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Studentenleben live

Drei Semester — Halbzeitanalyse (Teil 2)

Nachdem ich im letzten Punkt aus dem ersten Teil meiner Halbzeitanalyse Kritik an der Leistungserfassung und der Fülle des Bachelorstudiums geübt habe, will ich abschließend wieder Positives zu Wort kommen lassen.

Was mir in den drei Semestern aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass ich Tages- oder Wochenzeitungen mit ganz anderen Augen lese. Ich hinterfrage die Themen in der Presse und analysiere sie mit dem im Studium erlernten Wissen: „Meint Theorie XY aus der Vorlesung nicht genau diesen Prozess in der Außenpolitik der USA?“ Ich denke, wenn so etwas durch das Studium erreicht wird, ist das äußerst positiv.

Des Weiteren muss ich (zum Glück) konstatieren, dass sich meine Befürchtung, wonach der zusätzliche Fokus auf das Fach „Verwaltung“ in Potsdam eher langweilig werden könnte, nicht bestätigt hat. Ich habe sogar ein Vertiefungsmodul in diesem Bereich belegt, das wirklich sehr praxisnah konzipiert war. Außerdem ist im Bereich der Verwaltungswissenschaften mit Dr. Werner Jann einer der deutschlandweit führenden Professoren in dieser Disziplin an der Potsdamer Universität angestellt, das spricht für sich.

Auch wenn es teilweise recht anstrengend und nervenaufreibend war – ich blicke mit einem guten Gefühl auf die ersten drei Semester zurück. Die Zeit verging unglaublich schnell und schon machen sich die nächsten Frage breit und verlangen nach Entscheidungen: Wie geht es nach dem Bachelor weiter? Legst du noch ein Auslandssemester ein? Und was ist überhaupt mit Praktika? Ihr seht, langweilig wird mir mit Sicherheit nicht!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 8, 2012

Studentenleben live

Der IQ von einem Toastbrot?

… ist wohl etwas, das niemand in seinem Leben als erstrebenswert erachtet. In diesem Zusammenhang poche ich immer sehr stark auf das Thema „Lebenslanges Lernen“. Denn wer es aufgibt, sich während seiner unterschiedlichen Lebenssituationen weiterzubilden, der hat bereits verloren. Und das trifft auf jeden, wirklich JEDEN Bereich zu.

Nehmen wir beispielsweise einmal die Generation Studenten/Azubis: Nach der Schule ist vor dem Berufsleben. Sprich: Man hat die Grundausbildung hinter sich und beginnt nun, auf einen bestimmten Beruf hinzuarbeiten und dementsprechend theoretische als auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Hinzu kommen Dinge wie erste wichtige Entscheidungen eigenverantwortlich treffen, generell Verantwortung übernehmen, lernen, wie man Wäsche wäscht, ohne dass das weiße T-Shirt plötzlich rosa wird oder wie das mit der Lohnsteuer funktioniert.

Aber auch meine Eltern, die in ihrem Leben erfahrungsgemäß schon um einige Schritte weiter sind, lernen nicht aus: Mein Vater möchte sich selbstständig machen. Meine Mutter lernt eine neue Sprache. Beide müssen lernen, ihre achso kleinen Kinderlein, die ganz und gar nicht mehr so klein sind, gehen zu lassen.

Meine Großeltern befassen sich tatsächlich mit der neuesten Technik und wollen immer up-to-date sein. Manche Leute heben schon erstaunt die Augenbrauen, wenn sie sehen wie mein Opa mit zusammengekniffenen Augen auf seinem Handy rumdrückt.

Mir steht nun bald ein bedeutender neuer Schritt in meinem Leben bevor: Ich ziehe aus und beende mein Studium. Ich kann es immer noch gar nicht so richtig glauben, dass es tatsächlich schon so weit ist. Und ich verspüre noch mehr Unglauben beziehungsweise Widerstand, wenn ich all meine Schubladen, Kisten und Co. betrachte, die innig darauf warten, zu diesem Anlass mal so kräftig ausgemistet zu werden – getreu dem Motto: Weniger ist mehr.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Mar 5, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Mar 5, 2012

Studentenleben live

Drei Semester — Halbzeitanalyse

Mit dem Wintersemester 2011/12 ist bei mir das dritte Semester erreicht – Zeit für eine Halbzeitanalyse. Wurden meine Erwartungen erfüllt? Was war gut, was eher nicht nach meinem Geschmack? Ganz nach der bewährten „Sandwich-Methode“ für Feedbacks (das Schlechte in die Mitte zweier positiver Aussagen packen) wage ich mich an ein Zwischenfazit.

Nachdem ich mich am Anfang erstmal an den enormen Leseaufwand und die teilweise recht wissenschaftlich und hochgestochen formulierten Texte gewöhnen musste, setzte bei mir eine Art Routine im zweiten und dritten Semester ein, wenn es um das Analysieren von Texten ging. Hilfreich war hier mit Sicherheit auch das Einführungsseminar „Wissenschaftliches Arbeiten“, das in Potsdam verpflichtend ist. Allgemein muss ich sagen, dass die Vorbereitung und Einführung durch die Universität sehr gut war. Durch Tutorien in den ersten Uni-Wochen wurden wir „Erstis“ nicht etwa ins kalte Wasser geworfen, sondern behutsam in sämtliche Facetten der Uni-Bürokratie eingeweiht – dies wird nicht von allen Unis so gehandhabt.

Kritisch sehe ich allerdings die Art und Weise der Leistungsabfrage und bisweilen auch die Fülle an Veranstaltungen, die in der kurzen Zeit von nur drei Jahren absolviert werden müssen. Das schon oft bemühte Phänomen des „Bulimie-Lernens“ trat auch bei mir ein und führt mich zu der Frage, wie man diesen, ohne Frage notwendigen, Komplex der Leistungserfassung nachhaltiger und sinnvoller gestalten könnte. Außerdem muss man, wenn man in der Regelstudienzeit durchkommen möchte, eine Menge an Vorlesungen und Seminaren belegen, die meines Erachtens zu groß und in der Kürze der Zeit ebenfalls ohne die wünschenswerte Nachhaltigkeit ausfällt.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 29, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 29, 2012