus ab, ob es für euch auf Dauer in Betracht kommen könnte.

Falls einmal etwas schief laufen sollte: Nicht verzweifeln! Nicht alles im Leben läuft immer glatt bzw. so, wie man es gern hätte. Gewisse Dinge könnt ihr aber beeinflussen. Dazu müsst ihr zunächst die Gründe herausfinden, warum es nicht geklappt hat, um im Anschluss feststellen zu können, was ihr besser machen oder ändern könntet, um euer Ziel zu erreichen.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 24, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 24, 2011

Studentenleben live

Cool Kiew

Seit fünf Tagen bin ich nun in Kiew, drei muss ich hier noch aushalten. Was für eine Stadt! Ich wollte mein Russisch ein bisschen auffrischen und hatte einen günstigen Flug nach Kiew gefunden. Ich dachte mir: Kiew, das ist Ukraine, ehemalige Sowjetunion, dort ist es billiger und die Menschen haben eine andere Mentalität.

Eine außergewöhnlich hübsche Flugbegleiterin lächelte mich an, als ich den Flieger bestieg und grüßte mich mit einem „Strasdwujtje“. Zwei Stunden dauerte der Flug von Berlin nach Kiew. Am Flughafen bekam ich pro Euro elf Hrivna. Für gut zwei Euro fuhr ich mit einem kleinen Bus die knapp 40 Kilometer in die Stadt – zum Bahnhof. Die Straße war erst sechs-, dann achtspurig. Über mehrere Kilometer befand sich an jedem Baum und Laternenpfahl die gleiche Werbung von Lenovo für ein Netbook. Wow, das müssen mehrere tausend Plakate sein! Parallel zur Straße waren dutzende von Wohnhochhäusern, die wie bessere Plattenbauten aussahen, und eine riesige Baustelle. Bauen sie hier etwa eine neue U-Bahnlinie? Auf keiner deutschen Baustelle habe ich je so viele Bauarbeiter gesehen. Nächstes Jahr finden hier einige UEFA-Spiele statt. Ich nehme an, die Stadt putzt sich heraus um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Ein Ort, an dem man sich sicher fühlt, der sauber und „convenient“ ist, wo man konsumieren, Spaß haben und investieren kann.

Am Hauptbahnhof wimmelt es nur so von Bussen, Autos und Menschen. Dazwischen lauter kleine Stände von Babuschkas – alte, oft sehr kleine Frauen, wie man sie in Deutschland nie sieht. Sie verkaufen einzelne Zigaretten, ein paar Birnen und Tomaten aus ihrem Garten. Daneben gibt es aber ganz andere Stände, die: rot und blau leuchten. „Kiewstar“ und „Life“ heißen die Mobilfunkanbieter. Die Leute kaufen sich hier neues Guthaben in entweder roten oder blauen quadratischen Pappumschlägen. Jeder hat ein Handy und starrt ständig darauf. Die meisten haben das gleiche billige Handy von Nokia, das auch ich habe. Überall ist es die gleiche Standardmelodie, die erklingt, wenn jemand angerufen wird. Am Anfang bin ich immer hochgeschreckt... Was ich sonst noch in Kiew erlebt habe, erfahrt ihr in meinem nächsten Eintrag.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 18, 2011
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Rubrik: studium
Aug 18, 2011

Studentenleben live

Gender Mainstreaming

Daran, dass ich nicht mehr als Student angesprochen werde, sondern als Studierender habe ich mich inzwischen schon fast gewöhnt. Der politisch korrekte Professor/Dozent umgeht damit den Umstand, von Studentinnen und Studenten sprechen zu müssen. Die Partizipialkonstruktionen sind geschlechtsneutral – noch. Irgendwann wird dann doch auch von Studierendinnen und Studierenden gesprochen und die politisch korrekten Akademiker müssen sich etwas Neues einfallen lassen – die Akademikerinnen natürlich auch. Ganz auf sich allein sind die nach Political Correctness strebenden Akademiker nicht. In der Uni liegen nun vielerorts Flugblätter mit einem Angebot von der sächsischen Gleichstellungsbeauftragten: Hier können die alten Dozenten/innen, die mit den alten Rollenbildern und der alten Sprache aufgewachsen sind, kostenlos etwas Nachhilfe bekommen.

Professorin, Kanzlerin, Präsidentin... das haben wir schon geschluckt, aber wann wird in den Medien auch neutral von dem Mörder oder der Mörderin, nach der gefahndet wird gesprochen? Oder heißt es dann: „der oder die Mordende“. Das Ganze geht soweit, dass eine EU-Kommissarin nun schon dem Spielzeughersteller Lego vorwirft überkommene Geschlechterbilder in den Spielfiguren zu reproduzieren. Lego solle mehr Klonkriegerinnen und mehr Hausmänner ins Spiel bringen. Ich hefte dieses Kapitel nun erst einmal in meiner Ordnerin ab und leere noch schnell unseren WG-Müll in die Tonne, weil gleich die Müllmänner und Müllfrauen kommen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2011
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Rubrik: studium
Aug 15, 2011