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Studentenleben live

Lima in vier Tagen

Vor Beginn des Praktikums habe ich vier Tage, um die Stadt zu erkunden. Neben den ganzen organisatorischen Dingen, die zum Leben hier einfach wichtig und gut zu wissen sind – Banken, Supermarkt, Fahrrad –, habe ich beschlossen, auf Touristin zu machen.

Mit Kamera bewaffnet, Sommerkleid und Sonnenschutz 50+ lief ich in Barranco los. Rechts, links, geradeaus, im Zickzack durchs Viertel und zum Eisenbahnmuseum. Ich ging über die „Brücke der Seufzer“, welche bei genauem Lauschen zu seufzen scheint unter dem Gewicht der Knutschenden, Verliebten und zum Fotoshooting verabredeten Pärchen. Auf dem Plaza Central tanzten Jugendliche Hip Hop. Galerien und Läden mit Kunsthandwerk fanden sich im verzweigten Straßennetz und ein Hauch Hippie-Kultur wehte von der Kulturmesse herüber. Dazwischen reihen sich unzählige Bars, Kneipen und Restaurants aneinander und laden ein zum Verweilen.

Am zweiten und dritten Tag ging ich ins Zentrum und ins Szeneviertel Miraflores. Beide sehr sehenswert. Katzen- und Kaffeefreunde sollten zum Parque Kennedy. Es gibt auch ein Schokoladenmuseum und nette Kinos mit englischsprachigen Filmen.

Der vierte Tag führte mich dann raus aus Lima nach Pachacamac. Pachacamac bezeichnet einen Tempel und Wohnkomplex, errichtet von den Wari. Später wurde die Stadt von den Inka erobert. Der Ort liegt in der Wüste. Tatsächlich ist ganz Lima von Wüste umgeben, nur merkt man dies nicht. Pachacamac ist da anders, unbewässert, ungrün und unschön wehten mir Staub und Sand nur so um die Ohren. Immerhin der Ausblick vom Sonnentempel auf das Meer bot eine angemessene Entschädigung für die Strapazen des Weges. Doch empfehlenswert ist der Besuch wohl nur für Fans der Archäologie.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 18, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 18, 2015

Studentenleben live

Master of disaster

Was in Berlin schon seit beinahe zehn Jahren gängige Praxis ist, verbreitet in Baden-Württemberg gerade Angst und Schrecken: Das Lehramtsstudium wird zum Wintersemester 2015/16 auf Bachelor und Master umgestellt. Konkret heißt das, dass an den Unis drei Prüfungsordnungen im Lehramt parallel laufen werden: die Wissenschaftliche Prüfungsordnung (WPO), die Gymnasiallehrerprüfungsordnung (GymPO) und das neue System. Außerdem: Chaos, Chaos, Chaos und viele offene Fragen. Dass das neue System eingeführt wird, ist klar, aber wie genau, das wird sich zeigen. Oder auch nicht.

Die Fachdidaktik und die Pädagogik sollen in Zukunft mit der Pädagogischen Hochschule besser verzahnt werden. An sich löblich. Doch was genau ist mit den Fächern, die es an der PH gar nicht gibt, weil sie nur an Gymnasien unterrichtet werden und nicht an Grund-, Haupt- und Realschulen, für die die PH ihre Studis ausbildet? Zum Beispiel meine Fächer Latein und Griechisch?

Kann man im neuen System auch drei Fächer studieren, oder nur zwei? Und wann genau muss man sich für das Lehramt entscheiden? Zu Beginn des Studiums oder nach dem Bachelor?

Zum Glück bin ich noch im „alten System“ GymPO. Ich dachte, ich kann mein Studium so fortsetzen wie bisher, bis ich eine offizielle Mail an alle Studierende des Lehramts erhielt, in der alle möglichen Auswirkungen auch auf die „alten Hasen“ aufgelistet waren. Sollte jemand ein Fach wechseln wollen oder müssen, weil er oder sie bestimmte Prüfungen nicht bestanden hat, dann muss der Wechsel jetzt, also zum Sommersemester, geschehen. Dafür werden manche Fächer extra auch im Sommer angeboten, die seit einigen Jahren nur im Winter zur Auswahl standen. Hoffentlich ändere ich meine Meinung zu meinen Studienfächern nicht, sonst wird es kompliziert.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Mar 17, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Mar 17, 2015

Studentenleben live

Mein Weg zur Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit muss etwas ganz Großes werden. Das denken sich wahrscheinlich viele, die kurz vor dem Abschluss stehen – und dabei geht es nicht bloß darum, den Notenschnitt zu verbessern. Aber wie findet man eigentlich das richtige Thema? Genau diese Frage stelle ich mir schon lange. Da mein letztes Semester immer näher rückt, wächst natürlich auch der Druck.

Ich will nicht behaupten, dass mein Studium das schwierigste Studium überhaupt ist, aber was die Bachelorarbeit angeht, könnte es für meinen Geschmack ruhig etwas einfacher sein. Zwar ist es auf der einen Seite super, wenn man sich ganz frei aussuchen kann, worüber man schreiben möchte, aber andererseits kann genau diese Freiheit zum Problem werden.

Für mich war immer klar, dass ich meine Abschlussarbeit in Germanistik schreiben werde. Englisch ist zwar als Zweitfach auch ganz nett, aber irgendwie hatte ich damit immer nur Stress und den will ich mir zum Schluss natürlich nicht nochmal unnötig ans Bein binden. In letzter Zeit habe ich jedoch begonnen, an dieser Entscheidung zu zweifeln, und das liegt nicht nur daran, dass ein passendes Thema, sondern auch die dazugehörigen Prüfer gefunden werden müssen. Da ich „erst“ seit drei Semestern in Göttingen studiere, kenne ich aber leider kaum Profs und daher weiß ich auch nicht, wen ich bezüglich meiner anstehenden Arbeit fragen könnte. Manchmal hilft da nur eins: Google. So findet man wenigstens schon einmal heraus, wer überhaupt für den angestrebten Themenschwerpunkt zuständig ist. In meinem Fall ist das die Jugendliteratur der jüngeren Geschichte und der Gegenwart, doch was das Thema betrifft, bin ich mir immer noch ziemlich unsicher. Klar, es gibt so viele tolle Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das Blöde ist nur, dass die meisten davon aus dem englischsprachigen Raum stammen und darüber kann ich doch nicht in Germanistik schreiben.

Zum Glück gibt es ja immer Freunde und Bekannte, die das Ganze schon hinter sich haben. Und deshalb wird der nächste Schritt für mich erst einmal sein, diese Leute auszuquetschen, bis ich etwas schlauer geworden bin. Am Ende ist die Abschlussarbeit schließlich auch nicht viel mehr als eine etwas groß geratene Hausarbeit.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 16, 2015