interaktiv

Studentenleben live

Zeiten ändern sich

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

17.02.2014

Eine Sache, die mich und meine Kommilitonen oft beschäftigt, ist die uns ständig umgebende Schnelllebigkeit und Unbeständigkeit. Wir sind total ungebunden. Das Bachelorstudium dauert drei Jahre, der Master nur noch zwei. Zwischendurch macht man Praktika, oft in einer anderen Stadt. Man fährt über die Ferien wieder in die Heimat, besucht Freunde in den Städten, in denen sie nun studieren, bereist fremde Länder. Warum sich da noch auf etwas oder jemanden wirklich einlassen? Macht doch alles keinen Sinn, lass uns frei und im Moment leben … Und dann kommt plötzlich das Gefühl der Einsamkeit und der Wunsch nach Sicherheit. Ich finde, das beschreibt das Gefühl meiner Generation ganz gut.

Alles ist drin, wir möchten alles sehen, wir verändern uns permanent, weil wir uns auf eine neue Lebenssituation einstellen müssen – und sind gleichzeitig überfordert von den Möglichkeiten. Da sehnt man sich nach jemandem, der Halt gibt. Eine Lösung dafür habe ich noch nicht gefunden, ich wurschtle mich so durch und sage mir: Wenn ich erst mal 30 bin, dann legt sich das Chaos schon, dann habe ich (hoffentlich) einen Job, einen ungefähren Plan, was ich mit meinem Leben anfangen will. Dann macht auch ein fester Partner Sinn sowie eine schöne Wohnung (warum soll ich hier viel kaufen/einrichten, wenn ich doch eh in ein paar Monaten wieder wegziehe?). Ein bisschen Angst habe ich aber davor, dass ich mich mit 30 schrecklich langweile. Dann sehne ich mich bestimmt nach dem turbulenten Studentenleben. So ist das oft, man will meistens das, was man gerade nicht hat.

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