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Studentenleben live

Lima in vier Tagen

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

18.03.2015

Vor Beginn des Praktikums habe ich vier Tage, um die Stadt zu erkunden. Neben den ganzen organisatorischen Dingen, die zum Leben hier einfach wichtig und gut zu wissen sind – Banken, Supermarkt, Fahrrad –, habe ich beschlossen, auf Touristin zu machen.

Mit Kamera bewaffnet, Sommerkleid und Sonnenschutz 50+ lief ich in Barranco los. Rechts, links, geradeaus, im Zickzack durchs Viertel und zum Eisenbahnmuseum. Ich ging über die „Brücke der Seufzer“, welche bei genauem Lauschen zu seufzen scheint unter dem Gewicht der Knutschenden, Verliebten und zum Fotoshooting verabredeten Pärchen. Auf dem Plaza Central tanzten Jugendliche Hip Hop. Galerien und Läden mit Kunsthandwerk fanden sich im verzweigten Straßennetz und ein Hauch Hippie-Kultur wehte von der Kulturmesse herüber. Dazwischen reihen sich unzählige Bars, Kneipen und Restaurants aneinander und laden ein zum Verweilen.

Am zweiten und dritten Tag ging ich ins Zentrum und ins Szeneviertel Miraflores. Beide sehr sehenswert. Katzen- und Kaffeefreunde sollten zum Parque Kennedy. Es gibt auch ein Schokoladenmuseum und nette Kinos mit englischsprachigen Filmen.

Der vierte Tag führte mich dann raus aus Lima nach Pachacamac. Pachacamac bezeichnet einen Tempel und Wohnkomplex, errichtet von den Wari. Später wurde die Stadt von den Inka erobert. Der Ort liegt in der Wüste. Tatsächlich ist ganz Lima von Wüste umgeben, nur merkt man dies nicht. Pachacamac ist da anders, unbewässert, ungrün und unschön wehten mir Staub und Sand nur so um die Ohren. Immerhin der Ausblick vom Sonnentempel auf das Meer bot eine angemessene Entschädigung für die Strapazen des Weges. Doch empfehlenswert ist der Besuch wohl nur für Fans der Archäologie.

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