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Studentenleben live

Last but not leas

Zugegeben, ich habe es ein wenig herausgezögert. Aber in diesem Semester, meinem sechsten, mache ich´s dann endlich doch: einen Englisch-Kurs. Ein Blick in die Studienordnung verrät, dass ebenjener für den Master verpflichtend ist, was meine gefühlte Entscheidungsfreiheit, ob ich noch einen mache oder nicht, relativ gegenstandslos werden ließ. Mittlerweile muss ich aber auch sagen: Es ist nicht nur eine lästige Pflichtaufgabe – die zwei Doppelstunden in der Woche machen sogar Spaß!

Es ist ja ohnehin so, dass Englischkenntnisse vor allem in der Politikwissenschaft (aber auch in anderen Disziplinen) unverzichtbar geworden sind. Alle wichtigen politikwissenschaftlichen Köpfe publizieren inzwischen auf Englisch und zwar schlicht und ergreifend deshalb, einen europäischen beziehungsweise globalen Diskurs ihrer Thesen zu erreichen. Manche Studierende scheinen das allerdings nicht soooo toll zu finden, weil sie die englischen Texte angeblich schwer verstehen. Das wiederum erschließt sich mir nicht so ganz. Englisch ist nun mal die Wissenschaftssprache Nr. 1, und ganz ehrlich: so ziemlich alle englischen Texte sind weitaus einfacher und strukturierter geschrieben als manch deutsches Pendant.

Insofern freue ich mich, dass ich den Kurs dieses Semester gewählt habe und ärgere mich gleichzeitig: Hätte ich eher gewusst, wie viel Spaß das macht, hätte ich schon in einem früheren Semester angefangen und könnte jetzt eine noch höhere Sprachfähigkeitsstufe erreichen.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 2, 2013

Studentenleben live

Mit einem Tag Verspätung

Es war erstaunlich ruhig geblieben dieses Jahr. Kaum bis gar keine Krawalle am Rande der Demonstrationen anlässlich des 1. Mais in Berlin. Stattdessen ein wunderbar buntes und fröhliches „Myfest“ in Kreuzberg mit Zigtausenden gut gelaunten Berlinern. Für alle Potsdamer Studenten mit Wohnsitz in der Hauptstadt sollte der große Schrecken aber noch kommen...

Dabei fing auch der 2. Mai ganz ruhig an. Zumindest für mich. Ich hatte mich am Vortag noch auf ein Referat im Geschichtsseminar zur Französischen Revolution vorbereitet und startete, wie es sich für einen Studenten gehört, ganz gemächlich in den Tag. Wie jeden Morgen stellte ich das Radio an und schlürfte am frisch gebrühten Kaffee. Beim Aufschneiden meines Brötchens kam dann die Meldung, die dem Tag eine unvorhersehbare Kehrtwende verlieh. „Erhebliche Probleme bei der S-Bahn! Nach einem Kabelbrand fahren auf der Strecke zwischen Berlin und Potsdam momentan keine Züge. Auch die Regionalbahnlinie nach Potsdam ist nicht in Betrieb. Vermutet wird ein Anschlag linksgerichteter Gruppierungen!“ „Naaaa suuuuper“, dachte ich mir.

Das Ganze wäre ja ein nicht allzu großes Drama gewesen, wenn ich nicht ausgerechnet an diesem Tag ein Referat hätte halten müssen. Ein Blick ins Internet verriet: keine Chance auf irgendeine Verbindung nach Potsdam. Per E-Mail informierte ich meinen Dozenten und schickte ihm das um einige Notizen ergänzte Hand-Out zu meinem Vortrag, in der Hoffnung, er könne dies als Vorlage für die Sitzung nutzen. Voller Verständnis, was blieb ihm auch anderes übrig, beantwortete er die Mail und bedankte sich für die Ausarbeitungen.

Nach dem Seminar kam dann sogar eine weitere Mail, in der er sich herzlichst für das sehr gelungene Hand-Out bedankte. So endetet dieser „1.-Mai-Schock mit einem Tag Verspätung“ doch noch gut – der modernen Kommunikation sei Dank!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
May 31, 2013

Studentenleben live

Die Welt ist ein Dorf

Spätestens seit dem Abi kenne ich eigentlich überall in Deutschland Leute, die ich besuchen könnte. Ich kenne zumindest Leute, die Leute kennen, die in der Stadt wohnen, die ich besuchen möchte.

Trotzdem habe ich immer ein ungutes Gefühl, diese Menschen, die ich nur flüchtig oder eigentlich gar nicht kenne, zu fragen, ob ich während eines Städtetrips bei ihnen wohnen kann. Schließlich sollen sie sich ja nicht als kostenlose Hostelalternative fühlen, die einem am besten alle Insidertipps geben, einen sonst aber nicht weiter stören soll. Beim Couchsurfen hingegen habe ich keinerlei Hemmungen mehr, wildfremde Menschen zu fragen, ob ich nicht in ihrer Privatwohnung übernachten könnte. Natürlich sprechen diese Menschen, dadurch, dass sie sich bei Couchsurfing registriert haben, eine generelle Bereitschaft aus, Fremde bei sich zu beherbergen. Aber wer sagt, dass das die lockeren Bekanntschaften nicht auch tun?

Letztes Wochenende war ich wieder in dieser Zwickmühle. Wir wollten die schöne Barockstadt Würzburg besuchen, aber wo unterkommen? Die entfernten Bekannten von meinem Freund fragen, oder doch lieber Couchsurfen oder ins Hostel? Die Hostelfrage hatte sich bald erledigt, da es keine freien Zimmer mehr gab. Nach langem hin und her beschloss ich, doch Couchsurfer zu suchen. Da die Zeit schon etwas knapp war, las ich mir die ersten angezeigten Profile durch und schrieb die an, die ich sympathisch fand. Gott sei Dank wollte uns eine Surferin auch aufnehmen. Und wie es das Schicksal so wollte, war das die Bekannte von meinem Freund! Die Welt hat also wieder mal gezeigt, dass sie doch nicht so groß ist. Und vielleicht sollte ich das nächste mal nicht allzu große Hemmungen haben, Bekannte nach einem Schlafplatz zu fragen. Nein sagen können sie ja schließlich immer.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
May 31, 2013