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Studentenleben live

Dorfprinzessin ade

Ja, so wurde ich mit zunehmendem Alter das eine oder andere Mal von meiner Mutter tituliert, und zwar vor allem dann, wenn ich mich über die schlechten Busverbindungen in die nächstgelegene (Klein-)Stadt ärgerte. Natürlich legten sich diese Aufreger, nachdem ich meinen Führerschein hatte, aber es gab dennoch zahlreiche Situationen, in denen ich das aufregende (Groß-)Stadtleben dem Dorfleben vorgezogen hätte. So schön und idyllisch die dörfliche Umgebung auch sein kann, so einschneidend kann die Ruhe auch manchmal wirken. Und das Jeder-kennt-jeden-Prinzip kann ebenso nervenauftreibend sein: Eigentlich müsste man eine halbe Stunde mehr für das Brötchenholen einplanen, da man sich sicher sein kann, dass man „festgeredet“ wird. Genauso nervig sind die Tratscherei und die vielen Gerüchte, die umherschwirren. Ich sehe das aber weniger ernst und amüsiere mich eher, wenn ich die angeblichen Auswandererstories über mich zu hören bekomme.

Das alles hat jedoch bald ein Ende – genauer gesagt: nächste Woche. Denn dann werde ich in die Welt der Großstadtanonymität eintauchen. Diese Grenze werde ich nur für meine Freunde und Bekannten durchbrechen, nur sie werden Teil meiner „Man kennt nur die die man kennen will“-Welt sein. Angenehm, entspannt und doch gleichzeitig aufregend. So stelle ich es mir vor. Die kleine Jacqueline als Teil der großen Stadt, die kleine Praktikantin als neues Mitglied des großen Konzerns, in dem ich für vier Monate arbeiten werde. Ich bin bereit: Lasset die Spiele beginnen!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Mar 27, 2012

Studentenleben live

"'Nen doppelten?"

Morgens, zu einer viel zu frühen Uhrzeit in Berlin: Die S-Bahn der Linie 7 schleicht langsam in den Bahnhof ein, entlässt einige Pendler aus ihren Fängen und sammelt neue, noch schlaftrunkene Gäste vom Bahnsteig ein. Das leichte Schaukeln der Bahn und die wohlige Wärme lassen mich schnell eindösen. Doch bevor ich in die wohlverdiente Fortsetzung einer viel zu kurzen Nacht starten kann, ertönt eine ganz und gar nicht entspannte Ansage aus den Lautsprechern: „Dieser Zug wird in Grunewald ausgetauscht! Bitte alle Fahrgäste aussteigen!“ Mein verschlafener Blick durch den Zug zerstört die letzte Hoffnung, dass dies doch bitte nur ein Traum sein kann, denn an der Haltestellte Berlin-Grunewald steigen tatsächlich alle aus dem Abteil aus. Suuuuper…

Die zweite S-Bahn fährt ein, statt zu sitzen muss ich nun stehen. Also versuche ich mich mit der Lektüre der Tageszeitung wachzuhalten, was angesichts der immer gleichen Schlagzeilen über unseren Bundespräsidenten eher mäßig erfolgreich ist. Nach einer weiteren Zwangspause in Berlin-Wannsee, wo die Bahn geschlagene fünf Minuten rumsteht, erlöst mich endlich das Erreichen der Haltestelle Griebnitzsee.

Im Strom der anderen Studenten lasse ich mich Richtung Hauptgebäude treiben und steuere zielsicher auf meine allmorgendliche Rettungsinsel zu: die Kaffeebar im Foyer. „‘Nen doppelten?“ fragt der Typ hinterm Tresen und grinst mich an. Ich ziehe für einen kurzen Moment in Erwägung einen dreifachen Espresso zu bestellen, nicke dann aber einfach und freue mich, dass wenigstens einer hier daran interessiert ist, den Morgen zu retten. Den Espresso in der Hand, mache ich mich auf den Weg zum Hörsaal und merke wie die Müdigkeit langsam von mir weicht. Der Tag kann beginnen!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 14, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 14, 2012

Studentenleben live

"Einmal Umzug, bitte!"

Oh ja, ihr lest richtig: Ich habe es endlich – mein erstes WG-Zimmer! Nach vielen missglückten Fehlversuchen habe ich endlich, endlich, endlich einmal Glück gehabt. Meine zukünftigen Mitbewohnerinnen haben sofort einen sympathischen Eindruck auf mich gemacht und so kam es auch, dass wir irgendwann während des Besichtigungstermins über Gott und die Welt und nicht (nur) über Miete und Co. gesprochen haben. Mein Zimmer ist auch echt klasse: Glücklicherweise kann ich es teilmöbliert übernehmen, sprich: Ein riesengroßes Bett erwartet mich ebenso wie ein riesengroßer Kleiderschrank. Um meine abertausend Kleidungsstücke muss ich mir also keine Sorgen machen.

Die WG liegt auch nur wenige Fußminuten von „meiner“ U-Bahnstation entfernt. Nach nur zwei Haltestationen bin ich auch schon am Ziel. Besser geht’s gar nicht!

Das Wohnviertel ist von zwei Parks umgeben, die ich mir bei Gelegenheit einmal genauer ansehen werde. Falls mich also die Lust auf Joggen oder allgemein ein wenig Grün packt, dann werde ich ganz einfach dort meine Runden drehen.

Auf jeden Fall muss ich jetzt ganz dringend aussortieren, was ich unbedingt mitnehmen muss und was erst einmal noch bei meinen Eltern bleiben kann. Davor graut mir ehrlich gesagt am meisten. Allein meine vielen Schubladen in meinen Kommoden stellen nämlich schon eine große Herausforderung dar.

Aber irgendwann muss ich ja anfangen – also los!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Mar 12, 2012