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Studentenleben live

Das große Warten

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

14.11.2011

Meine Praktikumsbewerbungen sind mittlerweile alle rausgeschickt. Nun heißt es warten. Warten auf ein Zeichen. Warten auf eine Rückmeldung. Auf einen Anruf. Auf eine Mail. Auf irgendetwas. Mein Handy ist nonstop eingeschaltet und wird ab sofort während der Vorlesungszeiten auf Vibration gestellt, damit ich auch ja keinen Anruf verpasse. Ich habe mir schon überlegt, mich lieber ganz außen an den Gang in Türnähe zu setzen, damit ich mehr oder weniger unauffällig hinauslaufen kann, wenn mein Handy vibriert. Ich bin echt unglaublich gespannt auf die nächsten Tage. Ich fühle mich schon fast wie ein kleines Kind, das es kaum noch erwarten kann, seine Weihnachtsgeschenke auszupacken. Dabei weiß ich ja noch nicht einmal, ob ich Grund zur Freude haben werde. Immerhin bin ich weitem nicht die einzige, die sich auf das Marketingpraktikum eines großen Hamburger Unternehmens beworben hat. Ich trete praktisch gegen den Rest der Bundesrepublik Deutschland an. Zumindest gegen den Teil, der sich, wie ich, zu einer Bewerbung entschlossen hat. Ich male aber lieber mit bunten Farben – soll heißen: Ich weiß, was ich drauf habe, bin äußerst motiviert, dies auch unter Beweis zu stellen und lasse mich erst recht nicht von anderen verunsichern.

Am liebsten würde ich diesen ganzen Warteprozess vorspulen, und zwar genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich meinen Praktikumsvertrag unterschreibe. Aber wenn ich dazu in der Lage wäre, dann würde ich jetzt wahrscheinlich gerade an meiner Rede für die Nobelpreisübergabe feilen…

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