interaktiv

Studentenleben live

Blinder Passagier

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

13.02.2014

Diese Woche bekam ich die Gelegenheit, mein Studentenleben mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen – und zwar aus der eines Freundes. Spaßeshalber hatte er sich dazu bereit erklärt, mich einen Tag lang in die Uni zu begleiten, sich mit in meine Vorlesungen zu setzen und mit mir in die Mensa zu gehen. Das alles sind Dinge, die für mich ganz normal sind und meinen Alltag an der Uni Göttingen ausmachen, doch für einen gelernten Fliesenleger ist das völliges Neuland.

Wie gewöhnlich begann der Tag für uns um 8:15 Uhr. Wenn ich nur an meine Schulzeit zurückdenke: Damals saß ich zu diesem Zeitpunkt meist schon längst im Klassenzimmer, nachdem der Wecker mich um kurz nach sechs aus dem Bett geklingelt hatte. Dagegen ist das jetzt quasi Luxus.

Zur Uni geht es für mich meistens mit dem Fahrrad und das bei Wind und Wetter. Doch da ich meinem Freund nicht zumuten wollte, entweder neben mir her zu joggen oder sich auf meinen Gepäckträger zu klemmen, nahmen wir ausnahmsweise den Bus. So kam ich zumindest einmal trocken und ohne zerzaustes Haar am Campus an.

Als erstes stand für uns meine Mediävistik-Vorlesung auf dem Stundenplan: „Der Held und sein Schwert“. Klingt nicht nur ein bisschen verrückt, das ist es auch. Doch obwohl ich vor dem Teilfeld der Mittelalterstudien im Vorfeld am meisten Bammel hatte, ist es inzwischen zu einem meiner Lieblingsfächer avanciert. Mein Freund schien sich jedoch nur wenig für das Thema der Mensch-Ding-Beziehungen in mittelalterlichen Texten begeistern zu können, da halfen auch die Star Wars-Filmausschnitte, die wir uns zu Vergleichszwecken ansahen, nur wenig.

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