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Studentenleben live

Stippvisite in der französischen Botschaft

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

23.01.2015

Von meiner Französischdozentin erhielt ich eine E-Mail, dass es für ihre Studierenden die Möglichkeit gab, an einem Besuch der französischen Botschaft teilzunehmen. Natürlich meldete ich mich an: Ich kannte die deutsche Botschaft und strebte einen Vergleich an, dem zumindest historisch gesehen die französische Botschaft von vorneherein nicht standhalten konnte. Aber vielleicht gab es ja andere interessante Dinge zu entdecken.
Ein wenig wunderte ich mich über die strengen Formalitäten: Anmeldefrist unglaublich weit im Voraus, Kopie des Personalausweises einreichen und kurz vorher kam noch eine E-Mail, man solle sich bitte zu Begriffen wie Deflation, Inflation etc. pp. informieren. Ich war etwas irritiert. Offensichtlich sollte ein Wirtschaftsvortrag gehalten werden. Davon würde ich trotz eingehender Wikipedia-Konsultation wahrscheinlich wenig verstehen.
Französische Botschaft, 17:02 Uhr. Ich war zwei Minuten zu spät, mein Name war schon zweimal aufgerufen worden und er war auffällig, weil er nicht wie alle Frauennamen in Tschechien auf –ová endet. Die einzige Deutsche war zu spät, oje.
Es gab dann tatsächlich einen Vortrag. Er war zwar weniger wirtschaftsbasiert als aufgrund der schrecklichen E-Mail angenommen, behandelte aber dennoch französisch-tschechische Wirtschaftsbeziehungen. Es war spannend, denn in dieser Konstellation kommt man schon rein geografisch nicht an Deutschland vorbei.

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