interaktiv

Studentenleben live

Die Welt ist ein Dorf

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

31.05.2013

Spätestens seit dem Abi kenne ich eigentlich überall in Deutschland Leute, die ich besuchen könnte. Ich kenne zumindest Leute, die Leute kennen, die in der Stadt wohnen, die ich besuchen möchte.

Trotzdem habe ich immer ein ungutes Gefühl, diese Menschen, die ich nur flüchtig oder eigentlich gar nicht kenne, zu fragen, ob ich während eines Städtetrips bei ihnen wohnen kann. Schließlich sollen sie sich ja nicht als kostenlose Hostelalternative fühlen, die einem am besten alle Insidertipps geben, einen sonst aber nicht weiter stören soll. Beim Couchsurfen hingegen habe ich keinerlei Hemmungen mehr, wildfremde Menschen zu fragen, ob ich nicht in ihrer Privatwohnung übernachten könnte. Natürlich sprechen diese Menschen, dadurch, dass sie sich bei Couchsurfing registriert haben, eine generelle Bereitschaft aus, Fremde bei sich zu beherbergen. Aber wer sagt, dass das die lockeren Bekanntschaften nicht auch tun?

Letztes Wochenende war ich wieder in dieser Zwickmühle. Wir wollten die schöne Barockstadt Würzburg besuchen, aber wo unterkommen? Die entfernten Bekannten von meinem Freund fragen, oder doch lieber Couchsurfen oder ins Hostel? Die Hostelfrage hatte sich bald erledigt, da es keine freien Zimmer mehr gab. Nach langem hin und her beschloss ich, doch Couchsurfer zu suchen. Da die Zeit schon etwas knapp war, las ich mir die ersten angezeigten Profile durch und schrieb die an, die ich sympathisch fand. Gott sei Dank wollte uns eine Surferin auch aufnehmen. Und wie es das Schicksal so wollte, war das die Bekannte von meinem Freund! Die Welt hat also wieder mal gezeigt, dass sie doch nicht so groß ist. Und vielleicht sollte ich das nächste mal nicht allzu große Hemmungen haben, Bekannte nach einem Schlafplatz zu fragen. Nein sagen können sie ja schließlich immer.

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