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Studentenleben live

Die ersten Schnitte setzen

Rückblick: Montag, der 2. April, 8.30 Uhr

Im Eiltempo bringt mich der Aufzug in den elften Stock eines Hochhauses am KuDamm in Berlin-Charlottenburg. Mit einem Summen öffnet sich die Eingangstür zu den Büroräumen. „Guten Morgen. Leon Ginzel – ich fange heute mein Praktikum hier an.“ – „Bitte nimm noch auf den Sofas da vorne Platz. Du wirst dann gleich abgeholt.“ Erwartungsvoll setze ich mich, blättere die Tageszeitung durch und denke mir: Gleich soll es also starten – das Abenteuer Radio!

Eine Redakteurin holt mich ab und bringt mich in die Redaktionsräume. Die Vormittagskonferenz ist gerade zu Ende, Moderatoren und Redakteure strömen aus dem Konferenzraum zu ihren Plätzen. Nachdem ich mich kurz vorgestellt habe, geht es auch schon gleich an die erste Aufgabe. Ich soll das Schnittprogramm – die Basis allen Arbeitens im Radio – ganz klassisch per „Learning by doing“ entdecken. Anhand des Programmes wird das Tonmaterial (zum Beispiel ein Interview) auseinander genommen und in sendefähige Einzeltöne zerschnippelt. Doch das ist leichter gesagt als getan: Welche Tastenkombination sollte ich noch gleich benutzen, um einen bestimmten Bereich zu markieren? Wo kann man die Lautstärke ändern und vor allem: Wo speichere ich den herausgeschnittenen Ton am Ende eigentlich ab? Fragen über Fragen …

Bevor die allerdings geklärt werden können, heißt es plötzlich: „Leon wir haben einen Einsatz für dich! Fahr mal mit Nora und Marco zum Filmset!“ – „Okay!? Welches Filmset?“ – „Das erklären die dir dann im Auto.“ Na, alles klar – das kann ja noch ein spektakulärer erster Tag werden …

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jul 23, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jul 23, 2012

Studentenleben live

Ein Appell für den Praxiseinschub

Nachdem ich mein Studium drei Semester relativ stringent nach Plan verfolgt habe, habe ich in diesem Semester den weisen Pfad des Modulkataloges verlassen. Stattdessen schiebe ich etwas ein, was im Bachelor aus meiner Sicht viel zu wenig Beachtung findet: Praxiserfahrung. Es wird zwar von Seiten der Unis immer wieder betont, dass Praktika und Co. unheimlich wichtig wären, um Grundsteine für das spätere Berufsleben zu legen. Zeit und Raum für selbige lassen sich jedoch schwer mit der starren Struktur der Fächer und der Regelstudienzeit vereinbaren.

Diesen Zustand ignorierend habe ich meine Aktivitäten in Potsdam auf Sparflamme laufen lassen und meine Zeit hauptsächlich in den Redaktionsräumen eines Berliner Radiosenders verbracht. Lobend erwähnt werden muss an dieser Stelle aber auch, dass die Prüfungsordnung für Politikwissenschaftler an meiner Universität immerhin vorsieht, sich ein Praktikum mit bis zu zwölf Leistungspunkten im Schlüsselqualifikationsbereich anrechnen lassen zu können. Das füllt mein Habenkonto im besten Fall mit einem Dutzend Credit Points – für den Nachteil, dass ich vorrausichtlich länger studieren werde als andere.

Aus meiner Sicht ist das allerdings ein Preis, den ich gerne zahle, denn liest man sich Stellenanzeigen heutzutage durch, geht ohne praktische Vorkenntnisse gar nichts. Da bringt es dann auch nichts, wenn man sein Studium wunderbar in sechs Semestern durchgezogen hat, anschließend seinen Master macht und mit 23 oder 24 Jahren merkt „Hoppla, mich nimmt irgendwie keiner, weil ich null praktische Erfahrungen in dem Bereich habe…“. Das sollte man sich meines Erachtens bewusst machen und in seiner Zukunftskonzeption beachten.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jul 16, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jul 16, 2012

Studentenleben live

Erstes Urlaubsziel: Schreibtisch

Leute, ich hab es getan: Ich war beim Prüfungsamt und habe meine Bachelorthesis angemeldet! Ich muss sie also nun Mitte August abgeben, sofern ich das Colloquium noch im August abhalten möchte – und das möchte ich ganz unbedingt. Wow! Ich kann euch sagen, dass es ein echt merkwürdiges Gefühl ist, zu wissen, dass man gerade an seiner Abschlussarbeit sitzt und sich damit auch die nächsten acht Wochen intensiv beschäftigen wird. Das ist nämlich der Zeitraum, der die Abgabefrist bestimmt. Einige meiner Kommilitonen haben ihre Thesis bereits eingereicht, wovor ich nur meinen Hut ziehen kann. Ich muss schon sagen, dass ich ein wenig neidisch bin: Sie werden in den nächsten Tagen zum Colloquium antreten und sich damit zum letzten großen Akt ihres Studiums begeben. Danach können sie die freie Zeit genießen und sich im Urlaub von den Strapazen erholen, falls sie nicht schon gleich ins Berufsleben starten. Ich persönlich kann vom Urlaub erst einmal nur träumen: Mein realer Urlaub findet für die kommenden acht Wochen zunächst in „Schreibtischlanien“ statt. Wofür ich danach meine Köfferchen packen werde, steht noch in den Sternen. Ich werde die Urlaubsplanung für die Zeit zwischen Bachelor und Master erst dann beginnen, wenn ich ganz genau weiß, in welcher Stadt ich denn nun mein Studium fortsetzen werde – und das wird erst Mitte August sein. Bis dahin muss ich mich wohl oder übel mit dem kulinarischen Angebot meines Schreibtisches zufrieden geben: Gute Reise!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jul 11, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jul 11, 2012